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Partnerschaftskomitee: Spenden für „Irmas“ Opfer

Aus Königsteins Partnerstadt Le Mêle stammt Audrey Donal, die seit 12 Jahren mit ihrer Familie auf der französisch-niederländischen Karibik-Insel Saint-Martin lebte. Weil Hurrikan Irma ihr Haus zerstört hat, ist sie nach Frankreich geflohen. Aber sie will so bald wie möglich auf das Eiland zurückkehren und beim Wiederaufbau helfen.
Bild der Verwüstung: Auf der Karibikinsel Saint Martin hat der Hurrikan Irma zahlreiche Gebäude zerstört. Bild der Verwüstung: Auf der Karibikinsel Saint Martin hat der Hurrikan Irma zahlreiche Gebäude zerstört.
Falkenstein. 

„Maria“ und „Irma“ gehören zu den schwersten Tropenstürmen, die je in der Karibik registriert wurden. Die Hurrikane hinterließen schlimmste Verwüstungen, zahlreiche Verletzte und sogar Todesopfer. Einige Gegenden gelten immer noch als unbewohnbar. Es wird dauern, bis sich die Gegend erholt hat. Hierzulande sehen wir die Bilder im Fernsehen und nehmen Anteil. Die Betroffenheit steigt allerdings dann, wenn Menschen davon betroffen sind, zu denen eine Verbindung besteht.

Audrey Donal und ihre Familie ist eine von denen, die über Nacht alles verloren haben. Vor 12 Jahren zog sie mit ihrem Mann Erwann auf die französisch-niederländische Karibikinsel Saint-Martin. Ihre Kinder Tao und Nalu sind dort geboren. Audrey selbst ist in Königsteins Partnerstadt Le Mêle aufgewachsen und ist gemeinsam mit ihren Eltern der Partnerschaft vor allem zu Falkenstein immer verbunden gewesen. Deswegen sieht sich Ortsvorsteherin Liselotte Majer-Leonhard und das Partnerschaftskomitee in der Pflicht, zu helfen.

Audrey und Erwann Donal mit ihren Kindern Tao und Nalu. Bild-Zoom
Audrey und Erwann Donal mit ihren Kindern Tao und Nalu.

Vor dem Nichts

„Die Eltern Marie-Jo und Freddie Donal sind Ur-Meloiser und engagieren sich seit 1972 in der Partnerschaft“, berichtet Majer-Leonhard mit. „Die Tochter steht mit ihrer Familie vor dem Nichts. Sie haben nach dem Sturm nur noch paar Kleidungsstücke gehabt. Das Haus ist völlig zerstört“, erzählt Simone Monthuley, die stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft zur Pflege internationaler Beziehungen. „Die Gegend muss komplett neu aufgebaut werden.“ Beide wollen aktiv werden und bitten für Audrey und ihre Familie um Spenden. Bereits beim Cidrefest haben einige Mitglieder gespendet und den französischen Komiteemitgliedern Geld für Audrey mitgegeben. Auch die beiden Partnerschaftskomitees aus England und Tschechien sammeln bereits Spenden für die Familie.

Derzeit ist Audrey mit einem ihrer Kinder in Le Mêle bei den Eltern. Ihr Mann und der ältere Sohn sind auf Saint-Martin geblieben. Erwann ist dort Sportlehrer an einer höheren Schule und der Junge schulpflichtig. Der Unterricht dort wird zumindest an zwei Tagen in der Woche wieder angeboten. Audrey selbst ist derzeit arbeitslos. Denn von dem Hotel, in dem sie gearbeitet hatte, ist nur noch ein Haufen Schutt übrig. „Sie tanken gerade in der Normandie ein bisschen Kraft, wollen aber bald wieder nach Hause zurückkehren, um sich am Wiederaufbau zu beteiligen“, erzählt Simone Monthuley. Die Insel verlassen wollen sie nicht. „Sie lieben die Sonne und das Meer. Für Nalu und Tao ist Saint-Martin ihre Heimat. Freunde und Nachbarn wollen sie in dieser schweren Zeit nicht alleine lassen.“ Die Rückkehr zu einem normalen Leben werde allerdings für alle noch eine ganze Zeit lang dauern.

Spendenkonto eröffnet

Eigentlich wollten die Eltern zu Weihnachten nach Saint-Martin reisen, um mit Audrey und ihrer Familie Weihnachten zu feiern. Doch nun feiert Audrey mit Mann und Kindern Weihnachten in Le Mêle. Dass wollen Liselotte Majer-Leonhard und Simone Monthuley nutzen. Ein Teil der französischen Freunde kommt regelmäßig zum Königsteiner Weihnachtsmarkt. Bis dahin wünschen sich die beiden aktiven Damen möglichst viele Spenden gesammelt zu haben und im Rahmen des Weihnachtsmarktes an die Vorsitzende des französischen Komitees, Catherine Collin, übergeben zu können. „Wir wissen ganz genau, dass hier jeder gesammelte Cent Audrey und ihrer Familie zu Gute kommt“, betont Majer-Leonhard.

Der Verein zur Pflege internationaler Beziehungen feierte am vergangenen Freitag sein 50jähriges Bestehen. Gerade in diesem Zusammenhang fühlen sich die Mitglieder der Gemeinschaft den Geschehnissen verpflichtet. Seit voriger Woche existiert ein offizielles Spendenkonto. Die Kontonummer lautet: DE 33 50 19 00 00 67 00 21 45 90, Frankfurter Volksbank, Verwendungszweck „Audrey“.

(juba)
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