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Vorsitzenden reißt Geduldsfaden: Wo ist Bergmeier? Zumindest nicht im Ortsbeirat!

Er ist ein Politiker mit Ecken und Kanten. Da verwundert es nicht, dass man Matthias Bergmeier vermisst, wenn er plötzlich nicht mehr auftaucht. Und in letzter Zeit war er tatsächlich eher selten dort, wo er sein sollte – im Ortsbeirat.
Matthias Bergmeier (SPD) Matthias Bergmeier (SPD)
Bad Homburg. 

Er ist ein Politiker mit Ecken und Kanten. Da verwundert es nicht, dass man Matthias Bergmeier vermisst, wenn er plötzlich nicht mehr auftaucht. Und in letzter Zeit war er tatsächlich eher selten dort, wo er sein sollte – im Ortsbeirat. Der SPD-Politiker ist nämlich unter anderem auch Mitglied im Ortsbeirat Berliner Siedlung/Gartenfeld – doch dort taucht er nur selten auf. Zwei Sitzungen in zweieinhalb Jahren soll Bergmeier besucht haben, so wird kolportiert. Zwei von 18 möglichen. Und im Hauptausschuss, wohin er vom Ortsbeirat entsandt wurde, soll er noch gar nicht gesehen worden sein. Das ist um so überraschender, da Bergmeier seinen Mandatspflichten im Kreistag sehr gewissenhaft nachkommen soll.

Jetzt ist der Vorsitzenden des Ortsbeirats, Donata Seippel (CDU), ob der Abwesenheit Bergmeiers ganz offensichtlich der Geduldsfaden gerissen: Sie hat das Stadtverordnetenbüro über das häufige Fernbleiben ihres SPD-Kollegen informiert und darum gebeten, eine „adäquate Lösung“ für das Problem zu finden. Im Protokoll der letzten Sitzung ist unter dem Punkt „Verschiedenes“ vermerkt: „Frau Seippel informiert den Ortsbeirat darüber, dass Herr Bergmeier auf keinerlei Anfragen reagiert und dass nun Herr Rupprecht (vom Stadtverordnetenbüro) offiziell über die dauerhafte Abwesenheit von Herrn Bergmeier informiert wird, um hierfür eine adäquate Lösung zu finden.“

Gegenüber der TZ wollte Seippel die Causa Bergmeier nicht weiter kommentieren und verwies darauf, dass dies Sache der SPD sei. Deren Vorsitzende Elke Barth weiß um Bergmeiers Fehlzeiten und kündigt ein Gespräch mit dem Parteikollegen an. „Das hat keine inhaltlichen Gründe, sondern ist ein zeitliches Problem. Wir müssen und werden das parteiintern besprechen“, sagt Barth, die die Problematik als „etwas unglücklich“ bezeichnet. Bergmeier selbst, der im hessischen Wirtschaftsministerium in Wiesbaden arbeitet, bestätigt, ein zeitliches Problem zu haben. „Es ist tatsächlich manchmal schwierig, Beruf und Mandat unter einen Hut zu bekommen“, sagt er. Hinzu komme, dass der Kreistag und der Haupt- und Finanzausschuss an Montagabenden tage – parallel zum Ortsbeirat.

Bliebe noch die Möglichkeit, das Mandat zurückzugeben – allerdings soll es in diesem Fall sozialdemokratische Personalprobleme geben.

(col)

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