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Bürgerinitiative: Trotz 200 Unterschriften bleibt der Handymast

Von Eine Bürgerinitiative hat 700 Handzettel verteilt und 200 Unterschriften gegen den Sendemast in der Gotenstraße 21 gesammelt. Am Donnerstag übergab die Initiative die Papiere dem Ober-Eschbacher Ortsbeirat. Der will in der Sache tätig werden – wenngleich nicht in der Schärfe, wie die Initiative sich das wünscht.
Als Schornstein getarnt, ist der Sendemast auf dem Haus Gotenstraße 21 angebracht. Eine Bürgerinitiative fordert den Abbau. Als Schornstein getarnt, ist der Sendemast auf dem Haus Gotenstraße 21 angebracht. Eine Bürgerinitiative fordert den Abbau.
Ober-Eschbach. 

Vor Eintritt in die Tagesordnung haben Bürger bei einer Ortsbeiratssitzung in der Regel die Gelegenheit, zu Wort zu kommen. Am Mittwochabend wurde bei der Sitzung des Ober-Eschbacher Ortsbeirates rege Gebrauch davon gemacht. Gekommen waren drei Vertreterinnen der Initiative Sendemast, die in den vergangenen Wochen eine Unterschriftenaktion gegen den seit kurzem auf dem Dach des Hauses Gotenstraße 21 angebrachten Vodafone-Mast initiiert hatten. 200 Unterschriften haben sie zusammengekommen. „Wir hätten sicher auch mehr geschafft. Niemand will Strahlenbelastung vor der Haustür“, ist eine Vertreterin der Initiative überzeugt.

„Wir möchten, dass die Stadt noch einmal durch einen unabhängigen Gutachter eine Immissionsmessung durchführen lässt“, erklärten sie dem Stadtteilparlament. Die Ergebnisse der Messung sollen öffentlich bekanntgegeben werden. Prinzipiell fordere man den Rückbau der Anlage. In diesem Zusammenhang sollte die Stadt proaktiv andere Mobilstandorte ausweisen – „vor allem eben nicht in Wohngebieten“.

Zur Erinnerung: Die Stadt hatte Ende August auf Anfrage dieser Zeitung erklärt, dass es seinerzeit keinen Spielraum für eine Ablehnung der Mobilfunkanlage gegeben habe. Zudem habe die Bundesnetzagentur für den Standort Gotenstraße die gesundheitliche Unbedenklichkeit bescheinigt. Berücksichtigt worden seien Sicherheitsabstände, Abstrahlrichtung und dergleichen mehr. Deswegen habe es auch keinen triftigen Grund gegeben noch einmal nachzumessen.

Das sah am Mittwochabend Stephan Zalud (CDU) auch so. Er wies Felix Fischer (Grüne), der die Initiative mit einem Antrag auf Messung der Strahlenbelastung unterstützen wollte („ich würde auch gerne wissen, wie hoch die ist, wenn ich so ein Ding vor meiner Nase hätte“), darauf hin, dass man keine rechtlichen Anhaltspunkte habe, so etwas zu fordern (Zalud: „Oder sind Unregelmäßigkeiten bekannt?“). Schließlich müsste man ja davon ausgehen, dass die Bundesnetzagentur korrekt geprüft hätte.

Doch den Antrag ganz zu kippen, wollte man im Ortsbeirat dann doch nicht. Daher einigten sich die Mitglieder darauf, dass man die Stadt aber doch immerhin darum bitten könnte, die Prüfprotokolle der Verantwortlichen und die Messdaten der Strahlenmessungen bei Inbetriebnahme vorzulegen. Und auch die Information, wer eigentlich gemessen habe. Dass der Mast demontiert wird, darauf dürfte die Initiative aber kaum hoffen.

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