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Preisgekrönt: Mehrgenerationenhaus Kelsterbach: Wo Groß und Klein sich treffen

Von Die SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Geis war zu Besuch im Mehrgenerationenhaus Kelsterbach. Die Politikerin war angetan von den Angeboten und Aktionen der Einrichtung.
Trubel am Spiele-Parcours des Mehrgenerationenhauses in Kelsterbach: Landtagsabgeordnete Kerstin Geis (vierte von links) machte sich ein Bild von den Angeboten und Aktionen der Einrichtung. Foto: Leo F. Postl Trubel am Spiele-Parcours des Mehrgenerationenhauses in Kelsterbach: Landtagsabgeordnete Kerstin Geis (vierte von links) machte sich ein Bild von den Angeboten und Aktionen der Einrichtung.
Kelsterbach. 

Auf dem Platz vor der Kirche St. Markus ist ein Spiele-Parcours aufgebaut, den die Kinder bereits in Besitz genommen haben. Die Tretroller und Doppelfahrräder des Caritas-Spielmobils aus Offenbach sind ebenso begehrt wie die kleinen Pyramiden, auf denen man stehen und sein Gleichgewicht halten kann. Etwas dahinter steht das mobile Café Bike und was bei der Hitze des Tages noch mehr Aufmerksamkeit erfährt: die neue Slush-Eismaschine. „Die haben wir uns vom Preisgeld des bundesweiten Wettbewerbs der Bundesregierung gegönnt“, erklärt Jessica Ranitzsch, die Leiterin des Caritastentrum Kelsterbach. Die Kelsterbacher Initiative des Mehrgenerationenhauses wurde für sein Café Bike, das Menschen zusammenbringt, mit einem Preis beim Wettbewerb des Bundesfamilienministeriums „Der Demografie Gestalter“ ausgezeichnet, der in Berlin verliehen wurde (wir berichteten).

Verantwortung für andere

Die SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Geis besuchte nun im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour das Caritaszentrum in Kelsterbach. Ihr besonderes Augenmerk galt dem Projekt „Mehrgenerationenhaus“, zumal ihre Sommertour in diesem Jahr unter dem Motto „Generationen und ihre Verantwortung füreinander“ steht. „Ihr Motto passt auch wunderbar zu unserer Intention, denn auch wir versuchen allen unseren Besuchern zu vermitteln, mehr Verantwortung auch für andere zu übernehmen“, erklärt Jessica Ranitzsch. Dazu gehören niedrigschwellige Angebote ohne jeglichen Anspruch ebenso wie Treffen zu bestimmten Themen oder auch Kurse und Workshops.

Heike Krines, Koordinatorin im Caritaszentrum, stellt auf einer Schautafel die einzelnen Angebote vor. Bild-Zoom Foto: Leo F. Postl
Heike Krines, Koordinatorin im Caritaszentrum, stellt auf einer Schautafel die einzelnen Angebote vor.

„Unser Angebot reicht von der allgemeinen Lebensberatung aller Altersgruppen und Geschlechter bis hin zu gezielten Hilfestellungen“, betont Heike Krines, die für die Koordination der verschiedenen Aktionen im Mehrgenerationenhaus verantwortlich ist. Zusammen mit Carola Oberbillig organisiert und steuert sie die verschiedenen Aktionen und geht auch gezielt auf die Wünsche aus dem Besucherkreis ein. „Auch wenn wir von etwas hören, bei dem wir uns mit einbringen können, versuchen wir, Kontakt aufzunehmen“, so Heike Krines.

Vorbehalte abbauen

Hier ist insbesondere Sarah Gouhar ein hilfreicher „Türöffner“. Die aus Marokko stammende Frau wird insbesondere von den Geflüchteten unvoreingenommener akzeptiert. „Mich kennt man mittlerweile, und ich weiß auch, wie man manche Vorbehalte abbauen und einen Basis des Vertrauens aufbauen kann“, erzählt die junge Mutter. Auch ihre eigenen Kinder sind dabei ein wichtiges Bindeglied. Unter ihrer ehrenamtlichen Leitung treffen sich auch Frauen im Caritaszentrum, legen schon mal die Kopftücher ab und beginnen zu tanzen.

Eine besonders schöne und auch erfolgreiche Aktion war das Angebot „Reisen ohne Koffer“ mit Tagesausflügen für Kinder und Familien, die sich solche Dinge nicht leisten können.

„Das hat allen große Freude gemacht, und man hat sich auch untereinander zusammengefunden“, beschreibt Carola Oberbillig die Touren mit zwei Kleinbussen in den Kletterwald bei Wiesbaden, den Opel-Zoo bei Kronberg, zum Schloss Freudenberg oder zum Langener Waldsee. „Das war für die Teilnehmer alles kostenlos?“, fragt Kerstin Geis überrascht und will diese Idee nun auch in anderen Kommunen vorbringen.

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