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Positive Resonanz: Verkürztes Burgfest hat Zukunft

Von Nach dem Burgfest ist vor dem Kassensturz – der steht beim Burgverein zwar noch aus. In einer ersten Zwischenbilanz äußerten die Verantwortlichen des Vereins aber bereits die zarte Hoffnung, dass sich die jüngsten Veränderungen am Konzept auszahlen und die Zukunft des Festes sichern sollten.
Discoparty mit hr3-Moderator Peter Lack auf der Festwiese. Foto: Heiko Rhode Discoparty mit hr3-Moderator Peter Lack auf der Festwiese.
Königstein. 

Abbauen statt Anstoßen, Wegräumen statt Weiterfeiern – Umdenken war am gestrigen Montag bei all denen angesagt, die seit Jahren und Jahrzehnten dem Burgfest über ganze vier Tage hinweg die Treue gehalten haben.

„Um 8 Uhr kommen die Helfer, dann geht der Abbau los“, blickte Birgit Becker, die Präsidentin des Burgvereins, am Sonntagabend auf den Montag voraus, der eben nicht mehr fester Bestandteil des Burgfestprogramms, sondern erstmals erster Abbau-Tag sein sollte.

Wie bereits mehrfach berichtet, hatte sich das Präsidium aus Kostengründen dafür entschieden, den Burgfestmontag komplett aus dem Programm zu streichen und die Fixpunkte „Frühschoppen“ und „Königsteiner Abend“ auf die verbleibenden Festtage zu verteilen. Eine Entscheidung, die den Verantwortlichen des Vereins nach eigenem Bekunden nicht leichtgefallen ist. Eine Entscheidung aber auch, in der sich das Präsidium durch den Verlauf des umstrukturierten Burgfestes bestätigt sieht.

„Ein Festtag weniger, das heißt ein Tag weniger Miete für die Bühne, für die Absperrzäune und, und und – da sollte doch ein Betrag zusammenkommen, der uns hilft, das Fest zu halten“, skizziert Vereins-Vize Berny Frick schon mal vorsichtig den erhofften Einspareffekt. Viel mehr Stellschrauben gebe es für die Organisatoren auch nicht: „Wir wollen ja nicht das Feuerwerk oder den Umzug zur Disposition stellen.“

Genaues zum wirtschaftlichen Ausgang des Burgfestes lasse sich, so Frick, natürlich erst in einigen Wochen sagen, wenn der Kassensturz gemacht sei und alle Zahlen auf dem Tisch lägen. Aber grundsätzlich, so Frick und Becker unisono, sei man seitens des Vereins sowohl mit dem Besuch auf der Burg als auch mit dem neugestalteten Abläufen sehr zufrieden.

Sowohl die gute Resonanz auf den jetzt samstags stattfindenden Frühschoppen wie auch der Besuch des nunmehr auf Sonntag vorgezogenen „Königsteiner Abends“ seien vielversprechend gewesen und hätten doch einige Bedenken zerstreut, die in Vorbereitung auf das Burgfest zu hören gewesen seien. „Die Rückmeldungen, die wir von Besuchern bekommen haben, waren doch überwiegend sehr positiv, und die Stimmung gerade am Samstag auf der Festwiese wie auch in den Kellern einfach klasse“, resümierte Vereinschefin Becker am Sonntagabend. Gerade die Verpflichtung von HR-Discopapst Peter Lack für das Musikprogramm auf der Festwiese habe sich dabei als echter Glücksgriff herausgestellt: „Wie der mit dem Publikum gespielt hat, jede Altersgruppe mitgenommen und mit den Leuten Party gemacht hat, das war schon toll.“

 

Sicherheit geht vor

 

Natürlich hätten sich die Verantwortlichen für den Freitagabend ein späteres und schöneres Ende gewünscht (wir berichteten). Letztlich jedoch sei die Entscheidung, die Burg wegen eines weiteren drohenden Gewitters gegen 0.30 Uhr zu räumen, rückblickend betrachtet, richtig gewesen. Auch wenn das Unwetter letztlich dann doch die Burg verschont habe. Becker: „Allen Beteiligten war wichtig, die Besucher keinen Gefahren auszusetzen und sie sicher von der Burg zu bringen. Das ist uns gelungen´, und darüber sind wir froh.“ Letztlich, so die Präsidentin, sei das auch dem lange umstrittenen und in den ersten Jahren auch sicher gewöhnungsbedürftigen Sicherheitskonzept zu danken.

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„Es ist jetzt da, wir müssen nicht mehr darüber diskutieren und können damit leben“, unterstrich Becker, verbunden mit einem dicken Lob und Dank an die Verantwortlichen von Polizei, Feuerwehr, DRK und Stadt: „Die Zusammenarbeit und Abstimmung verlief absolut harmonisch und vollkommen entspannt.“

Was die Rückmeldungen der Kellerbetreiber angehe, so Berny Frick, habe er auch den Eindruck gewonnen, dass man in den Tiefen der Burg grundsätzlich zufrieden mit dem Festverlauf gewesen sei – auch wenn das abrupte Ende am Freitag sicher nicht umsatzfördernd gewesen seien. Frick: „Die, die da sind und mitgemacht haben, haben mir signalisiert, dass sie auch im kommenden Jahr dabei sein wollen. Es geht ja nicht nur um das Geld, das man einnimmt, sondern vor allem auch um den Spaß, den man hat.“ Dass das besonders für den „Uptown-Keller“ des Vereins „Musik und Szene“ gelten sollte, liegt auf der Hand. Und das nicht nur, weil Berny Frick hier – quasi in Doppelfunktion – selbst zu den Festwirten zählt, sondern vor allem, weil Burgfräulein Isabelle I. just diesen Keller zum „Keller des Jahres“ erklärte. „Mit der Entscheidung hatte ich aber nichts zu tun“, lacht Frick.

Bilderstrecke Fotos vom Burgfest in Königstein
18.07.2015, Burgfest Königstein.

Foto: Heiko Rhode, Bad Homburg

***www.foto-rhode.de***18.07.2015, Burgfest Königstein.

Party im "Kö-Keller".

Foto: Heiko Rhode, Bad Homburg

***www.foto-rhode.de***18.07.2015, Burgfest Königstein.

Party im "Kö-Keller".

Foto: Heiko Rhode, Bad Homburg

***www.foto-rhode.de***
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