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Sportlerheim im Sportpark: Vandalismus-Wasserschaden kostet 50 000 Euro

Alles nass: Fußboden, Dämmung und Wände des Sportlerheims im Friedrichsdorfer Sportpark sind durchgeweicht, seitdem Unbekannte dort zweimal mutwillig die Wasserhähne aufgedreht und die Abflüsse verstopft haben. Bisher hat die Polizei den Schuldigen noch nicht gefunden.
Durch Vandalismus sind im Sportlerheim  die Umkleiden und Duschen im Funktionsgebäude nicht benutzbar. Durch Vandalismus sind im Sportlerheim die Umkleiden und Duschen im Funktionsgebäude nicht benutzbar.
Friedrichsdorf. 

Das war eine böse Überraschung, als Franz Baumann, Vorsitzender des FSV Friedrichsdorf, am Morgen des 2. Oktober feststellen musste, dass Unbekannte das Sportlerheim im neuen Friedrichsdorfer Sportpark unter Wasser gesetzt hatten. Jemand hatte im Umkleidebereich die Abflüsse verstopft, die Wasserhähne geöffnet und sich davongemacht. Das Wasser strömte die ganze Nacht. Und als ob das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, passierte in der Nacht zum 3. Oktober das Gleiche noch einmal. Jetzt steht der Schaden fest: „50 000 Euro wird die Sanierung kosten“, berichtete Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne). „Das ist ein Riesenwasserschaden. Fußboden, Dämmung und Wände sind durchnässt.“

Nicht benutzbar

Vier Monate werden die Arbeiten dauern. Bis dahin sei das Sportlerheim nicht benutzbar. „Wir haben für die Sportler Dusch- und Umkleidecontainer aufgestellt“, so Burghardt. Glücklicherweise zahle die Versicherung für den Wasserschaden. Trotzdem würden auch Kosten an der Stadt hängenbleiben. „Für die Container haben wir Zuschüsse von je 5000 Euro von der Versicherung und von der Taunus Sparkasse erhalten. Das wird aber nicht reichen“, befürchtet der Rathauschef.

Die Stadt jedenfalls hat Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und vorsätzlicher Sachbeschädigung erstattet. Die Polizei ermittelt, ein Ergebnis liege aber noch nicht vor, so Polizeisprecher Michael Greulich. Burghardt unterdessen kündigt an: „Wir werden im Sportlerheim ein neues Schließsystem mit Identitätskontrolle installieren lassen.“ Damit man immer genau wisse, wer mit welchem Schlüssel im Haus war. Die Tür müsse immer und von jedem Nutzer doppelt abgeschlossen werden. „Zudem müssen alle Fenster geschlossen werden.“ Gekippte Fenster seien ebenso tabu wie einfach zugezogene Eingangstüren.

Auch Schule betroffen

Gleiche Täter, Nachahmer oder merkwürdiger Zufall: Zwischen Freitagabend, 20. und Sonntagmorgen, 22. Oktober, lief in der Gesamtschule am Gluckenstein in Bad Homburg ebenfalls über längere Zeit Wasser aus einem offenen Hahn. Und zwar offenbar im Physikbereich im Erdgeschoss. Das Wasser tropfte in einen darunter liegenden Aufenthaltsraum im Keller der Schule und löste einen Kurzschluss aus, was wiederum die Feuerwehr auf den Plan rief. Ob in dieser Sache Anzeige erstattet werde, sei noch nicht entschieden, so Greulich.

Hinweise in Sachen unter Wasser gesetztes Friedrichsdorfer Sportlerheim nimmt die Polizei Bad Homburg unter der Telefonnummer (0 61 72) 12 00 entgegen. Die Friedrichsdorfer Stadtverwaltung ist unter der Telefonnummer (0 61 72) 73 10 zu erreichen.

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