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Kurmainzer Straße: Weißkirchen: Wer fährt wann auf welchen Straßen?

Von Verkehrsprobleme sind im Oberurseler Stadtteil Weißkirchen ein Dauerthema. Ob Schleichverkehr, Raser oder Fahrradschutzstreifen – irgendetwas bietet immer Diskussionsstoff im Ortsbeirat. Gewiss auch das Verkehrsgutachten, das zurzeit erstellt wird.
Die Urselbachstraße wird oft von Autofahrern als Schleichweg genutzt – zum Verdruss der Anwohner. Die Urselbachstraße wird oft von Autofahrern als Schleichweg genutzt – zum Verdruss der Anwohner.
Weißkirchen. 

Wer schon mal morgens, so zwischen 8 und 9 Uhr, in der Urselbachstraße unterwegs war, der weiß: Als Fußgänger oder Radfahrer sollte er besonders achtsam sein, als Autofahrer natürlich Rücksicht nehmen, aber auch Geduld sowie die Fähigkeit zum Rangieren und Ausweichen mitbringen. Denn am Morgen – wie übrigens auch in anderen Stoßzeiten – wird es in der Urselbachstraße mitunter ziemlich eng.

Längst nicht alle, die da fahren, sind Anlieger. Die Urselbachstraße, wie auch andere Straßen im Ortskern, wird gern von Autofahrern genutzt, die einen Schleichweg suchen, weil sie Frankfurter Landstraße und Kurmainzer Straße, die Hauptstraßen, umfahren wollen. Das wiederum missfällt den Anliegern der kleineren Straßen. Ein Dauerthema für sie und die Kommunalpolitik – wie die Verkehrssituation im Stadtteil allgemein.

Ströme nicht verlagern

Die Stadt macht jetzt einen neuen Anlauf, Lösungen zu finden, denn auch im Rathaus weiß man, dass das sogenannte untergeordnete Straßennetz für den Durchgangsverkehr gar nicht ausgelegt ist. Nachdem in Weißkirchen bereits immer wieder mit dem sogenannten Traffic Counter, einem Kasten zur Verkehrszählung, Daten erhoben werden, hat die Verwaltung nun bei einem Darmstädter Planungsbüro ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, das die Hinweise der betroffenen Anwohner prüfen und „gegebenenfalls Lösungsoptionen“ erarbeiten soll, wie es die Stadt formuliert.

Laut Erstem Stadtrat und Verkehrsdezernent Christof Fink (Grüne) handelt es sich um eine „Grundlagenerhebung“, um die Situation „greifen“ zu können. Schwerpunkt der Untersuchungen bildet zwar das Straßennetz südlich der Kurmainzer Straße, aber: „Das Gutachten soll mit Blick auf das gesamte Verkehrsnetz des Stadtteils erfolgen, da wir keine Verlagerung der Verkehrsströme zwischen einzelnen Straßen wollen“, erläutert Fink.

Das wäre wohl auch im Sinne von Ortsvorsteher Nikolaus Jung (CDU), der immer wieder auf die Verkehrsbelastung Weißkirchens aufmerksam macht. Für den Bereich südlich der Kurmainzer Straße nennt er außer der Urselbachstraße beispielhaft die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße und die Straße An der Bleiche. Ginge es nach ihm, würde sich das Gutachten auch auf den Bereich nördlich der Kurmainzer beziehen, zum Beispiel auf die Oberurseler Straße.

„Der Verkehr wird nicht weniger“, sagt Jung, der eine Zunahme auch durch das geplante Gewerbegebiet „Im Gründchen“ im benachbarten Steinbach befürchtet. Deshalb fordert er eine umfassende Untersuchung und erhofft sich letztlich eine zufriedenstellende Antwort auf die Frage, wie die Verkehrsströme gelenkt werden können. Wobei er stets für eine Lösung kämpft, die seit Jahrzehnten diskutiert wird: die Südumgehung. „Einmal Straßendorf, immer Straßendorf“, sagt Jung über Weißkirchen – „oder wir kriegen eine vernünftige Umfahrung.“

Fußgänger und Radfahrer

Was die Planer schließlich vorschlagen werden – dazu will Verkehrsdezernent Fink noch keine Prognose abgeben. Ihm ist aber wichtig, dass die Lösungsvorschläge „insbesondere auch die Interessen von Fußgängern und Radfahrern berücksichtigen“.

Es sollten Anreize geschaffen werden, Wege auch zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen. „Nur so können wir für Verkehrsabläufe sorgen, die allen Verkehrsteilnehmern gerecht werden“, meint Fink. Das gelte besonders für Kinder, die sicher zur Schule gelangen müssten.

Zum Thema Radverkehr hatte es bereits im Sommer eine intensive Diskussion im Ortsbeirat gegeben, als Schutzstreifen für Radfahrer auf der Kurmainzer Straße aufgebracht worden waren. Anwohner hatten daran Kritik geübt, hauptsächlich wegen weggefallener Parkplätze. Ortsvorsteher Jung hatte damals dafür plädiert, über die Streifen noch mal nachzudenken.

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