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Pläne für Kreisel vorgestellt: Hier geht’s in Kelsterbach bald rund

Von Im Ausschuss für Bauen, Planung und Umweltschutz herrschte große Einmütigkeit. Das galt für alle Tagesordnungspunkte, angefangen bei der Kreiselplanung für die Kreuzung Südliche Ringstraße/Mörfelder Straße bis hin zu einem neuen Konzessionsvertrag für die Gasversorgung.
Die Kreuzung Südliche Ringstraße/Mörfelder Straße ist bald Vergangenheit. Hier soll ein Kreisel entstehen. Die Kreuzung Südliche Ringstraße/Mörfelder Straße ist bald Vergangenheit. Hier soll ein Kreisel entstehen.
Kelsterbach. 

Auf der Kreuzung Südliche Ringstraße/Mörfelder Straße soll es demnächst rund gehen. Dort nämlich soll ein weiterer Kreisverkehr entstehen (wir berichteten). Nachdem dieses Projekt bereits im Ausschuss für Bauen, Planung und Umweltschutz vorgestellt worden war, stand es nun erneut auf der Tagesordnung des Gremiums.

Dabei ging es um Änderungen an der Planung, so Bürgermeister Manfred Ockel (SPD), also um den letzten Stand, bevor die Ausschreibung und die Vergabe der Aufträge erfolgt. Wegen der Arbeiten an der Unterführung Stadtmitte sei dieses Projekt bereits verschoben worden.

Diplomingenieurin Veronika Schambach des Planungsbüros Kolb & Küllmer übernahm es daraufhin, die Planungsänderungen, in die auch die Vorschläge des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) eingeflossen seien, zu erläutern. Dabei gehe es in erster Linie um die Anschlüsse für den Radverkehr und die Optimierung der Bordsteinabsenkungen, wobei auch die Regelungen für langsame und schnelle Radler berücksichtigt worden seien. So solle es schnelleren Radfahrern erlaubt sein, die Fahrbahn zu nutzen, während langsamere sich auf einem Radweg fortbewegen können. Auch werden die Fahrbahnteiler breit genug für Fahrräder sein.

Bis neun Monate Bauzeit

Der Umbau der Kreuzung in einen Kreisverkehr solle unter Verkehr und in drei Bauabschnitten erfolgen, wobei für die eigentliche Kreiselgestaltung eine Bauzeit von rund sechs Monaten vorgesehen sei. Insgesamt könne mit einer Bauzeit von acht bis neun Monaten gerechnet werden. Bürgermeister Ockel fügte hinzu, dass aufgrund des Umbaus neue Grünflächen entstehen werden, weil etwa ein Drittel der bisherigen Fläche der Kreuzung entsiegelt werde. Für die Gestaltung dieser Flächen hoffe er auf Fördergeld des Landes Hessen. Der Ausschuss stimmte dieser Vorlage einstimmig zu.

Gast im Ausschuss war diesmal Mario Schuller, Vorsitzender des ADFC Kreis Groß-Gerau. Er bedankte sich dafür, dass der ADFC in diese Kreiselplanung mit einbezogen wurde und dessen Vorschläge auch Berücksichtigung fanden.

Weiteres Thema im Ausschuss war die Straßenbeitragssatzung, von der sich die Stadt verabschieden will (wir berichteten). Der Bürgermeister erläuterte, dass die Landesregierung Kommunen ohne defizitären Haushalt, die nicht unter dem Schutzschirm des Landes stehen, die Möglichkeit eröffnet hat, diese Beitragssatzung abzuschaffen. Davon wolle die Stadt Kelsterbach Gebrauch machen, weil sie höchst ungerecht sei.

Als Beispiel verwies Ockel auf die Feldbergstraße, die seit 30 Jahren stark von dem abfließenden Verkehr vom Schwimmbad und vom Sportpark frequentiert sei. Hinzu komme noch der Busverkehr, der die Straße zweimal stündlich nutzt, während der Anteil des Anwohnerverkehrs nur gering sei. Nach der alten Straßenbeitragssatzung müssten aber nur die Anwohner für die Sanierung der Straße bezahlen, während die eigentlichen Nutzer nicht zur Kasse gebeten werden. Der Beschlussvorlage ist zu entnehmen, dass Straßenbeiträge in Höhe von etwa 115 000 Euro zuletzt im Haushaltsjahr 2016 für die Dr.-Hans-Jordan-Straße eingenommen wurden.

„Zahnloser Tiger“

Auch die Abschaffung der Straßenbeitragssatzung fand die Zustimmung aller Ausschussmitglieder, wobei Ockel allerdings noch darauf hinwies, dass die Erschließungssatzung für den Straßenbau in Neubaugebieten davon nicht betroffen sei.

Gleichfalls verabschiedet wurde eine Stellungnahme aller Fluglärmkommissionen zu einer Verbesserung des Fluglärmschutzgesetzes, das bislang eher ein „zahnloser Tiger“ sei, so Bürgermeister Ockel. Um dieser Stellungnahme, die am 12. September in Berlin behandelt werde, den nötigen Nachdruck zu verleihen, sei um die Abstimmung in den kommunalen Parlamenten gebeten worden.

Letzter Tagesordnungspunkt war das Vergabeverfahren für einen neuen Konzessionsvertrag für die Gasversorgung der Untermainstadt. Ausschussvorsitzender Jürgen Zeller (SPD) führte aus, dass der bisherige Vertrag mit der Mainova AG im September 2019 auslaufe. Ockel fügte hinzu, dass es nun darum gehe, verbindliche Kriterien für eine erneute Vergabe festzulegen. Diese Kriterien beinhalten unter anderem den Preis, die Sicherheit und den Umweltschutz. Auch dieser Punkt fand die Zustimmung des Gremiums.

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