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Freilaufende Hängebauchschweine: Wann schnappt die Falle zu?

Von Die gute Nachricht: Die flüchtigen Hängebauchschweine vom Platzenberg sind noch nicht vor die Flinte geraten. Die Tierschützer wollen sie aber bald eingefangen haben.
Gute Freunde kann niemand trennen. Noch genießen „Stan“ und „Olli“ das Vagabundenleben am Platzenberg – aber nicht mehr lange! Gute Freunde kann niemand trennen. Noch genießen „Stan“ und „Olli“ das Vagabundenleben am Platzenberg – aber nicht mehr lange!
Bad Homburg. 

Der böse Wolf versuchte, der drei kleinen Schweinchen habhaft zu werden, indem er strampelte und trampelte, indem er hustete und prustete. Der Bad Homburger Tierschutzverein hingegen setzt auf viel Geduld und Zeit, um endlich die zwei Hängebauchschweine einzufangen, die seit Anfang Dezember auf dem Platzenberg ein sorgloses Eigenleben entwickelt haben. Doch jetzt scheinen die Bemühungen, die Borstenviecher zu schnappen und auf einem Gnadenhof unterzubringen, langsam, aber sicher zu fruchten. „Wir sind ganz nah dran“, sagt die Vorsitzende Renate Echterdiek.

Seit einigen Tagen finden sich „Stan“ und „Olli“ – so hat sie ein TZ-Leser getauft – pünktlich morgens und mittags an einem Grundstück ein, auf dem der Tierschutzverein Leckereien für sie auslegt. Echterdiek: „Es ist wichtig, dass sich die Schweine an das Grundstück gewöhnen, da sie äußerst misstrauische Zeitgenossen sind.“ Vor allem, da einer ihrer Kollegen ja schon vor längerem eingefangen worden war. Der Vorteil an dem Grundstück: Es ist umzäunt. Echterdiek hofft, dass die Falle, die sie und ihre Mitstreiter mit viel Mühe gelegt haben, bald zuschnappt.

Vergangene Woche hatte es noch danach ausgesehen, als würden die Hängebauchschweine vom Platzenberg ein Fall für den Jagdpächter. Doch mittlerweile wurde den Tierschützern noch mehr Zeit eingeräumt. Vielleicht liegt das daran, dass es „Stan“ und „Olli“ zu einer gewissen Berühmtheit gebracht haben. Ende vergangener Woche berichtete sogar der Hessische Rundfunk von den beiden tierisch besten Freunden.

Auch in den sozialen Netzwerken verfolgen viele Homburger das Schicksal der Schweine. Jedes Mal, wenn sie nicht gefangen wurden, fiebert die Facebook-Gemeinde mit und hofft, dass „Stan“ und „Olli“ nicht vor eine Flinte geraten. Das wollen natürlich auch Renate Echterdiek und ihre Helfer vermeiden. Sie haben bereits einen Bauern ausfindig gemacht, der bereit wäre, die Hängebäuchler gegen eine geringe Futtergebühr auf seinem Hof aufzunehmen. Doch dafür müssen die Schweine erst mal in den eigens für sie vorbereiteten Hänger trippeln.

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