Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Richtfest am Hospiz St. Thomas: „Ein Haus des Lebens“

„Bald wird die Vision Wirklichkeit“: Wenn alles nach Plan geht, kann das erste stationäre Hospiz im Westerwaldkreis am 24. Juni eingeweiht werden. Jetzt war erst einmal Richtfest am Hospiz St. Thomas.
Richtfest am Hospiz St. Thomas in Dernbach: Der Rohbau ist fertig, Einweihung soll am 24. Juni sein. Bilder > Foto: Klaus-Dieter Häring Richtfest am Hospiz St. Thomas in Dernbach: Der Rohbau ist fertig, Einweihung soll am 24. Juni sein.
Dernbach. 

Sie alle wollten sich nach dem Stand der Dinge beim Bau des stationären Hospizes St. Thomas erkundigen: Jede Menge Gäste kamen zum Richtfest, das Festzelt auf dem Platz vor dem Rohbau des Hospizes war gut gefüllt – mit vielen Ehrengästen und Menschen, die sich einfach mal umsehen wollten.

Unter dem Motto „Bald wird unsere Vision Wirklichkeit“ berichtete Elisabeth Disteldorf, Geschäftsführerin der Katharina Kasper Hospiz GmbH, was bislang erreicht wurde und wie es weitergeht, und sie dankte all jenen, die sich seit dem Start des Projektes im Jahr 2014 in den Dienst der Sache stellten. Immerhin 2,4 Millionen Euro mussten für die Baukosten gesammelt werden. Viele Privatleute und Firmen hätten größere Geldbeträge gespendet, andere kleine. Und einige Kinder hätten sogar ihr Taschengeld zur Verfügung gestellt. Einer der größten Beträge waren 500 000 Euro von der Deutschen Fernsehlotterie. Insgesamt sei bislang der „bemerkenswerte“ Betrag von 1,9 Millionen Euro zusammengekommen, sagte Elisabeth Disteldorf. Aber es brauche weiterhin fleißige Spender. Denn das Hospiz bekommt keine öffentlichen Fördermittel, und auch der Betrieb des Hospizes werde keine vollständige Kostendeckung durch Kranken- oder Pflegeversicherungen erfahren.

Landrat Achim Schwickert erinnerte an die drei Säulen, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre: Ehrenamt, Finanzierung und die Trägerschaft. Nach einem Auftritt der Bläsergruppe der Anne-Frank-Realschule plus Montabaur segneten die beiden Geistlichen Pater Ralf Büscher und Pfarrer Frank Dönges den Rohbau. Anschließend hatten die Gäste die Gelegenheit, einen Bummel durch die Räumlichkeiten zu machen. Alle waren begeistert von den hellen, lichtdurchfluteten Räumen, in denen bis zu acht Menschen von hauptamtlichen Pflegekräften und ehrenamtlichen Helfern begleitet werden können. Die Einweihung und Eröffnung des „gastfreundlichen Hauses des Lebens für den letzten Lebensabschnitt“ wird am Samstag, 24. Juni, stattfinden.

400 000 Euro fehlen

Jetzt gilt es aber erst einmal, rund 400 000 Euro zusammenzubekommen. Deshalb wird es zum Beispiel am Dienstag, 21. März, im Seminarraum Katharina Kasper, Rheinstraße 9, in Dernbach eine Lesung mit Christine Westermann geben, die aus ihrem Buch „Da geht noch was – mit 65 in die Kurve“ vorlesen wird. Eine weitere Lesung gibt es am Mittwoch, 5. April, wenn Annelie Keil und Henning Scherf in der Stadthalle Montabaur ihr Buch „Das letzte Tabu – Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen“ vorstellen. Am Donnerstag, 25. Mai, wird es dann ein Ersatzkonzert für das Konzert „Gipsy Christmas“ mit Django Reinhard und seinen Musikern geben. Dann lautet das Motto in der Stadthalle Ransbach-Baumbach „Welthits mit Django Reinhardt“.

(kdh)
Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse