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Treffen in der Morgenstund’

Jeden Freitag um sieben Uhr kommen Unternehmer aus der Region zum Business-Frühstück in der Orangerie zusammen. Sie vermitteln sich gegenseitig Aufträge und Kontakte und generieren dadurch mehr Umsatz.
Bad Homburg. 

Sie wirken erstaunlich fit für die frühe Tageszeit, die rund 70 Unternehmer, die sich um 7 Uhr zum Business-Frühstück in der Orangerie im Bad Homburger Kurpark getroffen haben. „Um diese Uhrzeit hat keiner Termine und kann gleich anschließend ins Büro“, erklärt Mirko Roncevic. Der Architekt gehört zu den Gründungsmitgliedern, die vor drei Jahren das BNI Chapter Bad Homburg Weißer Turm gegründet haben, dessen Mitglieder jeweils freitags zusammenkommen. An diesem Freitag sind jedoch nicht nur die 26 Chapter-Zugehörigen dabei, sondern auch geladene Gäste, die für BNI begeistert werden sollen.

„Wir treffen uns dann, wenn unser Wettbewerb noch schläft“, meint Hans-Peter Neeb lachend. Er ist der Bad Homburger Chapter-Direktor für dieses Jahr und als Unternehmensberater in Friedrichsdorf tätig. Die anderen Mitglieder sind meist Geschäftsleute aus der Region wie Architekten, Rechtsanwälte, Elektriker, Immobilienhändler, EDV-Firmenchefs oder auch Vertreter von Autohäusern.

Und was machen sie bei den Meetings? „Wir legen ein Netzwerk an, wir suchen Kontakte und vermitteln welche. Dadurch erreichen wir Personen, an die wir nie so einfach herangekommen wären“, erläutert Neeb. Erst vor kurzem habe er bei einem Treffen verkündet, dass er gerne Kontakt zu einer bestimmten Firma suche. Und schon erzählte eine Teilnehmerin, dass der Mann ihrer Mitarbeiterin dort arbeite und sie ihn gerne vermitteln würde. „Durch ihre Empfehlung bin ich da reingekommen, eine Kaltakquise hätte mich da wesentlich mehr Zeit gekostet“, so der Berater.

Ist also BNI so etwas wie die Internetplattformen Xing oder Facebook, nur auf persönlicher Ebene? Es sei so ähnlich, jedoch gehe es meist nicht nur ums Vernetzen, sondern um ganz konkrete Vorhaben, auch privater Natur. Wenn beispielsweise ein Mitglied ein neues Auto kaufen wolle, könne ihm der Autohändler in der Gruppe weiterhelfen oder, wenn es mit dem PC hapert, der EDV-Kollege. Oder aber man versucht, direkt einen Ansprechpartner in einer Firma zu bekommen. „Diese Vorhaben werden alle bei den Meetings verkündet, oft kann weitervermittelt werden. Frei nach unserer Methodik: Wer gibt, gewinnt.“ Bei den nächsten Zusammenkünften wird dann geschaut, was aus der Vermittlung geworden ist. Zudem gibt es Dankes-Karten für zustande gekommene Geschäfte. „Seit Anfang 2015 konnten 765 Empfehlungen und über 613 000 Euro Einnahmen von den Mitgliedern generiert werden, die über das BNI-Netzwerk zustande gekommen sind“, so Neeb.

BNI ist die Abkürzung für Business Network International, die Idee entstand vor 25 Jahren in den USA. In Bad Homburg wurde das BNI Chapter mit damals 15 Mitgliedern vor drei Jahren gegründet. Wer mitmachen möchte, muss sich erst einmal bewerben.

Ein Fitness-Studio gibt es derzeit nicht unter den 26 Mitgliedern des Bad Homburger Chapters. Yannik Hoenig ist von der Sportwelt in Rosbach und als Gast dabei. Er steckt am Ende der Veranstaltung einen Bewerbungsbogen ein. „Ich denke, hier kann man sicherlich interessante Kontakte knüpfen. Die Menschen scheinen mit offenen Augen durchs Leben zu gehen“, zeigt er sich beeindruckt. Architekt Roncevic konnte bereits mehrfach von seiner Mitgliedschaft profitieren, wie er sagt: „Es hat mir Zusatzgeschäfte beschert, jede Menge Erfahrung, und ich habe hier tolle Menschen kennengelernt.“ Die Jahresgebühr für eine Mitgliedschaft beträgt 870 Euro.

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