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Schule soll an Stadtteil Stierstadt heranrücken: Umstrukturierung der IGS: Hauptgebäude wird abgerissen

Sobald die neue Oberstufe in einem Jahr an der IGS startet, wird sich auch die Verkehrsführung um die Schule verändern. Zudem werden die Umstrukturierungen auch einige Baumaßnahmen nach sich ziehen. Wie diese aussehen könnten, war Thema der Ortsbegehung der SPD-Fraktion.
Das Hauptgebäude der IGS soll nach bisherigen Plänen neu gebaut werden. Ein Abriss mit anschließendem Neubau sei günstiger als eine Sanierung des Gebäudes. Foto: Jochen Reichwein Das Hauptgebäude der IGS soll nach bisherigen Plänen neu gebaut werden. Ein Abriss mit anschließendem Neubau sei günstiger als eine Sanierung des Gebäudes.
Stierstadt. 

Dass die Integrierte Gesamtschule (IGS) Stierstadt eine neue Oberstufe erhält, das steht fest . Welche Veränderungen diese Umstrukturierung mit sich bringt, ist hingegen noch unklar. Aus diesem Grund nahm die SPD-Fraktion in Stierstadt dieses Thema zum Anlass, sich im Oberurseler Stadtteil umzuschauen. Jedoch blieben die rund 15 Teilnehmer der Veranstaltung wegen starken Regens überwiegend im Forum der IGS und unterhielten sich angeregt mit dem stellvertretenden Schulleiter Markus Herget.

„Für uns in Stierstadt ist die Einführung der Oberstufe ein sehr positives Signal. Es bedeutet, dass mehr Schüler die IGS besuchen werden. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass wir an einem neuen Verkehrskonzept für den Stadtteil arbeiten müssen“, erklärte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD), der die Begehung leitete.

Neues Wohngebiet

Die Planungen für die Neugestaltung des alten Hauptgebäudes der Schule seien bereits angelaufen. Auch solle auf dem rund zwei Hektar großen Gelände der in der Nähe liegenden alten Grundschule ein neues Wohngebiet errichtet werden, erinnerte Brum.

Das Hauptgebäude der IGS soll neu gebaut werden. Zumindest sehe es derzeit so aus, denn es sei günstiger als eine Komplettsanierung, informierte Herget die Anwesenden. „Wir sind sehr gespannt, wozu man sich entschließt: Soll wieder ein großes Gebäude entstehen oder lieber ein Campus mit mehreren Häusern? Die Fläche dazu ist ja vorhanden“, meinte der Vize-Schulleiter. Eine Campuslösung schien auch den politischen Gästen zu gefallen – zumindest, wenn man dem zustimmenden Gemurmel und Nicken Glauben schenken wollte.

Und eine weitere Aussage fand die Zustimmung der Anwesenden: Die stärkere Integration der IGS in den Stadtteil. „Wichtig ist, dass im Zuge der Baumaßnahmen auch geschaut wird, wie die Schule näher an Stierstadt heranrücken kann“, sagte Herget und lieferte gleich eine mögliche Lösung mit: „Wir könnten den Vereinen eine Bühne bieten und uns für sie öffnen.“

Zugänge von außen

Auch solle die Präsenz der Schule stärker in den Fokus rücken, schließlich müssten für die neue Oberstufe entsprechend Schüler gewonnen werden. „Wir haben derzeit 873 Schüler, im letzten Schuljahr waren es 900. 80 Schüler haben wir verabschiedet, 65 sind derzeit in Klasse 10“ erläuterte der stellvertretende Leiter. Diese hätten dann die Möglichkeit, die neue Oberstufe, die ab dem Schuljahr 2018/19 eingeführt werde, zu besuchen. „Das werden jedoch nicht alle machen. Daher sind wir auf Zugänge von außen angewiesen.“

Mehr abheben

Damit diese auch kommen, arbeitet das Kollegium derzeit an einem Konzept. Hierbei setze man auf Profilierung. Das heißt, dass man ein Dreierkombinat aus einem Leistungskurs und zwei Grundfächer anbietet, die dann fächerübergreifend unterrichtet werden. Dabei spiele auch die Teamorientierung eine Rolle.

Als Leistungsfächer seien Deutsch, Biologie, Englisch, Mathematik sowie Politik und Wirtschaft angedacht, wobei die Diskussion über die Neugestaltung noch nicht abgeschlossen sei.

„Nach den Herbstferien werden wir so weit sein, so dass wir im Dezember hoffentlich das Konzept der Öffentlichkeit präsentieren können“, sagte Markus Herget. Sieben neue Lehrkräfte seien auch im Hinblick auf die kommende Oberstufe eingestellt worden.

Die Planungen für den Neubau des Gebäudes werden hingegen noch längere Zeit in Anspruch nehmen. „Ich denke, mit der Realisierung der Baumaßnahmen kann man frühestens in zwei Jahren beginnen, schätzt Bürgermeister Hans-Georg Brum bei der Ortsbegehung. Auch die damit einhergehende Verkehrsführung müsse gut durchdacht sein.

Die Veränderung der Nachbarschaft hat mit dem Baugebiet Borngrund bereits angefangen, das derzeit erschlossen wird. Langfristig solle auch hier die Verkehrssituation entspannt werden. Was kommen wird, darauf dürfen die Stierstädter gespannt sein, denn es tut sich einiges in ihrem Ortsteil.

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