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Stahlstützen für die Ruine

Einsatz in der Unteren Hainstraße: Dort mussten Technisches Hilfswerk und Feuerwehr am Mittwoch bis in die Nacht hinein ein Haus abstützen, das einzustürzen drohte.
Die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks sicherten das Haus in der Unteren Hainstraße mit Stützen. Bilder > Foto: Sven-Sebastian Sajak Die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks sicherten das Haus in der Unteren Hainstraße mit Stützen.
Oberursel. 

Der Abriss war vorgesehen, die Baugenehmigung für sein Projekt in der Unteren Hainstraße hat Rüdiger Reul bereits. Doch die Planungen des Oberurselers sind am Mittwochabend durcheinandergewirbelt worden: Denn das Obergeschoss des alten Fachwerkbaus, der vor drei Jahren durch ein Feuer stark beschädigt worden war und jetzt abgerissen werden sollte, stürzte ein. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) waren stundenlang im Einsatz, um das Haus abzustützen.

Eigentümer Reul geht wie die Einsatzkräfte davon aus, dass sich die oberste Geschossdecke wegen der starken Regenfälle in den vergangenen Wochen mit Wasser vollgesogen hatte und nach unten durchgebrochen war. „Die Fronten sind stehen geblieben“, so Reul. Das Einzige, was auf die Straße gefallen sei, seien Scherben von den Fenstern im Obergeschoss gewesen, berichtet der Oberurseler, der in der Brunnenstadt einen Handwerksbetrieb führt.

Zum Zeitpunkt des Einsturzes war offenbar zum Glück auch niemand am Haus vorbeigelaufen. „Es sei niemand gefährdet worden, sagte am Mittwochabend Einsatzleiter Michael Pecher.

Wie berichtet, hatte es im Haus Untere Hainstraße 13 im Februar 2013 aus ungeklärter Ursache gebrannt. Schon damals war das Haus nicht bewohnt gewesen. Es sollte saniert werden, die Arbeiten hatten begonnen. Der durch das Feuer verursachte Schaden war damals auf 300 000 Euro geschätzt worden. Der Brandort selbst wurde nach Sicherungsmaßnahmen, damit das Haus nicht einstürzt, wieder freigegeben. Ein Gutachter hatte bereits damals von einem Totalschaden gesprochen.

Auf die Frage, warum das Haus immer noch steht, sagte Reul gestern: „Zur Beweissicherung für die Abwicklung mit der Versicherung.“ Noch in diesem Jahr seien dort Gutachter gewesen. Die Geschossdecke habe nicht sauber abgedeckt werden können, so Reul.

Der Einsturz am Mittwoch wurde der Polizei gegen 18.35 Uhr gemeldet. Feuerwehrleute aus Oberursel-Mitte, Bommersheim und Weißkirchen wurden alarmiert sowie das THW Hochtaunus, das allein mit 19 Einsatzkräften in die Untere Hainstraße eilte.

Ein Statiker des Hilfswerks gab noch am gleichen Abend Entwarnung für die angrenzenden Gebäude: Diese seien nicht gefährdet. Die Ruine selbst wurde von Feuerwehr und THW abgestützt, so dass das Gebäude nicht weiter einstürzt. Die Experten des Technischen Hilfswerks waren bis kurz nach Mitternacht im Einsatz.

Gestern Vormittag war die Untere Hainstraße zunächst gesperrt. Wegen der Absperrungen an der Ruine konnte kein Auto durch die Einbahnstraße fahren. Die Straßensperrung wurde im Lauf des Tages wieder aufgehoben. In Höhe des abgestützten Hauses ist die Fahrspur aber weiter verengt.

Reul war wegen des weiteren Vorgehens gestern am Telefonieren – mit Statiker und Baufirma.

(mj)
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