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Hochtaunus-Schüler hauchen der EU neues Leben ein: So fröhlich kann Europa sein

Trotz „Brexit“-Panik gibt es immer noch überzeugte Europäer und solche, die es werden wollen. Einen Beitrag dazu leistet jedes Jahr der Europäische Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Schüler dreier Hochtaunus-Schulen setzten sich kreativ mit dem Thema Europa auseinander und hauchten der manchmal so verstaubt wahrgenommenen Union Leben ein.
Schüler dreier Hochtaunus-Schulen setzten sich kreativ mit dem Thema Europa auseinander und heimsten dafür viele Preise ein. Schüler dreier Hochtaunus-Schulen setzten sich kreativ mit dem Thema Europa auseinander und heimsten dafür viele Preise ein.
Hochtaunus. 

Die St. Angela-Schule (SAS) hat einen starken europäischen Schwerpunkt. Daher überrascht es nicht, dass die Schule zum wiederholten Mal erfolgreich am Europäischen Wettbewerb teilgenommen hat. „Das hat einen hohen Stellenwert für uns“, erklärt Schulleiter Stephan Zalud. Seine Schülerinnen nehmen schließlich regelmäßig an Austauschprogrammen mit acht europäischen Partnerschulen teil. „Das sind um die 16 oder 17 Fahrten im Jahr. Das ist eine exorbitant hohe Zahl“, freut sich der Direktor über die Fahrten nach Frankreich, England, Belgien und Spanien, „dort versuchen wir die europäische Idee durch direkte Freundschaften weiterzugeben.“

Thema des diesjährigen 63. Wettbewerbs war „Gemeinsam in Frieden leben!“. Etwas, das „in der Vergangenheit unvorstellbar“ war, erklärte Königsteins Bürgermeister Leonhard Helm (CDU), der eine kurze Rede bei der Preisverleihung am Montag in der Aula der SAS hielt.

Schülergruppen hatten in den vergangenen Monaten eines von insgesamt dreizehn altersgerechten Themen bearbeitet. Diese reichten von „Mobbing – nicht mit mir!“ für die Unterstufe über das Kunstprojekt „Frieden ist eine Kunst“ für die Mittelstufe bis hin zu „Gewalt im Alltag“ für die Oberstufe, eine Aufgabe, in der sich die Schüler mit dem Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen auseinandersetzen sollten – passend zum Europäischen Jahr gegen Gewalt an Frauen. Alle Aufgaben konnten auf verschiedene Weise kreativ gelöst werden. Bilder und Texte waren genauso möglich wie Videos oder Songs. Wichtig war nur, dass die europäische Dimension erkennbar ist.

Auch eines der Bewertungskriterien der Landes- und Bundes-Jurys, die die Werke nacheinander bewerteten. „In diesem Jahr konnten wir fünf Bundespreise, 25 Landespreise und sechs Anerkennungen des Hochtaunuskreises für unsere Schule gewinnen“, berichtete Kunstlehrerin Nina Groll stolz. Sie hatte an der Schule die Preisverleihung organisiert, die am Montag stattfand. Dazu waren Schüler der Feldbergschule aus Oberursel und der Humboldtschule aus Bad Homburg angereist, die ebenfalls am Projekt teilgenommen hatten.

An den Wänden hingen einige der Kunstwerke. Eins zeigte den Eiffelturm, das Brüsseler Atomium und den schiefen Turm von Pisa zusammen an einem Weg liegend. Ein Symbol für den gemeinsamen Weg in die Zukunft? Man mag es hoffen, auch wenn die Preisverleihung im Schatten des Austritts der Briten aus der EU lag.

Alle drei Redner nutzten daher den Anlass, um ihr Bedauern über den „Brexit“ auszudrücken und den Schülern wichtige Lehren daraus mit auf den Weg zu geben. „Die Idee der Union wird häufig gar nicht gesehen“, bedauerte Bürgermeister Helm. Umso wichtiger fände er es, dass ein solcher Wettbewerb „den jungen Menschen Europa nahe bringe“.

Auch Hildegard Klär (SPD), Vorsitzende der Europa-Union Hochtaunus, fand: „Dieser Montag ist kein fröhlicher Tag für Europa.“ Trotzdem wolle sie sich auf das Positive, die Preisverleihung, konzentrieren.

Schulleiter Zalud zeigte sich hoffnungsvoll. „Wenn Einzelne etwas anderes wollen, ist das in Ordnung, aber das wird die Wiege der Gemeinschaft nicht zerstören“, sagte er überzeugt und wandte sich an die Preisträger: „Ihr tragt die Idee weiter!“

Alle waren sich einig, dass es wichtig sei, dem friedlichen Wettbewerbs-Motto Leben einzuhauchen. Nicht zuletzt durch die kreativen Beiträge der Schüler.

Schlussendlich wurden diese dann auch für ihre Arbeit ausgezeichnet – 22 Humboldtschüler, 35 Mädchen der SAS und eine Schülerin der Feldbergschule. Der Hochtaunuskreis sei sehr erfolgreich gewesen, betonte Hildegard Klär. Es habe insgesamt 13 Bundespreise gegeben. Schulleiter Zalud freute sich: „Die Schüler haben sich der europäischen Idee gestellt.“

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