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Der Adventsjodler und viele leise rieselnde Töne

Von Der Gesangverein „Liederhain“ Kaltenholzhausen stimmte mit einem beeindruckenden Konzert in der vollen Kirche auf die Weihnachtszeit ein.
Seit 16 Jahren ist der Gesangverein „Liederhain“ Kaltenholzhausen Gastgeber der Weihnachtskonzerte. Foto: Rolf Kahl Seit 16 Jahren ist der Gesangverein „Liederhain“ Kaltenholzhausen Gastgeber der Weihnachtskonzerte.
Kaltenholzhausen. 

Vier Wochen vor dem Fest beginnt die schönste Zeit des Jahres: Die Adventszeit. Die Tage werden kürzer, das Jahr neigt sich seinem Ende zu. Es startet die tägliche Vorfreude auf die kleinen Überraschungen im Adventskalender. Adventskränze schaffen eine besondere Atmosphäre in der Wohnung, jeden Sonntag wird eine weitere der vier Kerzen angezündet. Langsam aber sicher wird es Weihnachten. Es ist die stille Zeit. Nur am dritten Advent ist es in der Kirche von Kaltenholzhausen nicht ganz so still. Kraftvoll ertönt dort seit 1999 die Orgel, raumfüllend erklingen Chorstimmen und wundervoll spielen etliche Musikinstrumente.

Zum Konzert hatte der engagierte Chor Liederhain eingeladen, und da die Gastgeber seit Anbeginn auf wechselnde Chöre setzen, freuten sie sich auch diesmal, dass die Resonanz bei den Besuchern ungebrochen war. Gleich zu Beginn des Konzerts bewiesen die „Liederhainer“ dass sie nicht nur Traditionelles bewahren, sondern auch überraschend innovativ sein können. Unter der Leitung von Katrin Engel stimmte der Chor sein erstes Stück, den „Adventsjodler“ von Maierhofer im Vorraum der Kirche an, um danach Chormitglied für Chormitglied einzuziehen und im Altarraum Aufstellung zu nehmen. Ein ebenso überraschendes wie gelungenes Element, das den Besuchern sofort ein zustimmendes Lächeln ins Gesicht zauberte.

Mitglieder geehrt

Doch es ging weiter mit Überraschungen. Vereinsvorsitzender Markus Heinz stimmte im Rahmen seiner Begrüßung als Solist die Lieder „Leise rieselt der Schnee“, „Schneeglöckchen, weiß Röckchen“ und „I’m dreaming of a white Christmas“ an und versicherte in Ermangelung der „weißen Pracht“, dass alle nachfolgenden Töne des Konzerts als kleine Schneeflocken in die Herzen der Besucher fliegen. Als dritte Überraschung nutzte er den festlichen Rahmen und bat Uli Heinz und Reiner Schmidt auf die Altarstufen, um sie für langjährige Treue zum Chor auszuzeichnen. Reiner Schmidt ist seit 40 Jahren passives Mitglied, während Uli Heinz seit 25 Jahren aktiv für Liederhain singt. Ihm heftete Wilfried Fischer vom Chorverband die silberne Ehrennadel des Verbandes an die Brust.

Ankunft in stiller Nacht

Mit weiteren Vorträgen wie das „Weihnachtskyrie“ und die Stücke „O du stille Zeit“ (Bresgen/Eichendorff) sowie „Mid-Winter“ (Rosetti/Chillott) schufen eine Atmosphäre, die den Konzertbesuchern, unter ihnen viele Stammbesucher, wohlige Schauer über den Rücken schickten. Doch auch alle Gastchöre waren gut vorbereitet nach Kaltenholzhausen gekommen und steuerten ihren Teil zum gelungenen Konzert bei.

Die Männer des MGV Hahnstätten („Zu Bethlehem geboren“/Weber), die Frauen und Männer des Chors „Laudate“ Oberneisen („Joy to the World“ Händel/Rutter), die Mitglieder von „TonArt“ Netzbach („Maria durch ein Dornwald ging“ Göttsche) oder „Aarlegro“ Niederneisen („The Angel Gabriel“ Kalmer) überzeugten ebenso wie die beiden jungen Solistinnen Annika Heinz und Nico Reh (Klavier und Posaune) auf ihren Instrumenten. Sie spielten unter anderem „He’s got the whole World“. Auch wenn es durch die Gesangsvorträge im Grunde gar nicht still war, so hatten die Konzertbesucher Gelegenheit, in sich hineinzuhören, zur Ruhe zu kommen und vielleicht am Ende des Advents auch anders anzukommen: in der „stillen Nacht“!

Gemeinsam mit allen Gastchören und vielen einheimischen Bürgern, verweilte man nach dem Konzert noch einige Zeit an aufgebauten Ständen rund um das Rathaus, um bei einem Becher Glühwein gute Gespräche zu führen.

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