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Elternberatung "Frühe Hilfen": Unterstützung für Mutter und Kind

Von Mit drei Familien-Hebammen bietet das Netzwerk „Frühe Hilfen“ ein weiteres präventives Unterstützungsangebot für junge Eltern an. Die Gründe, sich bei ihnen Hilfe zu holen, sind vielfältig.
Die 22-jährige Mutter Laura wickelt zusammen mit der Familien-Hebamme Stefanie Eilers (rechts) den kleinen Damian. Symbolfoto: dpa Foto: Holger Hollemann (dpa) Die 22-jährige Mutter Laura wickelt zusammen mit der Familien-Hebamme Stefanie Eilers (rechts) den kleinen Damian. Symbolfoto: dpa
Hochtaunus. 

Ein schönes Bild, mit dem Heinz Rahn, Jugendamtsleiter des Hochtaunuskreises, die Entwicklung der „Frühen Hilfen“ seit 2012 beschreibt: „Aus dem zarten Pflänzchen ist ein blühender Vorgarten geworden!“ Nun ist der Strauß der Hilfen, den die Koordinationsstelle für Beratung und Hilfsangebote unterschiedlicher Art anbietet, noch bunter geworden: Mit Alexandra Feige, Verena Zimmer und Kerstin Nestler stehen drei Familien-Hebammen mit jeweils einer halben Stelle zur Verfügung, um junge Familien ab etwa der zehnten Lebenswoche ihres Babys bis zum ersten Geburtstag zu unterstützen.

Schreibaby, postpartale Depressionen, Schlafmangel, traumatische Geburt, generelle Unsicherheit im Umgang mit dem Baby, Überforderung, gesundheitliche oder partnerschaftliche Probleme – die Gründe, sich bei einer Familien-Hebamme Unterstützung zu holen, sind mannigfaltig, und keine Mutter ist davor gefeit, in eine Situation zu kommen, in der sie Hilfe benötigt. Wurden junge Mütter früher von der Großfamilie unterstützt, stehen viele heute allein da, wenn sie feststellen, dass das Leben mit einem Baby nicht immer so rosig ist wie in der Werbung gezeigt. „Ohne Hilfe wird eine Krise selten besser“, so Kreisbeigeordnete Katrin Hechler (SPD) bei der Vorstellung der Familien-Hebammen. Dass „Dr. Google“ die Hilfesuchenden meist noch mehr verwirrt und verunsichert, ist kein Geheimnis.

Mit Zusatzqualifikation

Der Einsatz der Familien-Hebammen ist für das Jugendamt des Hochtaunuskreises nichts Neues, doch „Hebammen sind Mangelware, erst recht Familien-Hebammen“, so Kristina Preisendörfer, die als Elternberaterin des Jugendamts die „Frühe Hilfen“ koordiniert und nun froh ist, dass der Kreisausschuss einstimmig den Beschluss gefasst hat, die drei Fachkräfte mit insgesamt 60 Wochenstunden zu finanzieren. Träger des Projekts ist „EVIM“, der Evangelischer Verein für Innere Mission in Nassau, der auch bei anderen Projekten mit dem Kreis kooperiert.

Ausnahme Homburg

Die Familien-Hebammen der „Frühen Hilfen“ stehen jungen Müttern und Familien des Kreises – mit Ausnahme Bad Homburg – kostenfrei zur Verfügung.

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Es ist wichtig zu betonen, dass Familien-Hebammen keine Nachsorgehebammen sind. Sie verfügen neben ihrer Kernkompetenz als Hebamme über eine Zusatzqualifikation im Bereich der psychosozialen Beratung. Ihre Hilfe kann – wie alle Angebote der „Frühen Hilfen“ – niedrigschwellig, kostenlos und auf Wunsch anonym in Anspruch genommen werden. „Das ist doch für die junge Mutter das wichtigste Projekt ihres Lebens. Und oft entsteht dann eine Dysbalance zwischen ihrer Erwartungshaltung und der Realität im Alltag mit dem Baby“, beschreibt Alexandra Feige eine typische Situation, in der sie zur Hilfe gerufen wird.

Frauen stärken

Ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit ist es, die Frauen zu stärken, ihnen klarzumachen, dass das Chaos, das sich mit dem Baby einstellt, normal ist und aufzuzeigen, was sie alles gut und richtig machen. „Manche junge Mutter vergisst sich über die Pflege des Babys oftmals selbst. Für sie kann es schon etwas Besonderes sein, ihr Mittagessen mal warm zu essen. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Nöte der Mütter in den Blick zu bringen“, so Familien-Hebamme Verena Zimmer. Wenn die Familien-Hebammen feststellen, dass es über die psychosoziale Hilfe hinaus Bedarf an Uterstützung gibt, sei es finanzieller, administrativer oder auch interkultureller Art, können sie aus dem Netzwerk der „Frühen Hilfen“ weitere Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen und über die Koordinationsstelle im Landratsamt Kontakte herstellen.

Auf Wunsch auch anonym

Die Elternberatung „Frühe Hilfen“ des Hochtaunuskreises wurde 2012 gegründet und sieht sich als Fachstelle für präventiven Kinderschutz.

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Weitere Information und auch eine Kontaktaufnahme ist möglich per Mail an kristina.preisendoerfer@hochtaunuskreis.de oder unter Telefon (0 61 72) 9 99 57 81 der 9 99 57 45.

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