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Projekt „Chance Gastro“ im Kreis Offenbach: Wie Flüchtlinge auf die Arbeit in der Gastronomie qualifiziert werden

Ein Projekt im Kreis Offenbach soll sowohl den Mangel an Küchenhelfern beseitigen so auch Flüchtlingen eine Chance bieten, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Wie das funktioniert, erklärte Sozialdezernent Carsten Müller.
Beim IHK-Berufsorientierungscamp konnten die jungen Flüchtlinge  den Köchen über die Schulter schauen. Archivfoto: Nicole Jost Beim IHK-Berufsorientierungscamp konnten die jungen Flüchtlinge den Köchen über die Schulter schauen. Archivfoto: Nicole Jost
Kreis Offenbach. 

Restaurants im Rhein-Main-Gebiet sind dringend auf Küchenhelfer angewiesen. Das Problem: Sie finden oft nicht genug Personal. Das Projekt „Chance Gastro“ des Kreises Offenbach möchte das ändern. Zusammen mit den Caterern Michael Bartels und Reinhard Graeff, die in Frankfurt viele Jahre den Cateringservice „Michas Essen und Trinken“ betrieben haben, der KIZ Sinnova Gesellschaft für Soziale Innovationen aus Offenbach und Toom Baumarkt, einem Unternehmen der Rewe Group, will der Kreis Arbeitslosen einen niederschwelligen Einstieg in die Gastronomie ermöglichen und sie dafür unter realen Bedingungen qualifizieren.

Zielgruppe sind Langzeitarbeitslose, die sich für eine Arbeit als Küchen- oder Gastronomiehelfer interessieren und dafür geeignet erscheinen. Ein besonderer Fokus liegt auf Menschen mit Fluchthintergrund, insbesondere auch Frauen, für die es noch zu wenig Integrationschancen gibt.

Sozialdezernent Carsten Müller (SPD) ist sich sicher: „Es gibt jede Menge hochmotivierte Flüchtlingsfrauen, die nur auf eine Chance warten, loszulegen.“ An dem Projekt nehmen zunächst 32 Männer und Frauen in zwei Gruppen teil.

Das Besondere an dem Projekt: Vom ersten Tag an stehen der reale Arbeitsalltag und seine Herausforderungen im Mittelpunkt. Müller: „Nach einer dreitägigen Probephase beginnt das Praxistraining in einer Lehrküche der Toom Baumarkt-Logistik in Dietzenbach, das einen Monat dauert. Dort erlebt man, wie es in einer Kantine zugeht, denn die Küche kooperiert eng mit der Kantine des Zentrallagers der Toom-Baumärkte in Dietzenbach, in dem fast 400 Mitarbeiter tätig sind.“

Im zweiten Monat ist ein Praktikum in einem externen Gastro-Betrieb vorgesehen, der Personal benötigt. Ganz wichtig dabei: Die Teilnehmer haben während dieser Phase des Projektes Kontakt zu Gästen, damit sie mögliche Schwellenängste abbauen können. „Aber natürlich geht es in den Praktika auch darum, dass sich Betrieb und der Langzeitarbeitslose kennenlernen, so dass die spätere Übernahme in Beschäftigung schon sehr früh vorbereitet werden kann“, macht Müller deutlich.

Im dritten Monat wird die Schulung in der Lehrküche des Rewe-Konzerns fortgesetzt. „In dieser Phase können spezielle Lehrziele und Bedarfe des späteren Arbeitgebers berücksichtigt werden. Die Teilnehmer von „Chance Gastro“ werden so in kürzester Zeit auf ihren späteren Alltag in einem Restaurant oder einer Kantine vorbereitet. Sollten sich die Hoffnungen in das Projekt erfüllen, soll die Weiterbildung regelmäßig stattfinden. „Es gibt bereits Pläne, ’Chance Gastro’ auf eine weitere Großkantine auszuweiten“, so Müller.

(red)

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