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Nach langer Diskussion: Wege im Woogtal: Sanierung wird angegangen

Nach langen Diskussionen beginnt demnächst die Sanierung der Wege im Woogtal. Bevor es in die heiße Phase des Umbaus geht, konnten sich interessierte Bürger jetzt bei einem Spaziergang durch das Tal von Gerd Böhmig, Fachbereichsleiter „Bau“ im Rathaus, über die Maßnahmen informieren lassen.
Bei herbstlichem Schmuddelwetter machten sich die Teilnehmer der Begehung ein Bild vom schlechten Zustand der Wege im Woogtal und davon, wie sie saniert werden sollen. Bei herbstlichem Schmuddelwetter machten sich die Teilnehmer der Begehung ein Bild vom schlechten Zustand der Wege im Woogtal und davon, wie sie saniert werden sollen.
Königstein. 

Seit längerem schon sind die Wege im Woogtal „nicht mehr im Lot“. Vieles ist der topografischen Lage geschuldet, dazu kommen die Wettereinflüsse, die Beanspruchungen durch Füße und Reifen sowie gut gemeinte, aber unzureichende Verbesserungsmaßnahmen. Ein großer Teil des Wegenetzes bedarf deshalb eines grundlegend neuen Aufbaus des Fundamentes.

Das betrifft zum einen den Weg vom St. Josef-Krankenhaus bis zum ehemaligen oberen Weiher. Ein zweiter Bauabschnitt schließt den gesamten Weg auf der Nordseite vom Pulverbrunnen bis zum Weiher ein. Die Kiesdecke ist mittlerweile ausgeschwemmt, der Schotter und der Unterbau aus der Schlacke der Müllverbrennung und die bekannten Glasteile, freigelegt.

Der Weg unterhalb der Staumauer, dessen Steinstufen eher als gefährliches Hindernis denn als Treppe gesehen werden, wird im Rahmen der Maßnahme zurückgebaut und soll durch die Entfernung der Stufen einen pfadartigen Charakter erhalten.

Ebenso sollen die talseitigen Kantensteine an den Wegen entfernt und das Profil der Hangneigung angepasst werden, so dass das Wasser bei Starkregen ungehindert abfließen kann. Ausschwemmungen, wie sie im bisherigen Ausmaß zu verkraften waren, sollen künftig vermieden werden.

Die derzeit vorhandenen und durch die Erosion der Oberflächen freigelegten Entwässerungsrinnen bringen zudem mehr Spaziergänger ins Stolpern, als dass sie Wasser ableiten. Sie sollen später ebenfalls saniert werden.

Die im Unterbau vorhandene Schlacke aus einer Müllverbrennungsanlage wird ausgebaut oder so tief im Unterbau versenkt, dass sie nicht mehr an die Oberfläche gelangen kann. Ein Mineralgemisch aus unterschiedlichen Korngrößen soll als Belag dienen. „Wir haben uns aus ökologischen Gründen für diese Variante entschieden. Im Vergleich dazu wurden auch Materialien wie Asphaltdecken und mögliche Kunststoffoberflächen diskutiert, aber wegen ihres naturfernen Charakters wieder verworfen“, erklärt Gerd Böhmig.

Dialog-Gruppe zufrieden

Seit langem schon wurde der Zustand der Wege beklagt. Ihre Sicherung gehörte denn auch zu den am meisten genannten Forderungen in der Befragung der Öffentlichkeit durch die Träger des Woogtal-Dialogs. Während über lange Jahre immer wieder Mittel für einen Woogtalpflegeplan in den Haushalt eingebracht worden waren, deren Zustimmung jedoch an unterschiedlichen Vorstellungen und Zielen scheitere, gehen die Verantwortlichen nun einen anderen Weg. „Wir haben gemeinsam entschieden. Es wurde nichts abgestimmt. Uns war es wichtig, dass alle Beteiligten mit den gefundenen Lösungen leben können“, betont Bärbel von Römer-Seel (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied der Dialog-Gruppe.

Einig sind sich auch alle Beteiligten, das Woogtal in seinem naturnahen Charakter zu belassen. „Es handelt sich ja um ein Tal und nicht um einen Park“, so Manfred Colloseus. Das entspricht zumindest auch den Wünschen der Königsteiner Bürger, die an der Befragung teilgenommen haben.

Durch den auf einen Konsens hin orientierten Ansatz der wichtigsten Interessensgruppen soll es nun gelingen, einzelne Projekte nach Prioritäten zu definieren und die erforderlichen Maßnahmen zu erarbeiten. „Während jahrelang Reparaturen nur in begrenztem Umfang und ohne zweckgebundene Haushaltsmittel vorgenommen wurden, werden nun erstmals budgetiert konkrete Verbesserungen professionell geplant und umgesetzt“, so von Römer-Seel. juba

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