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Plagiate: Polizei stellt 21.000 gefälschte Handtaschen sicher

Die Polizei hat in einer Lagerhalle in Dreieich fast 21 000 gefälschte Designer-Handtaschen gefunden. Diese riesigen Mengen an Plagiaten mussten erst einmal abtransportiert werden.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archiv Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archiv
Dreieich. 

Die Beamten des Betrugskommissariats in Offenbach marschierten bereits am 15. März, ausgestattet mit einem Durchsuchungsbeschluss, in die Geschäftsräume einer Firma in der Otto-Hahn-Straße in Dreieich. Geschäftszweck des Unternehmens ist der Verkauf von Handtaschen für den Groß- und Einzelhandel, grundsätzlich werden dort Produkte des firmeneigenen Labels vertrieben. Allerdings gab es Hinweise, dass dort auch Fälschungen namhafter Marken veräußert wurden. Der Geschäftsführer war den Beamten zudem wegen Markenpiraterie bereits bekannt. Bei der Durchsuchung der Geschäftsräume Mitte März konnte eine Vielzahl gefälschter Designer-Handtaschen sichergestellt werden. Die zum bestehenden Tatvorwurf gefundenen Beweise passten in rund 30 Umzugskartons und waren schnell gepackt.

Bei der Sichtung der Geschäftsunterlagen fanden die Kriminalen aber auch einen Mietvertrag für eine Lagerhalle in Dreieich und bei einem Mitarbeiter die passenden Schlüssel. Was in dieser Lagerhalle zu sehen war, sorgte selbst bei den erfahrenen Beamten für überraschte Gesichter: Die Halle mit einer Größe von etwa 650 Quadratmetern und einer mittleren Raumhöhe von sieben Metern war voll mit Kartonagen, teilweise bis zur Decke gestapelt. Die etwa 6500 Kartons, zumeist doppelt so groß wie gewöhnliche Umzugskisten, waren mit Handtaschen vollgepackt. Die Sichtung beanspruchte mehrere Tage. Insgesamt 20 914 Handtaschen, verpackt in 502 Kartons, erwiesen sich als Plagiate. Es galt nun zu klären, wie diese Mengen transportiert – und vor allem – wo sie untergebracht werden können. Nach tagelangen Recherchen konnte über das Regierungspräsidium Darmstadt eine geeignete Lagerhalle angemietet und das Asservat mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei dort eingelagert werden. Der Transport und die Einlagerung waren Anfang Mai.

Wie in alten Zeiten bildeten die Beamten Menschenketten, um die Kartonagen aus der Lagerhalle zu wuchten und sie auf Europaletten zum Abtransport bereitzustellen. Mit drei Lastkraftwagen der Bereitschaftspolizei wurden die Asservate an zwei Tagen in sechs Einzelfahrten zum neuen Lagerort transportiert. Damit sind die „Knochenarbeiten“ in diesem Ermittlungsverfahren abgeschlossen – die Feinarbeit in diesem Betrugsverfahren dauert allerdings noch an. (fnp)

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