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Richtfest: Sozialwohnungen: Im Sommer ziehen die Mieter ein

Für 1,9 Millionen Euro entstehen insgesamt neun Sozialwohnungen in Mörfelden-Walldorf. Im Sommer 2018 können die ersten Mieter einziehen.
Am Schlichter 13 wurde Richtfest gefeiert. In dem Haus sollen neun Sozialwohnungen entstehen. Am Schlichter 13 wurde Richtfest gefeiert. In dem Haus sollen neun Sozialwohnungen entstehen.
Mörfelden-Walldorf. 

Kaum eine Region ist in Deutschland so dicht besiedelt wie das Rhein-Main-Gebiet. Der Wohnungsmarkt in der wirtschaftlich boomenden Region ist außerordentlich angespannt, bezahlbarer Wohnraum knapp. Im Durchschnitt hat die Stadt Mörfelden-Walldorf jährlich 275 Anträge von Bürgern vorliegen, die berechtigt sind, eine Sozialwohnung zu beziehen. Sie ist deshalb im Bereich des sozialen Wohnungsbaus aktiv, um die Warteliste abzubauen. Gleichzeitig fallen aber immer wieder Wohnungen aus der Sozialbindung heraus. Jetzt kann die Stadt mit dem Richtfest für den Bau von neun Sozialwohnungen, die an der neuen Wohnanlage in Mörfelden „Am Schlichter 13“ entstehen, einen kleinen Erfolg feiern. Die Gesamtwohnfläche soll rund 800 Quadratmeter betragen.

Zum Richtfest waren Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) und der Erste Stadtrat Burkhard Ziegler (Freie Wähler) gekommen. Die Anwesenheit der beiden hauptamtlichen Dezernenten, die auch vor fünf Monaten gemeinsam den Spatenstich für die neue Wohnanlage vorgenommen hatten, unterstreicht die Bedeutung des Themas für die Doppelstadt. „Ich freue mich sehr, dass der Zeitplan eingehalten wurde und wir heute planmäßig Richtfest feiern können“, sagte der Bürgermeister. Im Besonderen hob der Bürgermeister den zuständigen Projektbearbeiter im Stadtplanungs- und Bauamt, Heinrich Dirks-Orendi, und den verantwortlichen Architekten, Jürgen Volkwein, hervor.

Satteldach und Loggien

Für den Bau der neuen Wohnanlage gelten vor allem zwei Prinzipien: Kostengünstige Bauweise aufgrund der Sozialbindung der entstehenden Wohnungen und Einfügung in die Umgebung. Das Gebäude erhält deshalb ein Satteldach und Loggien, was zu den umliegenden Bauten passt. Auch in seinen Proportionen orientiert sich die neue Wohnanlage mit zwei Geschossen plus Dach an der umliegenden Bebauung. Der Baukörper hat eine L-Form und ist sehr kompakt und verfügt deshalb über keine nennenswerten Vor- oder Rücksprünge, um so Kosten zu sparen.

Auf eine Unterkellerung wurde verzichtet. Der erforderliche Technikraum befindet sich daher im Erdgeschoss. Die Wärmeversorgung erfolgt im Verbund mit der anschließenden Wohnanlage Heidelberger Straße 4 sowie der benachbarten Kita V über ein Blockheizkraftwerk. Dieses dient im Rahmen der Kraft-Wärme-Kopplung auch der Stromerzeugung, was Energieeffizienz garantiert. Die Wohn- und Gemeinschaftsräume sowie die Balkone und Terrassen sind nach Süden und Westen orientiert. Der große Baum im Zentrum des Grundstücks bleibt erhalten, ebenso die Bäume in der Straße „Am Schlichter“.

Große Wohnungen

Es werden große Wohnungen entstehen, die für Familien nutzbar sind. Die vier geplanten Vierzimmerwohnungen haben eine Größe von 86 bis 87 Quadratmetern, eine der vier Wohnungen wird barrierefrei sein. Weiterhin sind fünf Fünfzimmerwohnungen mit einer Fläche von 98 bis 99 Quadratmetern geplant, darunter sollen zwei barrierefrei sein. Für Fahrräder sind regengeschützte Abstellräume geplant.

Das Budget wurde bislang leicht unterschritten, insgesamt ist eine Höhe von 1,9 Millionen Euro an Gesamtkosten vorgesehen. Die Baumaßnahme wird wesentlich über ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe von 1,4 Millionen Euro durch das kommunale Investitionsprogramm des Landes Hessen unterstützt. Der Innenausbau soll bis April 2018 erledigt sein, in den Sommerferien 2018 sollen die Wohnungen bezogen werden können.

Im letzten Schritt ist für Herbst 2018 die Fertigstellung der Außenanlagen geplant. „Bei der Gestaltung der Außenanlagen werden wir die Bewohner der Wohnanlage Heidelbergerstraße 4 einbeziehen“, wiederholte Bürgermeister Becker seine beim Spatenstich im Juli gegebene Zusage.

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