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Friedhof in Kirdorf: Trauerhalle wird saniert - künftig 120 statt 90 Sitzplätze

Von Nach über 60 Jahren wird die Trauerhalle auf dem Friedhof an der Friedensstraße auf den neusten Stand der Bautechnik gebracht. Das war auch dringend notwendig. Die Sanierung erfolgt in Absprache mit der katholischen Gemeinde.
Bad Homburg,Trauerhalle Kirdorf,Henning Doms und Silvio Seeger Foto: Jochen Reichwein Bad Homburg,Trauerhalle Kirdorf,Henning Doms und Silvio Seeger
Kirdorf. 

Die ersten verstorbenen Kirdorfer fanden 1811/12 ihre letzte Ruhestätte auf dem katholischen Friedhof an der Friedensstraße. Die dazugehörige Trauerhalle stammt aus dem Jahr 1956, hat also bereits 62 Jahre auf dem Buckel. Vorsichtig gesagt, ist das Gebäude in die Jahre gekommen. Offen gesprochen ist – beziehungsweise war – die Trauerhalle in einem fürchterlichen, beinahe schon unwürdigen Zustand. An der Wetterseite bröckelte der Putz und im Inneren war es stets kühl und zugig. Lediglich eine Reihe von Heizstrahlern unter dem Dach aus Pressspan sorgte für ein wenig Wärme.

Die Trauerhalle auf dem Kirdorfer Friedhof wird saniert. Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
Die Trauerhalle auf dem Kirdorfer Friedhof wird saniert.

Seit Ende Januar finden in der Halle keine Trauerfeiern mehr statt – allerdings ist dieser Zustand nur vorübergehend. Denn in diesen Tagen beginnt der Betriebshof mit der Sanierung des bereits leergeräumten Gebäudes. Danach, so lässt Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD) durchklingen, wird nichts mehr so sein wie es war – und das natürlich im positiven Sinne.

Inmitten der leergeräumten Trauerhalle stehen die beiden ausführenden Architekten, Volker Schmidt-Lüer und Henning Doms. Anhand von Bauzeichnungen erklären sie, was sich in der Trauerhalle alles ändern wird. Letztlich sind es nur die Außenmauern die stehenbleiben, der Rest wird erneuert. Am augenscheinlichsten wird die Erhöhung der Zahl an Sitzplätzen. Der Vorbereitungsraum für den Pfarrer, der Kühlraum und das bisherige Foyer werden der eigentlichen Halle zugeschlagen. So soll die Zahl der Sitzplätze – auf Wunsch der Gemeinde – von bislang 90 auf 120 steigen. „Der Raum wird so wesentlich großzügiger wirken“, so Schmidt-Lüer.

Kein Kühlraum mehr

Einen neuen Kühlraum wird es nicht mehr geben, „da werden die Kapazitäten am Waldfriedhof genutzt“, so Krug. Der Vorbereitungsraum wird in den hinteren Bereich der Halle an die Treppe zur Empore verlegt. Dort werden auch die Sanitärräume inklusive behindertengerechter Toilette eingerichtet. Die alte Holztreppe, die bereits an vielen Stellen eher notdürftig als vertrauensbildend geflickt wurde, wird durch ein Modell aus Stahlbeton ersetzt. Die alte Fertiggarage hinter der Halle verschwindet und wird gegen einen Neubau ersetzt.

Bessere Wärmeeffizienz

Ein großes Problem des 50er-Jahre-Baus ist, dass die Halle über keine Bodenplatte verfügt. Die soll nun samt Fußbodenheizung gelegt werden. Elektrische Flächenheizkörper können bei Bedarf zugeschaltet werden. Krug: „An kalten Tagen werden wir so künftig deutlich weniger Energie für Wärme benötigen.“ Auch die neuen Aluminiumfenster sollen einer besseren Energieeffizienz dienen. Desweiteren wird die Dachfläche gegen Wärmeverlust gedämmt.

Zwei Elemente aus dem Original bleiben jedoch erhalten: Das Kreuz im Inneren der Trauerhalle wird nach der Sanierung wieder aufgehängt. Und auch die Holzbalustrade oben vor der Empore bleibt wie sie ist. Zudem wird die hohe Decke in der Halle erhalten.

Die Arbeiten sollen bis September andauern. Bis dahin werden Trauerfeiern auf dem Waldfriedhof stattfinden. Zur eigentlichen Beisetzung muss die Trauergemeinde dann zum Friedhof in der Friedensstraße umziehen. „Während der Beerdigungen werden die Arbeiten an der Trauerhalle natürlich unterbrochen“, erklärt der Projektbeauftragte des Betriebshofs, Uwe Wend. Die Kosten für die Sanierung der Trauerhalle belaufen sich übrigens auf rund 760 000 Euro. Damit ist die Maßnahme bereits deutlich teurer als die Sanierung der Trauerhalle in Gonzenheim. „Die Baupreise explodieren zurzeit, daher hatten wir schon darüber nachgedacht, das Projekt zu verschieben“, so der Bürgermeister. Doch man wollte die Gemeinde, mit der man die Sanierung abgestimmt habe, nicht erneut vertrösten.

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