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Straßenführung: Wider den Kollaps am Sodener Stock

Von Niemand will den Verkehrskollaps am Sodener Stock riskieren. Deshalb sollen alle denkbaren Ideen, ihn nachhaltig abzuwenden, geprüft werden. Das Stadtparlament gab dafür grünes Licht.
Der Sodener Stock ist schon heute ein neuralgischer Knotenpunkt am Ausgang der Burgstadt, an dem es sich schnell staut. Künftig könnten noch mehr Verkehrsbringer dazukommen. Der Sodener Stock ist schon heute ein neuralgischer Knotenpunkt am Ausgang der Burgstadt, an dem es sich schnell staut. Künftig könnten noch mehr Verkehrsbringer dazukommen.
Kronberg. 

Weitere Gewerbeansiedlung, das geplante Heranrücken der Wohnbebauung an die „Pappelallee“, kürzere Takte bei der S4, damit verbundene häufiger geschlossene Schranken und die Verlagerung der P&R-Stellplätze zum Schanzenfeld – in Kronbergs Süden wird es eng. All das wird nach Meinung aller in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen zu einem Anwachsen des Verkehrs am Sodener Stock führen, wenn nicht sogar zum Kollaps.

Im Parlament fand deshalb jetzt ein Antrag von CDU, SPD und UBG eine breite Mehrheit, „die bereits vor Jahren durchgeführte Voruntersuchung zur Verkehrsführung im Bereich Sodener Stock/Am Schanzenfeld wieder aufzugreifen und neu zu bewerten“. Ergänzt wurde der bereits in der Vorwoche im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt beratene Antrag durch zwei Änderungen der UBG und der KfB. UBG-Sprecher Erich Geisel wollte eine von der Einmündung Auernberg ausgehende Entlastungsstraße entlang der Bahn mit in die Überlegungen einbezogen wissen, um die Verkehre im Süden der Stadt zu entflechten. Die KfB zog es noch weiter gen Süden – sie forderte, den Prüfradius auf das „Nadelöhr“ im Bereich Samsung/Abzweig Niederhöchstadt zu erweitern.

Max Kahl (CDU) sagte, die Überprüfung müsse darauf angelegt sein, den Kollaps des Verkehrs am Sodener Stock abzuwenden. Es lägen Pläne in den Schubladen, die es nun neu zu bewerten gelte.

Keine Wunder erwarten

Kahl traf damit zwar auch auf Zustimmung bei der SPD, handelte sich aber dennoch einen Rüffel von deren Sprecher Wolfgang Haas ein. Kahl, so Haas, neige dazu, Koalitionsanträge so zu verkaufen, als kämen sie von der CDU alleine. Zur Sache sagte Haas, der Sodener Stock sei integraler Bestandteil der Stadtentwicklung, der einer zukunftsgewandten Betrachtung bedürfe. Haas warnte aber davor, von der Überprüfung „Wunder zu erwarten“.

Zur Lösung des Problems gehöre auch ein zeitgemäßer Mobilitätsmix, zu dem jeder seinen Beitrag leisten müsse. Auch Christoph König von der SPD dämpfte die Erwartungen an den „großen Wurf“. Lösungen wie die Unterführung des Sodener Stocks seien „Jahrhundertprojekte“. Es müsse Verkehrsvermeidung betrieben und mit Phantasie über alle Formen der Mobilität ergebnisoffen nachgedacht werden.

Alexa Börner (KfB) erklärte, das Ergebnis der Prüfung dürfe keinesfalls sein, dass der Verkehr weiter zunehme. Nur den Sodener Stock bis zum Bahnübergang zu betrachten, sei zu kurz gesprungen. Das Problem fange bereits im Bereich der Limesspange an.

UBG für Entlastungsstraße

Erich Geisel (UBG) warb für seine Idee mit der neuen Entlastungsstraße. Das Projekt habe den Charme, dass es beim Bau keine Einschränkungen des Verkehrs gebe, der Bürgermeister müsse nur mit der Schwere kommen, das Bändchen durchschneiden. Udo Keil (Grüne) nannte die Idee Geisels „abenteuerlich“. Auch gegen den Prüfantrag selbst wandte er sich. Aus Plänen aus den 90er Jahres des letzten Jahrhunderts lasse sich keine nachhaltige, am Klimaschutzplan orientierte Verkehrsplanung ableiten, sagte Keil, der mit den Worten „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“ an die Verantwortung der Fraktionen appellierte, neue Antworten auf alte Probleme zu finden.

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