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Sommerfest: Große Chance für Tierheimhunde

Hunderte von Tierfreunden kamen zum Sommerfest des Tierheims in den Staffeler Wald. Neben viele Aktions- und Infoständen waren es die Tiere, welche die Besucher am gestrigen Sonntag auf das Gelände lockten.
Scharenweise kamen die Gäste und genossen das Tierheimfest bei bestem Wetter und vielen Attraktionen. Bilder > Foto: Quirein Nadja Scharenweise kamen die Gäste und genossen das Tierheimfest bei bestem Wetter und vielen Attraktionen.
Limburg-Staffel. 

Für Archie, Amico, Matos und all die anderen Hunde im Tierheim im Staffeler Wald war der gestrige Sonntag kein Tag wie jeder andere. Statt auf die ehrenamtlichen Gassigänger, vereinzelte Besucher oder die hauptamtlichen Mitarbeiter zu warten oder ihnen bei der Arbeit zuzuschauen, waren es Hunderte von Menschen die auf das Tierheimgelände strömten und vorbei an ihren Zwingern schlenderten.

Das jährliche Tierheimfest ist „eine Ausnahmesituation für die Tiere“, beschreibt die ehrenamtliche Helferin Nannette Olm das beliebte Fest, das durch verschiedene Aktionsstände, Informationsangebote und seinen besonderen Charakter besticht. Während die einen Hunde die große Aufmerksamkeit der Gäste genießen, sich durch das Gitter ihres Zwingers streicheln lassen und die Menschen und das bunte Treiben neugierig beäugen, ziehen sich andere Tiere lieber zurück.

Musik der Band „Hot Stuff“ mischt sich mit Gebell, lachende Kinder erfreuen sich an der Clownin, die auf Stelzen ihre Runden dreht, und die Erwachsenen entspannen bei deftigen und süßen Speisen und kommen mit Tierheim-Mitarbeitern oder anderen Tierfreunden ins Gespräch.

 

Zahlreiche Info-Stände

 

Während sich das Glücksrad dreht und die Bratwurst auf dem Grill bräunt, stehen die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter den Gästen als Ansprechpartner zur Verfügung. Hundephysiotherapie, Hundebestattung oder die richtige Haltung von Kaninchen waren als Thema an den Ständen ebenso vertreten wie Infostände zur Aufklärung über Massentierhaltung, Pelztierzucht und die anstehenden Aktionen des Tierheims.

 

Neuer Zaun notwendig

 

Nicht nur viele Menschen sind zu Gast auf dem Gelände, auch ehemalige Tierheimhunde kommen mit ihren neuen Herrchen zu Besuch. So auch Westhighland-Terrier Lady. Sie genießt das Fest mit ihren Besitzer Manuela und Thomas Wingenbach, doch kennt sie als ehemaliger Tierheimhund auch die andere Seite des Zwingers.

Für viele Hunde ist es eine einmalige Chance, sagt Jürgen Strobel über die Vielzahl der Besucher, denen sie sich an diesem Tag präsentieren können. Fast sei es die Anzahl an Interessierten, die sonst im restlichen Jahr zusammenkommt.

Bei vielen hat es beim Tierheimfest schon gefunkt, sagt die ehrenamtliche Mitarbeiterin Nannette Olm. Viele Mensch-Tiere-Paare hätten ihre erste Begegnung beim Fest gehabt.

Aber nicht jeder Gast, der das Sommerfest besucht, kommt mit der Intention, ein Tier kennenzulernen. Viele sind da, um das Fest und damit auch das Tierheim beispielsweise durch den Kauf von Speisen und Getränken, Losen oder angebotene Waren zu unterstützen und die besondere Atmosphäre zu genießen. So wie Tierfreundin Heidrun Hanke, die in jedem Jahr versucht, das Fest zu besuchen und das bunte Treiben dort genießt.

100 Prozent des Erlöses fließe in die Arbeit des Tierheims, erklärt der ehrenamtliche Mitarbeiter Jürgen Strobel. Besonders am Herzen liegt ihm das Projekt „Zaunbau“, das sich mit der Erneuerung der Einzäunung des Geländes beschäftigt. Auch Ehrengäste wie Stadtrat Volker Schwartz, der in Vertretung für den Limburger Bürgermeisterkam und sprach, die erste Beigeordnete Ingrid Friedrich aus Elz oder der Landtagsabgeordnete Tobias Eckert (SPD) waren zu Gast und erfreuten sich an dem großen Engagement der Menschen für die Tiere.

 

Verkehrschaos

 

Im nächsten Jahr wird das Tierheimfest wohl nicht stattfinden. „Eine Pause“, nennt Tierheimleiterin Adelheid Noble das und lässt die Hoffnung zu, das es danach wieder stattfinden wird. Die Gäste werden es vermissen, schließlich ist es für viele eine Stammgast-Veranstaltung.

Getrübt wurde das Sommerfest am gestrigen Sonntag lediglich vom Verkehrschaos im Staffeler Wald, das den Gästen teilweise viel Geduld abverlangte. qui

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