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Verordnung soll neu geregelt werden: Straßenmusiker in Handschellen abgeführt, weil er Platz nicht wechseln wollte

Straßenmusiker wurde in Handschellen abgeführt, weil er den Platz nicht wechseln wollte – Vorschlag zur Neuregelung
Von CARLA MARCONI
In der Vorstadt in Oberursel sind sie des Öfteren zu hören: Straßenmusiker. Eine Verordnung zwingt die Musiker, jede halbe Stunde ihren Standort zu wechseln. Dagegen wehrte sich Musiker Nenad Ptic und verließ die Fußgängerzone in Handschellen.
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6 Kommentare zu diesem Artikel
  • 1
    die Regeln gelten nicht umsonst
    von Honsou ,

    Liebe Leserinnen und Leser!

    Als Anwohner kenne ich Herrn Ptic. Sie werden auf dem Bild nicht nur ihn, sondern auch seinen elektrischen Verstärker sehen. Die Lautstärke können Sie sich vorstellen. Nehmen Sie dazu ein sehr überschaubares Song-Repertoire und vervollständigen Sie das Bild mit Dauerbeschallung über Stunden - so wie eben auch in diesem Fall.

    Was für bummelnde Passanten unterhaltsam ist, ist für Innenstadtbewohner und Mitarbeiter in Geschäften eine echte Belastung. Die Oberurseler Regel existiert also nicht ohne Grund und dient dem Interesse aller. Musikern, Einkaufenden und Anwohnern. Niemand müsste sich beschweren; es wird gespielt, aber nicht allzu lange. Gesellschaftliches Miteinander.

    Mangelndes Verständnis und bockiges Verhalten Herrn Ptics sind daher ziemlich bedauerlich. Sein angeblich ziviler Ungehorsam, der auf manchen so charmant wirkt, ist doch kein zivilgesellschaftlicher Akt, sondern einfach Erzwingen von Eigennutz. Immerhin geht es hier um sein Portemonnaie!

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  • 2
    @sunuat
    von taunus ,

    Sie haben es nur teilweise verstanden: ja, die Regelung ist möglicherweise "schwachsinnig"
    (hat die Stadtverordnetenversammlung(!)beschlossen) und ja, wie gesagt, die Polizei ist teilweise überfordert und ja, Gesetze werden vielerorts missachtet.
    Aber wenn die Vorschriften offenkundig nicht durchgesetzt werden, kapituliert der Rechtsstaat ("dann können wir es gleich lassen") und das darf nicht sein. Die Polizei als Exekutive MUSS, ob sie will (/ob Sie es wollen, sunat) oder nicht, die Gesetze der Legislative durchsetzen. Stellen sie sich mal vor, Sie bitten die Polizei darum, Ihnen zu helfen und diese verweigert dies nach ihrem Ermessen und der Beurteilung der Verhältnismäßigkeit. Gutes Gefühl?!
    Wir waren alle nicht dabei und können nicht beurteilen, warum der Musiker Handschellen bekommen hat. Vllt. hat er darum gebeten, um Aufmerksamkeit zu bekommen??
    Und ob "Gute Straßenmusik durchaus Fußgängerzonen oder andere öffentliche Bereiche belebt und aufwertet" ist Ihre subj. Meinung.

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  • 3
    @taunus
    von sunuat ,

    Ich habe Sie da schon verstanden. Natürlich darf es nicht sein, dass der Rechtstaat kapituliert. Wenn aber offensichtlich nicht genug (Polizei-)Ressourcen vorhanden sind, sollten die vorhanden vorrangig bei der Schwerkriminalität eingesetzt werden und nicht bei Geringvergehen. Verhältnismäßigkeit eben. Von oben anfangen, da wo es weh tut und nicht die harmlosen Vergehen ahnden, die wenig Arbeit machen. Und wenn ich als Bürger dann auch noch merke, dass die Ressourcen an der falschen Stelle eingesetzt werden, dann kann ich einen solchen Einsatz eben nicht mehr für gutheißen. Dann versagt nämlich der Rechtsstaat. Das ein Bürger, wie dieser Musiker, dann provoziert um Aufmerksamkeit und Gehör zu erreichen, die er sonst nicht bekommt, ist nicht verwunderlich.
    PS: Was haben Sie gegen Musik? - „Wo Musik ist, da laß’ dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“, frei nach J.G. Seume

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  • 4
    Weder ihre Pflicht, noch gut so,
    von sunuat ,

    insbesondere in diesem Fall und noch viel mehr vor dem Hintergrund der Verhältnismäßigkeit. Die ist nämlich hier absolut nicht gegeben. In anderen, mit deutlich mehr krimineller Energie versehenen, Fällen streicht die Polizei die Segel. Bandenkriminalität á la „Abou Chaker“-Clans, gewaltbereite, rechte wie linke Chaoten, Jugendkriminalität, No-Go-Areas, die Liste lässt sich unendlich erweitern, sind Beispiele hierfür.
    Warum muss eines der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, der wenigstens bereit ist für sein Auskommen zu sorgen, mit solchen Mitteln behandelt werden, nur weil „Beamte“ ihre Frust-Aggressionen abarbeiten müssen. Ziviler Ungehorsam ist da schon der richtige Weg, damit wird diese überzogene Maßnahme wenigstens öffentlich und weist auf diese m.E. schwachsinnige Regelung hin.

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  • 5
    Und nun?
    von taunus ,

    Sollen wir jetzt Sympathie mit dem Musiker haben, weil er zivilen Ungehorsam geleistet hat und vorsätzlich gegen eine Verordnung verstoßen hat? Oder Sympathie für die Polizei, die einfach nur Vorschriften anwendet?
    Soll der Artikel jetzt polarisieren? Gegen die Staatsmacht etwa??
    Im Kleinen fangen die Gesetzesverstöße an. Bei Straßenmusikern, im Verkehr, bei der Steuererklärung, gehen über Randale bei Demonstrationen, bis hin zum -liebevoll genannten- "Schummeln" bei PKW-Emissionen.
    Nur weil sonst oft niemand die Gesetze ahndet, heißt es jetzt nicht, Mitleid mit einem Musik machenden "Verweigerer" erhaschen zu wollen.
    Der Hebel sitzt wie immer weiter oben: beim GesetzGEBER. Die Polizei wendet nur an. Und das ist 1. ihre Pflicht und 2. GUT SO !

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  • 6
    Weder ihre Pflicht, noch gut so II
    von sunuat ,

    Gute Straßenmusik belebt durchaus Fußgängerzonen oder andere öffentliche Bereiche und wertet diese auf. Oberursel sollte sich eher an Metropolen wie Paris, London, New York etc. orientieren, als derart kleinkarierte ordnungspolitische Regelungen zu erlassen.

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