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Orscheler Sommer: „Swim & Rock“ im Taunabad zieht rund 800 Besucher an

Der Orscheler Sommer bietet unterschiedlichste Aktionen und Veranstaltungen. „Swim & Rock“ im Taunabad ist sicherlich einer der Höhepunkte.
Die Band Fayette spielt auf der Bühne im Taunabad. Sie waren nicht das erste Mal bei „Swim & Rock“ zu Gast. Foto: Jochen Reichwein Die Band Fayette spielt auf der Bühne im Taunabad. Sie waren nicht das erste Mal bei „Swim & Rock“ zu Gast.
Oberursel. 

Abends um 21 Uhr im Taunabad. Normalerweise ist hier seit einer Stunde geschlossen. Nicht aber an diesem Samstag. Die Liegewiesen sind gut gefüllt, Kinder spielen, andere Besucher lassen den Tag bei einem kühlen Bier ausklingen. Alle lauschen den Klängen einer bereits bekannten Band. „Als wir vor zwei Jahren begannen, waren Fayette schon hier bei ,Swim & Rock‘. Damals traten sie aber noch als Vorband auf, heute hingegen sind sie der Hauptact.“, erklärt die stellvertretende Bad-Leiterin Dr. Elke Liedtke. Kein Wunder ist, dass die in Frankfurt gegründete Band hier wieder steht. Ihr Repertoire aus Rock, Pop, aktuellen Chart-Hits, aber auch allzeit beliebten Klassikern scheint unerschöpflich. Fordern sie das begeisterte Publikum im einen Moment noch zum wilden Mittanzen auf, werden sie im nächsten ruhiger und auch romantisch. Viviane Westenburger, eine der beiden Sängerinnen und gebürtige Oberurselerin, leitet den Übergang in stilechtem Hessisch ein: „Der nächste Song ist eine Ballade. Also wie man hier im Umkreis sagt: Nehmt euch all’ mal so an die Schuldern und bissi’ schunkeln.“

Während einige der rund 800 Gäste Arm in Arm schwanken, sieht man auch zahlreiche Familien mit Kindern. Der Oberurseler Peter Scholze ist mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern da. „Im Sommer sind wir hier zwar öfters, bei ,Swim & Rock‘ allerdings das erste Mal. Wir waren schon heute Mittag hier, blieben aber bis jetzt. Unsere Kleinen sind nämlich begeistert, auch bei Dämmerung noch ins Wasser zu dürfen.“ Genauso wie das längere Aufbleiben und die Überstunden im kühlen Nass sind es aber auch die angebotenen Leckereien, die die Herzen der beiden Mädchen höherschlagen lassen.

Die achtjährige Sofie ist glücklich: „Die haben hier auch Crêpes. Die schmecken richtig lecker.“ Außer über die Teig-Süßspeise dürfen sich die Besucher aber auch über Pizza und alles mögliche vom Grill freuen. In diesem Jahr ist die Auswahl etwas größer, wie Birgit Kindler von Kunstgriff, den Organisatoren des Orscheler Sommers, erklärt: „In den letzten beiden Jahren war der badeigene Kiosk alleine mit dem Catering beschäftigt. Das war etwas chaotisch. Heute bekamen wir aber tatkräftige Unterstützung der TSGO-Handballabteilung. So können wir den Leuten mehr bieten, und da wir gleich zwei Stände haben, verteilt es sich besser und man muss nicht allzu lange anstehen.“

Der Plan geht auf. Die Besucher scheinen sichtlich entspannt, tanzen, spielen Fußball oder sitzen einfach beisammen und genießen die warmen Temperaturen der anbrechenden Nacht. Zwar sah man bis auf Sofie und ihre jüngere Schwester Laureen bloß vereinzelte Nachtschwimmer, das war aber auch nicht wichtig. Entscheidend war die einzigartige Atmosphäre eines Freibads. In Kombination mit einer guten Band kommen wohl weder das Taunabad noch Kunstgriff um eine Wiederholung herum.

(urz)

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