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Sportler auf Erfolgsspur: Die Gemeinde Hünfelden ehrt ihre besten Athleten

Von Die Gemeinde Hünfelden kann stolz auf ihre Sportler sein. Die Sportlerehrung war ein Stelldichein der Hessenmeister und deutschen Meister. Sogar ein Weltmeister war mit von der Partie.
Günther Rothmayer bei der zweiten Disziplin des Triathlons. 20 Kilometer muss er in der Sprintdisziplin bewältigen Bilder > Foto: Alexander Grebennikov Günther Rothmayer bei der zweiten Disziplin des Triathlons. 20 Kilometer muss er in der Sprintdisziplin bewältigen
Dauborn. 

Die Gemeinde Hünfelden hat in der Mehrzweckhalle Dauborn Bürger für herausragende sportliche Leistungen geehrt. 15 Einwohner der Kommune oder aus Hünfeldener Vereinen Aktive sind Hessenmeister, zehn sind deutsche Meister und der Bogenschütze Adolf Mohr gar Weltmeister geworden.

Ein 100-Kilometer-Lauf war das härteste, was Günther Rothmayer bislang bewältigt hat. Bild-Zoom
Ein 100-Kilometer-Lauf war das härteste, was Günther Rothmayer bislang bewältigt hat.

Einer der geehrten war der Kirberger Günther Rothmayer. Er ist Aktiver der Triathlon-Equipe Elz, und errang einen beachtlichen siebten Platz bei den Sprint-
Weltmeisterschaften (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen).

Der 54-Jährige stammt aus Baden-Württemberg, war als junger Mann ein guter Fußballer und konnte schon lang und schnell laufen. Irgendwann reifte in ihm dann der Entschluss, einen Marathon zu laufen. Dabei erwies sich Rothmayer als Naturtalent zu sein, denn nach nur sechswöchiger Vorbereitung finishte er seinen ersten Marathon in Frankfurt in 3:15 Stunden. Seine Bestzeit schraubt er irgendwann zwar auf 2:48 Stunden hoch. Doch immer nur zu laufen war ihm dann zu langweilig. „Triathlon bringt mir mehr Abwechslung“, sagte Rothmayer. Das Härteste, was er bislang gemacht habe, war ein 100-Kilometer-Lauf. Dieses Jahr sollen die deutschen Meisterschaften in Düsseldorf sowie die Europameisterschaft im schottischen Glasgow seine Highlights werden.

Hannes Jirasek hat gut Lachen: Er wurdedeutscherVizemeister imAuto-Cross. Bild-Zoom
Hannes Jirasek hat gut Lachen: Er wurdedeutscherVizemeister imAuto-Cross.

Hannes Jirasek hat sich dagegen dem Auto-Cross-Sport verschrieben. Schon als kleiner Bub habe er ein Faible für große und schnelle Autos gehabt, erzählte er. Sein älterer Bruder nahm ihn dann mal zu den Rennwochenenden des Auto-Cross-Teams (ACT) Dauborn mit. Spätestens da stand fest, dass er es auch einmal probieren wollte. In der Jugendklasse fing der heute 26-Jährige mit 16 Jahren als Fahrer an. Seitdem verbesserte er sich stetig Vergangene Saison wurde er in der Seitentourenwagenklasse bis 1400 Kubikzentimeter Deutscher Vizemeister, nur hauchdünn um ein einziges Pünktchen geschlagen. Kein Wunder, dass der Fahrer des ACT Dauborn sich in dieser Saison den Titel sichern will.

Hoher Adrenalinspiegel

Cross-, also Querfeldein-Rennen über die lange Distanz seien brutal hart, verriet er. Denn zunächst müssen die Fahrer bei ihren Wertungsrennen eine 30-minütige Qualifikation überstehen, anschließend fahren die Besten noch ein Rennen über 45 Minuten. Solange Jirasek am Steuer sitzt, „ist der Adrenalinspiegel in meinem Körper so hoch, dass ich keine Anstrengung spüre“, sagte er. Erst nach den Rennen merke er dann, wie groß die Belastung für seinen Körper war.

Er schätze an seinem Sport den Zusammenhalt. „Unter den Fahrern sind wir eine große Familie, die sich gegenseitig hilft.“ Er selbst sei ja eher ein „ ruhigen Kerl“ bezeichnete. Doch wenn ihm bei Heimrennen in Dauborn 4000 Zuschauer zujubeln, „dann beflügelt mich das so wie einen Fußballspieler die Anfeuerung eines vollen Stadions“.

Was ist das Geheimnis seines Erfolges? „Man muss das Crossgefühl haben, beim Rennen die Verbindung zwischen Reifen und Untergrund spüren“, sagte er. Natürlich müsse er auch das Fahrwerk richtig auf die Strecke einstellen und für die Rahmenbedingungen die richtigen Reifen wählen. Und Talent könne auch nichts schaden.

17 Mädchen

Feuerwehr-Champion Selina Hannappel. Bild-Zoom
Feuerwehr-Champion Selina Hannappel.

Hessischer Landesmeister mit dem Mädchenteam der Feuerwehr Dauborn wurde die Kirbergerin Selina Hannappel. Sie ging schon mit sechs Jahren in die Kinderfeuerwehr, „weil mich die großen Autos fasziniert haben“. Zwei Mal die Woche trainieren die Mädchen, um bei Wettkämpfen ihre Brandlöschübung perfekt präsentieren zu können. „Klar will ich später auch in die Einsatzabteilung. Es macht mit 17 Mädchen in der Gruppe so viel Spaß“, sagte Selina. Am 10. Juni will sie daheim in Kirberg bei den Kreismeisterschaften mit ihren Kameradinnen erneut gewinnen und dann 2018 erneut den Hessenmeister „machen“. Damit soll aber noch nicht Schluss sein: „Die Deutsche Meisterschaft findet nur alle zwei Jahre statt und da wollen wir dieses Jahr endlich hin und angreifen“,

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