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Neun Jahre Leerstand: Tagespflege im alten Supermarkt in Glashütten

Von Nach mehr als neun Jahren Leerstand soll wieder Leben in den ehemaligen HL-Markt in unmittelbarer Nachbarschaft des Rathauses einziehen. Die Verträge wurden jetzt unterschrieben.
Seit 2008 steht der alte Supermarkt leer. Ein Investor will aufstocken und eine Tagespflege einrichten. Foto: Jochen Reichwein Seit 2008 steht der alte Supermarkt leer. Ein Investor will aufstocken und eine Tagespflege einrichten.
Glashütten. 

Die HL-Märkte heißen schon lange Rewe. Dass in Glashütten immer noch vom „alten HL“ die Rede ist, zeigt, wie lange die Diskussion um die teils leerstehenden Räume im Schloßborner Weg 2, gleich hinter dem Ortseingang, bereits anhält.

Dass die Gemeinde den Teil des Marktes, in dem der Bürgerservice sowie das Sitzungszimmer angemietet sind, kaufen soll, hatte die Gemeindevertretung schon im vergangenen Jahr entschieden. Insgesamt 190 000 Euro wurden dafür im Haushalt eingeplant. Nun kann Vollzug gemeldet werden – und noch mehr. Der Kaufvertrag für das Bürgerbüro wurde jetzt unterschrieben.

„Wir haben bisher eine hohe Miete gezahlt. Nun haben wir die Möglichkeit, die Räume umzubauen und bürgerfreundlicher zu gestalten“, sagte Bürgermeisterin Brigitte Bannenberg (parteilos).

Gleichzeitig wurde ein Vertrag für den Ankauf des alten HL-Gebäudes durch einen Investor geschlossen, der namentlich noch nicht genannt werden will. Dort soll eine Tagespflege-Einrichtung sowie Wohnraum für Senioren entstehen. Die Bauvoranfrage, das Gebäude dafür aufstocken zu dürfen, wurde von der Bauaufsicht bereits positiv beschieden. Nachdem das Gebäude so lange leer gestanden habe, bringe das nicht nur optisch einen Vorteil, so Bannenberg weiter: „Es ist gut für unsere Senioren, es werden Arbeitsplätze geschaffen, und über einen weiteren Gewerbetreibenden freuen wir uns natürlich auch.“ Sie sei froh, dass sie alle Beteiligten habe an einen Tisch bringen und das Projekt nun zu diesem Abschluss führen können.

In der Tat schien der Leerstand zu einer unendlichen Geschichte zu werden, nachdem der Rewe-Markt an den Dornsweg umgezogen war – eröffnet wurde er am 14. Oktober 2008. Schon damals wurde intensiv über eine Nachnutzung diskutiert.

Unter anderem wurde die Möglichkeit, einen Teil der Räume für die Verwaltung und örtliche Vereine anzumieten, in Betracht gezogen. Auch als Gewerbefläche für Kleinunternehmen war das Gebäude im Gespräch.

Langes Warten

2012 schien ein Durchbruch nahe: Der damalige Bürgermeister Thomas Fischer (CDU) legte den Entwurf eines Mietvertrags vor, den der Eigentümer der Immobilie mit der Gemeinde ausgehandelt hatte. Er sah vor, dass die Gemeinde in die Rolle eines Generalmieters schlüpfen sollte. Sie hätte damit zwar selbst bestimmen können, welche Flächen sie nutzt und welche sie wem zu welchem Preis untervermietet. Dafür hätte sie jedoch eine feste Miete zahlen müssen. Das finanzielle Risiko wurde seinerzeit von den Gemeindevertretern einstimmig als zu groß angesehen.

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