E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Homburg 21°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Lebensgefährliche Verletzungen: Unbekannter Täter schießt mit Spitzkopf-Diabolo auf Katze

Zwei Millimeter weiter und der Kater wäre tot gewesen. Doch die Katze und ihre Halter hatten Glück, das Tier überlebte schwer verletzt. Kein Einzelfall, wie die Polizei zu berichten weiß.
Die Markierung auf dem Röntgenbild zeigt das Projektil. Die Markierung auf dem Röntgenbild zeigt das Projektil.
Bad Homburg. 

Plakate weisen auf diesen ungeheuerlichen Fall hin und warnen weitere Tierhalter: Ein bislang unbekannter Tierquäler hat in der vergangenen Woche einen sechsjährigen Kater in der Berliner Siedlung angeschossen und schwer verletzt. Laut den Besitzern hatte sich der Kater am Montagabend (25. Juni) noch schwer verletzt nach Hause geschleppt. Der Tierarzt Dr. Robert Rinck stellte tagsdrauf die grausige Diagnose: In der Lendenwirbelsäule des Katers steckte ein 4,5 Millimeter Spitzkopf-Diabolo, aus einem Luftgewehr oder einer Luftpistole abgefeuert. In einer aufwendigen Operation konnte der Bad Homburger Tierarzt das Leben des jungen Katers retten.

Trauma im Wirbelkanal

Im Befund des Tierarztes heißt es unter anderem: Schusswunde im Lendenwirbelbereich mit Trauma im Wirbelkanal. Der Arzt konnte die Katze übrigens erst am Mittwochmorgen operieren, weil der Kater erst stabilisiert werden musste. Das Tier wurde bis dahin in ein Fiberglas-Gips gepackt, damit sich die Kugel nicht weiter bewegt, ansonst hätte die Gefahr bestanden, dass der Kater direkt oder während der OP stirbt. Laut des Veterinärmediziners hat der Kater unfassbares Glück gehabt – zwei Millimeter weiter und er wäre direkt tot gewesen.

Bei der Polizei registriert man regelmäßig solche Vorfälle. „Es wird immer wieder mal auf Vögel, Katzen und auch Pferde geschossen“, sagt ein Sprecher. Gleiches ist aus der Tierarztpraxis Rinck zu hören. Die Schüsse auf den Kater seien ein besonders schwerwiegender, aber bei Leibe kein Einzelfall gewesen. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Renate Echterdiek, hatte von dem Fall bislang noch nichts gehört. Aber selbst wenn: „Gerade Katzen, die sich regelmäßig im Freien aufhalten, kann man nur schwer schützen“, sagt Echterdiek, die den Schuss auf den Kater als „unfassbaren Vorfall“ bezeichnet.

Die Besitzer haben mittlerweile Anzeige gegen Unbekannt wegen Tierquälerei erstattet. Wer Schüsse gehört hat oder Hinweise in diesem Fall geben kann, wendet sich bitte an die hiesige Polizeidienststelle, Telefon (0 61 72) 1 20 - 0. col

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen