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Alte Bauten in der Bahnstraße 4 werden in Kürze abgerissen: Steinbacher Wohnhaus soll Ende 2018/Anfang 2019 stehen

Von Bis Ende des Jahres soll die alte Bebauung in der Bahnstraße 4 verschwunden sein. Danach entsteht dort ein Haus mit Wohnungen und Ladenfläche. Der Investor ist in der Stadt bekannt.
So soll der Neubau in der Bahnstraße 4 aussehen. Das rote Satteldach ist Pflicht. Visualisierung: Architekturbüro Pietro D’Apuzzo So soll der Neubau in der Bahnstraße 4 aussehen. Das rote Satteldach ist Pflicht. Visualisierung: Architekturbüro Pietro D’Apuzzo
Steinbach. 

In Steinbach entstehen weitere Eigentumswohnungen: Das Projekt ist zwar klein, der Ort dafür ein markanter: Die Rede ist von dem Grundstück in der Bahnstraße 4, nahe dem Freien Platz. Ende 2016 hatte die Stadt die 218 Quadratmeter große Fläche für 85 000 Euro bei einer Versteigerung erworben. Vor geraumer Zeit hat sie 212 Quadratmeter wieder verkauft: für 165 000 Euro, der Gewinn wird im Nachtragshaushalt abgebildet und für Investitionen herangezogen. Sechs Quadratmeter bleiben bei der Stadt, die den Gehweg an dieser Stelle begradigen will.

Parkplätze abgelöst

In den kommenden Monaten soll sich auf dem Grundstück etwas tun: Noch in diesem Jahr, so der Plan, werden die alten Gebäude – kleines Wohnhaus, Scheune, Verbindungsbau – abgerissen. Bis Ende 2018/Anfang 2019 soll dann ein Haus mit insgesamt vier Wohnungen im ersten Stock und im Dachgeschoss sowie Ladenflächen im Erdgeschoss errichtet werden. Fürs ganze Haus sind allerdings nur zwei Parkplätze eingeplant – weshalb im Kaufpreis die Ablöse für sechs Stellplätze enthalten ist.

„Ein massives Stadthaus“, meint Bürgermeister Dr. Stefan Naas (FDP). „Einige werden erstaunt sein, was für ein Kasten das wird.“ Allerdings muss sich der Neubau laut Baugesetzgebung an die Umgebung einfügen. So ist zum Beispiel ein rotes Satteldach Pflicht. Der Bau muss sich am Umfeld orientieren, weil es für den Bereich keinen Bebauungsplan gibt. „Nach oben hat uns der Bürgermeister gebremst“, sagt Architekt Pietro D’Apuzzo, der mit dem Investor zusammenarbeitet.

Gekauft hat das kleine Grundstück an der Ortsdurchfahrt Andreas Schneider mit seiner GBS Effizienzbau GmbH. Schneider ist den Steinbachern bekannt, hatte seine Gesellschaft doch bereits das nicht weit entfernt auf der anderen Seite des Freien Platzes liegende Grundstück Eschborner Straße 5 erworben und bebaut. Auch dort sind vier Wohnungen und eine Ladenfläche geschaffen worden. Letztere hat ein Nagelstudio gemietet. Vor der Neubebauung war Schneider an der Eschborner Straße mit einem Handwerksbetrieb ansässig gewesen, der mittlerweile in der GmbH aufgegangen ist.

Laden ist Pflicht

Zurück an die Bahnstraße 4, wo die GBS einen siebenstelligen Betrag investiert: Dass auch dort eine Geschäftsfläche entsteht, ist Vorgabe der Stadt, die Einzelhandel entlang der Ortsdurchfahrt haben will. Knapp 120 Quadratmeter sind vorgesehen, geeignet für ein oder zwei Geschäfte. Zur Branche hat die Verwaltung keine Vorgaben gemacht. Der Investor ist bei seiner Suche nach Geschäftsleuten, als Käufer oder Mieter, frei.

Ladenflächen an den Mann oder die Frau zu bringen, ist zurzeit erfahrungsgemäß deutlich schwerer, als Wohneigentum zu verkaufen. Die vier Wohnungen werden laut aktueller Planung 57 bis 76 Quadratmeter groß. Die kleineren bieten zwei Zimmer, die größeren drei, jeweils mit kleinem Balkon. Zurzeit ist ein Verkaufspreis von 3950 Euro pro Quadratmeter vorgesehen. Allerdings stellt Schneider in Aussicht, dass der Energiestandard noch verbessert wird – was den Quadratmeterpreis mehrere hundert Euro nach oben treiben würde. Gleichwohl sind die Summen vergleichbar mit denen der beiden Wohnungsbauprojekte, die an der Ecke Gartenstraße/Hessenring und gegenüber dem Edeka-Markt an der Eschborner Straße laufen.

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