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Die Rettung ist nah: Stadt sichert das Burgfest

Von Der Anschlag von Manchester hat in dieser Woche auf tragische Weise vor Augen geführt, wie wichtig das Thema „Sicherheit“ bei öffentlichen Veranstaltungen ist. Dass dieser erhöhte Bedarf an Sicherheit nicht umsonst zu haben ist, wissen die Verantwortlichen des Königsteiner Burgvereins nur zu gut. Seit Jahren ächzen sie unter den hohen Kosten, die das städtische Sicherheitskonzept mit sich bringt. Jetzt aber kommt Hilfe.
Damit die Besucher auch in den kommenden Jahren noch ihr Burgfest feiern können, springt die Stadt dem Burgverein zur Seite. Foto: Heiko Rhode Damit die Besucher auch in den kommenden Jahren noch ihr Burgfest feiern können, springt die Stadt dem Burgverein zur Seite.
Königstein. 

Um das Burgfest zu retten, hat die Stadtverordnetenversammlung am Dienstag beschlossen, für die Kosten des Sicherheitskonzeptes eine Ausfallbürgschaft zu übernehmen. Der von Dr. Bärbel von Römer-Seel (Grüne) formulierte interfraktionelle Antrag erhielt die Zustimmung aller Fraktionen.

Knapp war es dennoch, denn um den Antrag nachträglich überhaupt auf die Tagesordnung setzen zu können, bedurfte es einer Zweidrittelmehrheit der gesetzlichen Vertreter. Das Quorum lag demzufolge bei 24 Stimmen.

Da das Parlament bei seiner Sitzung am Dienstag aber ersatzgeschwächt war und zudem wegen möglicher Befangenheit die Abgeordneten, die im Vorstand des Burgvereins sitzen, den Saal verlassen mussten, reichten die verbliebenen 25 Stimmen gerade eben aus.

Diskussionen gab es unter dem Eindruck des Terroranschlags von Manchester, dessen Opfer das Parlament wenige Minuten zuvor auf Bitten von Stadtverordnetenvorsteher Alexander Freiherr von Bethmann (FDP) mit einer Schweigeminute gedacht hatte, nicht.

Mit dem Parlamentsbeschluss verpflichtet sich die Stadt, 40 000 Euro für das Sicherheitskonzept notfalls allein zu übernehmen. Der Beschluss sieht allerdings vor, dass der Burgverein eventuell erzielte Überschüsse bis zu dieser Höhe nach dem Fest an die Stadt zurücküberweist.

Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) deutete bei der Begründung des ungewöhnlichen Vorgangs große Sorge an, dass das Burgfest an den hohen Sicherheitskosten ansonsten hätte scheitern können. Die Auflagen würden immer schärfer, ihre Erfüllung werde immer schwieriger. Dass die strengen Auflagen kein Selbstzweck seien, habe sich tragischerweise gerade erst mit dem Anschlag von Manchester erneut gezeigt. Größere Veranstaltungen rückten leider immer häufiger in den Fokus von Gewalt- und Attentätern.

Bei einem Fest wie dem Burgfest gebe es schon genug meteorologische Risiken. Kosten von 40 000 Euro für das Sicherheitskonzept könnten vom Burgverein kaum noch gestemmt werden.

Letztlich sei es dessen Vorstandsmitgliedern nicht abzuverlangen, dafür notfalls im Rahmen privater Haftung mit ihrem Privatvermögen geradezustehen, sagte Helm.

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