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Stoltze-Komödie: Zur Posse gibt’s Grie Soß

Von Wer sich mit einem „Hipp enaa“ auf die Stoltze Komödie „Verspekuliert“ im Alt-Orschel eingelassen hatte, schlug mehrere Fliegen mit einer Klappe. Die Zuschauer bekamen nämlich viel Schbass und dazu Ebbelwoi, Grie Soß sowie Handkäs’ mit Musik serviert.
Die Zuschauer im Alt Orschel hatten großen Schbass mit der Stoltze-Komödie. Foto: Jochen Reichwein Die Zuschauer im Alt Orschel hatten großen Schbass mit der Stoltze-Komödie.
Oberursel. 

Keineswegs verspekuliert hatten sich die Besucher der gleichnamigen Stoltze-Komödie im Alt Orschel. Das vom Volkstheater Hessen dort an drei Tagen aufgeführte Frankfurter Mundart-Stück um Liebe, Lügen, Habgier und Gerechtigkeit nämlich brachte die Frankfurter Lebensart um 1900 sowie den hessischen Wortwitz auf den Punkt. Für Liebhaber solcher Volkstheaterpossen ein Genuss. Klar, dass dafür auch Bewohner der Main-Metropole ins gemütliche Oberursel kamen, um sich eng an eng mit anderen Hessen, aber auch mit „Aageplackte“ (Zugereisten) in den urigen Hof der Familie Steden zu setzen.

Ein Paar aus Bockenheim etwa zeigte sich „begeistert von der besonderen Atmosphäre“. Selbstgekelterter Ebbelwoi, Grie Soß oder Handkäs’ mit Musik trugen natürlich zum Wohlbefinden bei. Als jedem Hessen bekannte Ausdrücke und Redewendungen wie „Hipp ennaa“ (Hüpf hinein), „Suppedunker“ (Suppentunker), „zwaabaanische Klingelbeutel“ (Klingelbeutel auf zwei Beinen), „Kerschelkaste“ (Schublade mit Krimskrams drin) oder „gibt’s Krebbele“ (Gibt’s kleine, runde, süße Siedegebäckstücke aus Hefeteig) auf der Bühne fielen, ging so manchem Gast im Publikum das Herz erst recht auf: „Ach, is des schee!“

Doch zunächst musste auch gebangt werden. Um die Liebe vom patenten Lenchen (Iris Reinhardt Hassenzahl) zu „ihrm hübsche Schorsch (Tim Grothe)“, ums Sparbuch des fleißigen, jungen Mannes, das vom habgierigen Neureichen Rentier Balser Knoblauch (Andreas Walther-Schroth), dem Vater Lenchens, entwendet wurde.

 

Flinke Zunge

 

Gar nicht bange ließ sich von all dem Schorschs Mutter, Frau Schnatter (Silvia Tietz), machen. Das gute Frankfurter Herz auf der flinken Frankfurter Zunge, führt sie gemeinsam mit ihrem Sohn einen Marktstand und nach einigen Verwirrspielen natürlich am Ende auch ihrn Schorsch mit seim Lenche vor den Traualtar. Wenn auch das dem durch seine Erbschaft etwas „uffgesetzte“ Knoblauch erst „gar net so in de Kram“ passt: „Wenn die Frau Schnatter sich uff die Zung’ beißt, sterbt se an Vergiftung.“

Was diese natürlich gekonnt mit „Je höher de Arsch klettert, desto mehr sieht mer de Arsch“ kontert. Zum Schluss singen und tanzen die vier jedoch in trauter Eintracht: „Es will uns net in de Kopp enei, wie kann nor en Mensch net von Frankfort sei.“ Wer’s selbst mal live erleben will: Ei, hipp enaa: Am 23. Oktober wird um 20 Uhr in der Taunushalle Oberstedten vom Volkstheater Hessen die Stoltze-Komödie „Meister Heister“ präsentiert. Weitere Infos auf www.meinestadt.de oder www.volkstheater.eu.

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