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Tierschützer versuchen Vierbeiner einzufangen: Schweinerei auf Platzenberg

Drei Hängebauchschweine treiben auf dem Platzenberg ihr Unwesen. Alle Versuche, sie einzufangen, liefen bislang ins Leere.
Wie man sieht, ließen sich die Hängebauchschweine auch nicht von fletschenden Hunden oder deren Gebell einschüchtern, sondern zogen sattgefressen einfach von dannen. Foto: tz Wie man sieht, ließen sich die Hängebauchschweine auch nicht von fletschenden Hunden oder deren Gebell einschüchtern, sondern zogen sattgefressen einfach von dannen.
Bad Homburg. 

Seit Mitte Dezember vergnügt sich eine Rotte großer Schweine auf dem Platzenberg. Die sehr gut genährten Hängebauchschweine – zwei schwarzbraune, ein helles und ein geflecktes – sind entweder ausgesetzt worden oder irgendwo ausgebrochen, allerdings konnte bislang noch kein Besitzer ermittelt werden. Der eingeschaltete Tierschutzverein hatte sich intensiv, aber zunächst vergeblich bemüht, Gnadenplätze für die Tiere zu finden, geschlachtet werden sollten sie nämlich nicht. Inzwischen hatten die Schweine allerdings Wiesen und Gärten am Platzenberg umgepflügt und so großen Ärger bei Anwohnern und Gartenbesitzern ausgelöst. Schließlich gelang es dem Tierschutzverein, einen Bauern in Grünberg bei Gießen zu finden, der die Tiere gegen einen kleinen Futterzuschuss beherbergen will.

So wurden Futterstellen auf der Wiese eingerichtet und Renate Echterdiek, Vorsitzende des Tierschutzvereins, rückte mit Hajo Ettel und Simona Apanaviciute vom Tierheim Hochtaunus mit großem Hänger sowie mehreren Helfern vom Platzenberg an, um die Tiere einzufangen. Schließlich gelang es, das gefleckte Schwein in den Hänger zu locken. Allerdings hatten die anderen, aufgeschreckt durch das Geschrei ihres Kollegen, inzwischen das Weite gesucht, weshalb am 27. Dezember eine zweite Fangaktion gestartet wurde. Wieder warteten gekochte Kartoffeln, Kekse und Brot als Lockmittel, mit Seilen und Hunden wollte man nachhelfen. Doch die Müh’ war vergebens: Die Schweine erschienen zwar, kamen auch nahe an den Hänger heran und fraßen alles Mitgebrachte – doch dann drehten sie ab, ohne sich von den Hunden einschüchtern zu lassen.

Nachfragen bei Tierärzten, dem Förster und im Opel-Zoo ergaben, dass sich dieses Szenario auch bei weiteren Versuchen wiederholen dürfte. Weiterhin wurde davon abgeraten, die Schweine zu betäuben, da sie extrem sensibel sind und die Gefahr bestehe, dass sie dabei kollabieren, erfuhren die Tierfreunde.

Auf dem Platzenberg allerdings hat die Wut der Bürger über umgepflügtes Gelände inzwischen dazu geführt, dass aufgebrachte Anwohner drohen, die Schweine zu erschießen, falls sie nicht kurzfristig eingefangen werden. Deshalb sucht der Tierschutzverein jetzt dringend einen Bauern, der zum Einfangen einen mobilen Pferch zur Verfügung stellen und zum Platzenberg bringen kann, um damit man die Tiere einzukreisen und in den Hänger zu bugsieren.

Wer helfen kann, melde sich bitte beim Tierschutzverein unter Telefon (0 61 72) 68 86 80 oder mobil bei Renate Echterdiek unter 01 71–2 61 20 23.

(red)
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