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1225 Jahre Kaltenholzhausen: Das große Fest im kleinen Dorf

Kaltenholzhausen feiert die 1225-jährige Ersterwähnung mit Festzug und einer historischen Ausstellung. Ein großer Tag für das kleine Dorf.
Mit Fass und Wagen durch den Ort. Die Vergangenheit von Kaltenholzhausen wurde beim gestrigen Festzug lebendig. Die Teilnehmer überzeugten mit originellen Ideen. Bilder > Foto: Rolf Kahl Mit Fass und Wagen durch den Ort. Die Vergangenheit von Kaltenholzhausen wurde beim gestrigen Festzug lebendig. Die Teilnehmer überzeugten mit originellen Ideen.
Kaltenholzhausen. 

Der Reigen der 1225-Jahrfeiern in der Aar-Region neigt sich langsam seinem Ende entgegen. Nachdem bereits in Hahnstätten, Oberneisen, Lohrheim, Burgschwalbach und Diez in unterschiedlichster Art und Weise an die urkundliche Ersterwähnung gedacht und gefeiert wurde, war nun Kaltenholzhausen an der Reihe. Am kommenden Wochenende folgt noch Niederneisen. Bekanntermaßen wurden all diese Orte am 9. Juni im Jahre 790 mittels einer Schenkungsurkunde Karls des Großen dem Kloster Prüm in der Eifel vermacht

Ortsbürgermeisterin Roselinde Zimmermann, die am Samstag zum Kommers neben ihren Gemeindemitgliedern eine ganze Fülle von Ehrengästen im Dorfgemeinschaftshaus begrüßen durfte, ging recht ausführlich auf die Historie ihres Dorfes ein und erinnerte vor allem auch an die Fehde zwischen der Stadt Frankfurt und den Rittern von der Aar, bei dem der Weiler Caldenbach (etwa im Bereich des heutigen Moto-Cross-Geländes) völlig zerstört wurde. Die noch übrig gebliebenen Bewohner siedelten sich einige Hundert Meter weiter östlich um das benachbarte Hofgut Holzhausen an (in der Nähe der Kirche). Später wuchsen die beiden Orte zu Kaltenholzhausen zusammen.

Landrat Frank Puchtler, der der Gemeinde eine Erinnerungsurkunde überreichte, beglückwünschte die Kaltenholzhäuser zu ihrer intakten Dorfgemeinschaft mit „Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt“ und auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Volker Satony war voll des Lobes: „Schön, dass ihr bei den 1225-Jahrfeiern derart mitmacht!“ CDU-Landtagsabgeordneter Matthias Lammert assistierte Kaltenholzhausen „einen guten Platz innerhalb der Verbandsgemeinde“ und war beeindruckt, wie sich der Ort mit Fahnen, Luftballons und Birkenbäumen herausgeputzt hatte. Sein Landtagskollege von der SPD, Jörg Denninghoff, outete sich als „Viertelkalleholleser“ (Großvater Wilhelm Bach).

Mit einem bunten Unterhaltungsprogramm, das durch den Spielmannszug Westfalenklang aus Castrop Rauxel, durch ein Zwiegespräch (Brigitte Kitschke und Erika Trur), Gedichten von Reinhold Zimmermann und einem von Inge Heymann erstellten, informativen wie humorvollen historischen „Gang durch die Ortsgeschichte“ (vorgetragen durch Yvonne Theobald) gestaltet wurde, endete der offizielle Teil des Samstages, der mit einem Tanzabend für einige noch ziemlich lang dauern sollte.

Zu einem für einen Festzug ungewohnt frühen Zeitpunkt fanden sich am Sonntag um 10 Uhr rund 80 Personen in den unterschiedlichsten, historischen Kostümierungen am Dorfgemeinschaftshaus ein, um danach mit musikalischer Begleitung der Gäste aus Castrop-Rauxel durch den Ort zu ziehen. Bemerkenswert, was der kleine Ort da „auf die Beine stellte“.

Überaus gut besucht wurde an beiden Tagen die von Yvonne Theobald seit Beginn des Jahres zusammengetragene „Historische Heimatsammlung“, die im benachbarten evangelischen Gemeindehaus gezeigt wurde. Fast 400 unterschiedlichste, geschichtsträchtige, ortsbezogene Gegenstände aus Brauchtum und Kultur, Haushalt, Landwirtschaft, Fotos, Dokumente oder Zeitungsausschnitte regten zum längeren Verweilen an.

Die speziell nur für die Jubiläumsfeier konzipierte Ausstellung kam so gut an, dass nun Überlegungen angestellt werden, eine ständige Heimatsammlung in einer noch zu findenden Immobilie zu etablieren – mit den Privatsachen als Dauerausleihe.

(rpk)
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