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Verkehr in Wehrheim: Todesfalle: Auf diesem Zebrastreifen leben Fußgänger gefährlich

Von Die Bahnhofstraße ist ein gefährliches Pflaster für Fußgänger. Vor allem am frühen Morgen, wenn rücksichtslose Fahrer wartende Autoschlangen überholen.
Überholen ohne Rücksichtnahme auf Fußgänger auf dem Zebrastreifen ist vor geschlossener Schranke an der Tagesordnung. Foto: Gerrit Mai Überholen ohne Rücksichtnahme auf Fußgänger auf dem Zebrastreifen ist vor geschlossener Schranke an der Tagesordnung.
Wehrheim. 

Den Blinker raus und zum Überholen ausscheren. Das ist ein ganz normaler Vorgang, wenn sichergestellt ist, dass kein Auto entgegenkommt. Auf der Bahnhofstraße und hier vor allem in den frühen Morgenstunden könnte das zur Todesfalle für Fußgänger und gefährlicher Akt für entgegenkommende Autos werden. Aus Richtung Bad Homburg kann den Autofahrern bei geschlossener Schranke zwar kein Fahrzeug in die Gegenrichtung fahren. Dafür aber aus der Köpperner Straße oder direkt vom Bahnhof. Die sind von den Überholern von ganz hinten nicht zu sehen, sie biegen meist überraschend um die Ecke. Einen Ausweg gibt es kaum. Noch gefährlicher sind diese Manöver aber für Fußgänger, Pendler oder Schüler, die um diese Zeit auf dem Weg zur Bahn sind.

100 Meter entfernt

Der CDU-Parlamentarier Dr. Teja Müller beobachtet es immer wieder: Autofahrer, die „nur“ in die Köpperner Straße einbiegen oder zum Bahnhof fahren möchten, setzen teilweise über 100 Meter vor der Schranke den Blinker und überholen manchmal mehr als 20 Autos, obwohl sie keine Einsicht auf den Zebrastreifen oder in die einmündenden Straßen haben. Ihnen dauert es offensichtlich zu lange, bis die Fahrt wieder frei ist. „Das ist sehr gefährlich“, sagt Müller. Nicht nur, wenn aus den beiden genannten Straßen ein Auto kommt oder Fußgänger den Fußgänger-Überweg nutzen wollen. Denn es gibt auch Pendler und Schüler, die die Bahnhofstraße direkt hinter der Schranke überqueren. Sie handeln allerdings ebenfalls verkehrswidrig und sind unter den überholenden Fahrzeugen kaum auszumachen.

Für Müller ist es mehr als ein sich täglich wiederholendes Vergehen. Denn wenn die Schranken sich schließen, bildet sich auf der Bahnhofstraße binnen kürzester Zeit ein langer Stau. Vor allem, wenn die Züge in kurzem Takt die Straße queren. Dass die wenigsten Autofahrer während der Wartezeit den Motor abstellen, ist ein Umweltvergehen, aber noch nicht strafbar, anders sieht es bei dem gefährlichen Überholen aus.

Das wissen auch Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) und das Ordnungsamt. „Das teilweise rücksichtslose und für alle Verkehrsteilnehmer gefährliche Verhalten einzelner Fahrer beschäftigt uns schon seit einiger Zeit“, sagt Sommer. Nach Meinung des Ordnungsamtes käme eine durchgezogene Linie in der Straßenmitte als Fahrbahntrenner infrage. Das sei jedoch nicht praktikabel, denn diese Linie müsste bei jeder Grundstücksausfahrt und Straßeneinmündung unterbrochen werden. Zudem sei ein absolutes Halteverbot auf beiden Straßenseiten eine Voraussetzung dafür. „Dies wiederum kann nur nach Rücksprache beziehungsweise mit der Zustimmung des Hochtaunuskreises erfolgen.“ Nach Auskunft des Regionalen Verkehrsdienstes (Polizei) sei an dieser Stelle seit 2013 kein Unfall mehr registriert worden, dessen Ursache gefährliches Überholen gewesen sei. Er werde aber die Mitarbeiter des Ordnungsamts bitten, in diesem Bereich weiterhin verstärkt zu kontrollieren, denn: „Ich persönlich halte es für unverantwortlich, wenn durch die Rücksichtslosigkeit Einzelner alle anderen Personen gefährdet werden. Und wir sprechen hier nicht nur von Pkw-Fahrern, sondern auch von noch stärker gefährdeten Gruppen wie Fußgänger und vor allem Schüler.“

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