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FNP-Kocholympiade im Hotel Steigenberger: Zander schlägt Forelle

Von Aller guten Dinge sind zwei: Fabio Ramos hatte seinen „gepumpernickelten Zander“ erst ein Mal gekocht – was ihn aber nicht davon abhielt, beim zweiten Versuch am Samstag im Bad Homburger Steigenberger Hotel bei der Kocholympiade zu obsiegen . . .
Gewinner Fabio Ramos Bilder > Foto: Jochen Reichwein Gewinner Fabio Ramos
Bad Homburg. 

„Gepumpernickelter Zander, Frühlingssalat, karamellisierte Cranberries und arabisches Dressing“ – darauf muss man erst einmal kommen. Fabio Ramos, Hobbykoch aus Dreieich, kam darauf. Als Anwalt hat der 44-Jährige beruflich viel mit Gerichten zu tun, aber auch daheim am eigenen Herd. Ramos hat sich am Samstag bei der von der Steigenberger Gruppe und der Frankfurter Neuen Presse mit ihren Regionalausgaben Taunus Zeitung und Höchster Kreisblatt organisierten „Kocholympiade 2015“ als Sieger im Halbfinale gegen seine Kontrahenten durchsetzen können.

Zeitgleich waren in den Steigenberger-Hotels Frankfurter Hof und Airport Hotel jeweils drei weitere Hobbyköche gegeneinander angetreten. Auch da gab es natürlich Gewinner, auf die Fabio Ramos am kommenden Samstag im Airport Hotel im Finale treffen – und dabei den Taunus vertreten – wird, natürlich ausgestattet mit Profitipps von Frank Haipeter, dem Küchenchef des Steigenberger Hotel Bad Homburg.

Das eine oder andere Mal werden Haipeter und Ramos die Woche über sicher noch miteinander telefonieren, denn sowohl Haipeter als auch Ilgo Hagen Höhn, Direktor des Steigenberger Bad Homburg, hoffen natürlich, dass „ihr“ Sieger auch im Finale seinen Kontrahenten zeigen kann, was ein Kochlöffel ist. An gedrückten Daumen, darunter auch die der „2. und 3. Sieger“ vom Samstag, wird es ganz sicher nicht fehlen.

IT-Projektmanager Christian Laplace (40) aus Bad Homburg kochte sich mit „Bad Homburger Taunusforelle, Zitronenrisotto an bunten Frühlingsgemüsen“ auf Platz 2, der 41-jährige Alexander Markert, Headhunter aus Riedberg, kam mit seinem „Ungarischen Edelgulasch vom Rehrücken“ auf Platz 3. Verlierer waren die beiden deshalb trotzdem nicht. „Wir haben hier zwar auch einen Wettbewerb, in erster Linie soll es aber Spaß machen“, hatte Haipeter zu Beginn der fairen Auseinandersetzung am Herd gesagt. Hagen Höhn nannte das, was der aus ihm, Haipeter und dem TZ-Gastroexperten Alexander Schneider bestehenden Jury zwei Stunden später zur Verkostung aufgetischt wurde, „ganz großes Kino“.

Aufgabe der Jury war es nicht nur, den Geschmack der Gerichte zu bewerten, es ging auch um die Optik, die Zusammenstellung, die Kreativität und die Sauberkeit am Arbeitsplatz. Ramos’ auf einem Bett aus Frühlingssalaten gelagerter Zander unter der knusprigen Haube aus zerbröseltem, mit Mango, Banane und Butter verkneteten Pumpernickel, war nach übereinstimmendem Votum spitze: auf den Punkt glasig gegart und perfekt mit dem exotischen Dressing harmonierend. Dabei hatte Ramos das Gericht erst ein Mal gekocht, weit häufiger als Christian Laplace das seine. Der hatte erst am Freitagabend erfahren, dass eine Bekannte, die eigentlich angemeldet war, plötzlich verhindert war. Sie hatte ihn gebeten, für sie einzuspringen, „du bekommst auch das Rezept. . .“ Na toll!

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Fabio Ramos (44), Gewinner des Vorentscheids der Kocholympiade im Hotel Steigenberger Bad Homburg, hat schon als Kind gerne gekocht.

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Aber Chapeau, Laplace kochte so perfekt drauflos, als koche er sein Leib- und Magengericht, das er aus dem Effeff kennt. Die Taunus-Lachsforelle super gegart, das Gemüse knackig und ein Zitronenrisotto, das allen Profis in der Küche höchste Anerkennung abnötigte. „Besser kann man das nicht machen“, lobte Haipeter. Aber auch das Edelgulasch von Alexander Markert überzeugte die Jury wegen der originellen Präsentation in kleinen Henkeltöpfchen. Leider waren die eingesetzten Gewürze etwas zu präsent, was den feinen Rehgeschmack in den Hintergrund treten ließ.

Frank Haipeter schaute seinen drei neuen Kollegen ständig interessiert über die Schulter, stets bereit, den einen oder anderen Tipp zu geben – aber vielleicht auch, um sich ein paar Inspirationen zu holen. Auch las er den Kandidaten jeden Wunsch nach Gerätschaften von den Lippen ab. Bedarf hatte zum Beispiel Linkshänder Christian Laplace beim Karottenschälen. „Moment, das haben wir gleich“, sagte der Maitre und reichte ihm den Schäler für Linkshänder an. Auch eine Schleuder für die Frühlingssalate von Fabio Ramos fand sich rasch. Derweil bekam Alexander Markert fachliche Unterstützung beim schonenden Entfernen der Silberhaut vom Rehrücken.

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