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Tennenlaufbahn: Kunststoff soll Asche auf der Laufbahn ersetzen

Von Die Sanierung oder der Neubau einer Tennenlaufbahn im Sportpark wäre zwar kostengünstiger als eine Tartanbahn. Dafür ist letztere im Unterhalt billiger und kann auch bei schlechtem Wetter genutzt werden. Deshalb bevorzugt der Magistrat die Kunststoffvariante.
Die alte Tennenlaufbahn um den Sportplatz zwei soll nach dem Willen des Magistrats einer pflegeleichteren Tartanbahn weichen. Die alte Tennenlaufbahn um den Sportplatz zwei soll nach dem Willen des Magistrats einer pflegeleichteren Tartanbahn weichen.
Neu-Isenburg. 

Seit vielen Jahren wird im Parlament der Hugenottenstadt darüber diskutiert, wie sich die derzeitige Tennenlaufbahn (Aschenbahn) um das Sportfeld zwei im Isenburger Sportpark so sanieren lässt, dass sie dauerhaft in einem guten Zustand ist. Der Vorschlag seitens der Stadt, dort eine Tartanlaufbahn zu installieren, wurde bisher von den Parlamentariern verworfen. Nun könnte es aber doch so kommen. Der Magistrat hat sich darauf geeinigt, der Stadtverordnetenversammlung in ihrer nächsten Sitzung den Bau einer Allwetterlaufbahn, also Tartanbahn, vorzuschlagen.

„Wir diskutieren dieses Thema jetzt schon seit sieben Jahren, es muss endlich eine Lösung auf den Tisch, so oder so“, sagt Neu-Isenburgs Kultur- und Sportdezernent Theo Wershoven (CDU). Von Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) erhält er Zustimmung. „Es ist eine Investition in die Zukunft, die man nicht alleine an den Baukosten messen darf“, betont das Stadtoberhaupt. Er verweist darauf, dass die Kosten für eine Grundsanierung oder einen Neubau der Tennenlaufbahn, so wie sie bisher bestand, zwar niedriger seien, die jährlichen Unterhaltungskosten dafür aber teurer.

Förderung wahrnehmen

Dass gerade jetzt Einigkeit im Magistrat herrscht, scheint auch daran zu liegen, dass 2019 das Programm „Soziale Stadt“ für den Neu-Isenburger Westen ausläuft. „Jetzt haben wir noch die Chance, aus diesem Programm Zuschüsse zu erhalten“, betont Hunkel. Im laufenden Haushalt sind zwar 500 000 Euro für die Sanierung der Laufbahn eingestellt, doch eine Tartanbahn schlägt, nach Kostenberechnung der Planungsgruppe Schneider und Lindner, mit rund 650 000 Euro zu Buche. Der Magistrat möchte die fehlenden Summe zur Hälfte aus dem Programm „Soziale Stadt“ und weiteren Förderprogrammen finanzieren. „Wir wollen eine zusätzliche Belastung des Haushalts unbedingt vermeiden“, unterstreicht der Rathauschef.

Der Magistrat belegt die Notwendigkeit einer ganzjährig nutzbaren Anlage mit neuesten Zahlen. So weist die Statistik rund 14 600 Nutzungen, also Menschen, die sich auf der Anlage tummeln, aus. Allein 6160 seitens der Leichtathleten des Turnvereins (TV) Neu-Isenburg, 2800 von weiteren Vereinen sowie 2400 Nutzungen von Freizeitsportlern und rund 3500 seitens der Schulen. „Wenn die Anlage ganzjährig nutzbar ist, werden auch diese Zahlen steigen“, erklärt Heidrun Schäffer-Rettig, stellvertretende Fachbereichsleiterin Sport.

Letzte Hürde Parlament

Ursprünglich war sogar ein Kostenaufwand von mehr als 700 000 Euro einkalkuliert. Dank einer neuen Planungsvariante, die eine Verlegung der Speerwurfanlage von der Süd- auf die Nordseite vorsieht, konnten Kosten eingespart werden. In zahlreichen Schreiben zwischen den Nutzern, insbesondere des TV Neu-Isenburg, und dem Fachbereich konnten offenbar alle relevanten Fragen geklärt werden. Jetzt gilt es nur noch, die Hürde im Parlament zu nehmen. „Da wird es sicherlich noch Diskussionen geben, aber wir sind sicher, alle von unserem Vorschlag, der das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist, überzeugen zu können“, betont Theo Wershoven.

Das Stadtparlament wird am Mittwoch, 31. Mai, über diesen Punkt beraten. Die Sitzung im Plenarsaal des Rathauses, Hugenottenallee 53, startet um 19.30 Uhr.

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