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Ehre für Hans-Dieter Hartwich: Warm ums Herz und kalt an den Füßen

Von Hohe närrische Ehre für Hans-Dieter Hartwich. Der Mammolshainer Ortsvorsteher ist frisch gekühlter Träger des Woogbachwasserbaabambeler-Ordens und zugleich Beweis dafür, dass die Königsteiner Plasterschisser gerne auch mal „Grenzen“ überschreiten, wenn es darum geht, verdiente Kräfte zu ehren.
Da stellt man die Füße doch gerne in kaltes Woogbachwasser: Hans-Dieter Hartwich (sitzend) ist der 15. Träger des Wbwbb-Ordens. Sitzungspräsident Rainer Kowald (li.), Plaschi-Chef Klaus Kroneberg (re.) und eine Abordnung der Plaschis gratulierten als erste. Foto: Stefan Jung Da stellt man die Füße doch gerne in kaltes Woogbachwasser: Hans-Dieter Hartwich (sitzend) ist der 15. Träger des Wbwbb-Ordens. Sitzungspräsident Rainer Kowald (li.), Plaschi-Chef Klaus Kroneberg (re.) und eine Abordnung der Plaschis gratulierten als erste.
Königstein. 

Ob in Rio oder am Rhein, ob Kölscher Karneval oder Meenzer Fastnacht – ganz egal, Hauptsache, die Stimmung passt. Was ein echter Narr ist, der denkt und feiert global. Der hakt sich überall unter und schunkelt locker über althergebrachte Grenzen hinweg. Die Mitglieder des Königsteiner Narrenclubs sind dafür das beste Beispiel. Und das nicht nur, wenn es ums Feiern geht.

Nein, die Plaschis – oder ganz förmlich „Die Plasterschisser“ – richten den Blick gerne über die Turmspitzen der Kernstadt-Kirchen hinaus und hinein in die Stadtteile, wenn es darum geht, Menschen zu würdigen, die sich um das Leben in der Gesamtstadt und hier vor allem um das Vereinsleben verdient machen.

Solchen Leuten verleihen die Kurstadt-Narren zum Auftakt der Kampagne mit besonderer Freude eine besondere Auszeichnung: den Woogbachwasserbaabambeler-Orden (WBWBBO). So zungenbrecherisch der Name, so groß die damit verbundene Anerkennung für geleistete Dienste. Diesen Orden kriegt nicht jeder, der ist keine Massenware, den gibt es nur in ganz streng limitierter Auflage – einen pro Jahr.

Angenehmer Klimawandel

Entsprechend warm ums Herz dürfte es dem Mammolshainer Hans-Dieter Hartwich geworden sein, als ihm jetzt das Prachtstück der Kampagne 2017/18 auf der Brust prangte. Ein sicher angenehmer Klimawandel, wenn man bedenkt, dass Hartwichs Füße zur gleichen Zeit in einem mit kalten Wasser des Woogbaches gefüllten Bottich standen. Das muss so sein, wird doch ein echter WBWBBO-Träger nicht frisch gebacken, sondern frisch übergossen. So ist es seit der Premierenverleihung vor 15 Jahren der Brauch.

Hans Dieter Hartwich ist denn auch der 15. seiner Art, also der 15. Ordensträger und zugleich nach Bernd Hartmann der zweite Mammolshainer. Und wie Hartmann ist Hartwich zugleich der Beweis dafür, dass man als Zugezogener in der Kurstadt nicht nur wohnen, sondern auch leben kann.

Die überzeugenden Fakten dazu lieferte – einer weiteren WBWBBO-Tradition folgend – der Ordensträger des Vorjahres, Roman Kerber.

In Frankfurt geboren und mit der Musik der Stones aufgewachsen, so Kerber, sei es wie so oft die Liebe gewesen, die Hartwich letztlich in den Taunus gezogen habe. Ehefrau Monika dürfte es als echtes „Mammolshaaner Mädsche“ auch gewesen sein, die den Gatten in die doch noch sehr dörfliche Stadtteilgesellschaft eingeführt und bekannt gemacht hat. Im Vereinsleben wurde man auf den Familienvater und begeisterten Opa erstmals so richtig aufmerksam, als er den Vorsitz des heimischen Fußballclubs übernahm.

Danach kam ein Ehrenamt zum anderen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr Chef der Kicker vom Hasensprung, schob der Unternehmensberater maßgeblich die Umwandlung des Sportplatzes in eine sehenswerte Anlage samt Kunstrasen an und steuerte dafür mit seinen Mitstreitern stolze 70000 Euro an Spenden und Eigenleistungen bei. Ein Projekt, das Hartwich zunächst nur in Kontakt und später dann mitten hinein in die Kommunalpolitik führte. Mittlerweile ist Hartwich bereits in seiner zweiten Amtszeit als Mammolshainer Ortsvorsteher und seit April 2016 zudem Mitglied der CDU-Fraktion im Stadtparlament.

Büttenrede ganz wörtlich

Und jetzt will er sogar noch höher hinaus. Nicht karrieretechnisch. Man nimmt es dem Wahl-Mammolshainer ab, wenn er in seiner kurzen „Büttenrede“ schmunzelnd darauf verweist, dass er zum Spitzenplatz im Ortsbeirat doch ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde gekommen sei. Wenn er allerdings etwas macht, auch das glaubt man herauszuhören, dann macht Hartwich es richtig. Und deshalb hat er gemeinsam mit anderen Mit-Mammolshainern jetzt auch ein Großprojekt angestoßen. Der gute alte, aber vor allem auch marode Hardtbergturm soll durch eine neue, höhere und stabilere Aussichtsplattform ersetzt werden. Ein echter Höhepunkt soll es werden – für die Gesamtstadt. Und weil das so ist, warb der neue WBWBBO-Träger bei den versammelten Fastnachtern zum Abschluss auch gleich um Unterstützung für den Turmbau zu Mammolshain. Auch Hans-Dieter Hartwich denkt eben im besten närrischen Sinne global.

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