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Ausverkaufte Fastnachtssitzung: Teuflisch gute Stimmung beim CluGeHu

Von Ein rotzfrecher Opa, am Stock gehende ältere Damen, die plötzlich munter tanzen können, eine Blaskapelle von Format und akrobatische Wikinger – und das war längst nicht alles, was es bei der Fastnachtssitzung des CluGeHu zu sehen gab.
Die Midis des CluGeHu begeisterten das Publikum mit ihrem Dschungelcamp-Tanz. Bilder > Foto: Jochen Reichwein Die Midis des CluGeHu begeisterten das Publikum mit ihrem Dschungelcamp-Tanz.
Weißkirchen. 

Bei seinen Fastnachtssitzungen kommt der Club Geselligkeit Humor, kurz CluGeHu genannt, ohne jede Aufwärmphase aus. Das war bei der Auftaktsitzung in der ausverkauften Halle des TV Weißkirchen am Samstagabend nicht anders. Der Elferrat zog ein, es folgte eine kurze Begrüßung durch Sitzungspräsident Wolf Karsten, und schon nahmen die knapp drei Dutzend Minis des CluGeHu die Bühne in Besitz und durften sich vom Publikum feiern lassen. Auf eine so große Zahl junger Tänzerinnen wäre sicher mancher andere Karnevalverein stolz.

Der Auftritt der Minis war nur einer von über 20 Programmpunkten der mehr als fünfstündigen Sitzung, in der keine Langeweile aufkam. Das lag sicher auch am bestens gelaunten Publikum, das sich ganz offensichtlich nicht nur unterhalten lassen, sondern tatkräftig mitfeiern wollte.

Zum Gelingen des närrischen Sitzung trug auch die Auswahl des Programms bei, das mit wenigen Ausnahmen von den Aktiven des CluGeHu bestritten wurde. Zu den „Auswärtigen“ gehörte Bauchredner Christoph Quernheim aus Limburg, der seinem sehr speziellen Opa Theo seine Stimme lieh. Der bewies, dass man auch im Alter noch rotzfrech sein kann. Seine Frau kenne er seit zehn Konfektionsgrößen, beschrieb er die Dauer seine Ehe. Und beim Blick auf die Elferratsreihe meinte Opa Theo: „Ich dachte, das wäre ein Bild vom letzten Abendmahl.“

Mit einer Mischung aus lokalen und überörtlichen Ereignissen aus dem vergangenen Jahr wartete Peter Donecker auf, der erstmals als Protokoller in die Bütt stieg. Buh-Rufe erntete er für seine Lobeshymne auf Bundesliga-Neuling Darmstadt 98 und für seine Bemerkung: „Die Eintracht interessiert doch keine Sau.“ Bestens aufeinander abgestimmt war das von Katharina Schorr trainierte Tanzpaar Antonia Köhne und Alexander Henzler.

Garde-Trainerin und CluGeHu-Vorsitzende Birgit Zumbroich blieb es vorbehalten, drei Aktive mit dem „Goldenen Vlies“ auszuzeichnen. Geehrt wurden Margret Bilitewski und Elvira Mohr von den Swinging Mothers und Nina Kohlmann, die Trainerin der Showgirls. Wie schlimm es sein kann, wenn Männer einen Schnupfen haben, wussten Christine Paul und Peter Donecker zu berichten. Carina Kohlmann und Marcus Weber als Engel und Teufel nahmen Sitzungspräsident Karsten aufs Korn

Mit Trommelwirbeln kündigte sich an, was zu einem der Höhepunkte des närrischen Abends werden sollte: Der Auftritt des Bonameser Fanfarencorps mit seinen 24 Bläsern und einem sehr beweglichen, die Hüfte schwenkenden Stabführer. Kaum einer im Saal, der nicht mittanzte oder klatschte. Da blieb es nicht bei einer Zugabe.

Das galt auch für den Auftritt der von Peter Donecker geleiteten Clubsänger, die zu ersten Schunkelrunden animierten. Mit dem Tanz der zehn Mädchen der Großen Garde ging’s in die Pause.

Die Showgirls des CluGeHu eröffneten Teil zwei der Sitzung und entführten das Publikum mit einem schönen Schattenspiel nach Las Vegas. CluGeHu-Büttenikone Monika Stenz alias Clothilde hatte das Schaltjahr 2016 völlig durcheinander gebracht. „Ja, fällt Karfreitag jetzt auf einen Samstag?“, fragte sie. Voller kurioser Erlebnisse war auch ihre Bahnfahrt nach Berlin. Welche Probleme er mit der modernen Welt hat, schilderte Johann Wolfgang von Goethe alias Jürgen Leber.

Einmal mehr bejubelt wurden die Swinging Mothers, die, von Krücken unterstützt, auf die Bühne schlichen und im Wartezimmer eines Arztes tanzend bewiesen, dass sie ganz sicher keinen Doktor brauchen. Als „närrische Soldaten“ präsentierten sich die Maxis bei ihrem Showtanz. Fehlen durfte im Programm natürlich auch die Spaß-Combo der Nachteulen nicht, die mit vielen neuen Liedern aus der Feder von Thomas Siebenhaar und Andreas Mohr dem Publikum noch einmal richtig einheizte. Dass beim stark verjüngten Männerballett des CluGeHu heute keine wippenden Bäuche mehr gefragt sind, sondern eher akrobatische Einlagen, zeigten die als Wikinger verkleideten Bachstelzen, die mit ihrem gefeierten Tanz eine gelungene Sitzung abschlossen.

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