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Seniorenzentrum St. Josef: Der Verlust der Persönlichkeit: Arbeiten mit Demenzkranken

Alltagsnormalität auf Wohnbereich Georg: Kartoffeln schälen für die Gemüsesuppe, sehr zur Freude von Maria Seurer (93 Jahre). Alltagsnormalität auf Wohnbereich Georg: Kartoffeln schälen für die Gemüsesuppe, sehr zur Freude von Maria Seurer (93 Jahre).
Dernbach. 

Bereits zum vierten Mal wurden die beiden Wohnbereiche „Georg“ und „Laurentius“, die speziell für demenziell veränderte Menschen im Seniorenzentrum St. Josef eingerichtet wurden, erfolgreich nach dem psychobiographischen Pflegemodell von Prof. Erwin Böhm zertifiziert.

Ein wahrer Sternenregen ergoss sich über die Mitarbeiter, als Christoph Werneke, Prüfer der Böhmgesellschaft enpp, das Ergebnis bekannt gab. Im Bereich der „Alltagsnormalität“ konnten beide Bereiche mit fünf Sternen die Höchstzahl erreichen. Zu Recht wie Werneke unterstrich: „Man merkt in beiden Bereichen sehr deutlich, dass der Umgang mit zum Teil schwierigen und stark eingeschränkten Menschen den Mitarbeitern Spaß macht und sie nicht abschreckt. Hier ist eine Ruhe und eine Sicherheit spürbar, auf die das Haus stolz sein kann.“ Und stolz waren nicht nur die Mitarbeiter der geprüften Wohngruppen, sondern allen voran auch Einrichtungsleiterin Annika Belgrath und Sozialdienstleiterin Diana Daubach, die selbst Böhm-Referentin ist.

Schon Wochen vorher hatten sich alle auf diesen Tag vorbereitet. Mitarbeiter aus Pflege und Sozialdienst arbeiten Hand in Hand, um den Bewohnern des Josefshauses die Zeit ganzheitlich zu gestalten.

Es werden immer zahlreiche Aktivitäten auf den beiden Wohngruppen angeboten. An dem Vormittag der Prüfung wurde beispielsweise gekocht, es gab ein musikgeragogisches Angebot, Kraft- und Balancetraining und Arbeit mit Keramik standen auf dem Plan. Weiterhin gab es umfangreiche Einzelbetreuungen, von denen gerade schwer demenziell veränderte Bewohner profitierten. Annika Belgrath konnte am Nachmittag der Zertifizierung Christoph Werneke nur zustimmen: „Es herrschte eine entspannte Stimmung, die im ganzen Haus zu spüren ist und die sich auch in den Gesichtern unserer Bewohner widerspiegelt.“

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