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Betrieb startet im August: Hospiz in Dernbach bietet Raum für acht Schwerstkranke

Weihbischof Thomas Löhr segnete das Dernbacher Hospiz ein. In wenigen Wochen können die ersten Patienten einziehen. Foto: Klaus-Dieter Häring Weihbischof Thomas Löhr segnete das Dernbacher Hospiz ein. In wenigen Wochen können die ersten Patienten einziehen.
Dernbach. 

Nicht mehr lange, dann können mindestens acht schwerstkranke Menschen in das Dernbacher Hospiz St. Thomas einziehen. Mit seiner Eröffnung wird eine Lücke im Westerwald geschlossen. Schwer kranke Menschen können nun fachgerecht in der Nähe ihres Wohnortes betreut und die letzte Phase ihres Lebens unter würdevollen Bedingungen verbringen.

Enorme Spendenfreude

In einer kleinen Feierstunde wurde nun die Fertigstellung der Räumlichkeiten genutzt, um die Einrichtung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vor allem aber den vielen Spendern, die dieses Projekt ermöglicht haben. Denn das erste stationäre Hospiz im Westerwald, das unter der Trägerschaft der Katharina-Kasper-Hospizgesellschaft steht, wurde durch die enorme Spendenfreude von Westerwäldern für Westerwälder ermöglicht.

Mit den neuen Räumlichkeiten besteht nun die Möglichkeit zur ganzheitlichen Pflege und Versorgung von acht schwerstkranken Menschen durch Ärzte und Pflegekräfte, die in der Palliativmedizin erfahren sind. Unterstützt werden sie durch ehrenamtliche Mitarbeiter des Hospizvereins Westerwald. Sie alle werden voraussichtlich im August ihre Arbeit aufnehmen.

Ihnen stehen dann moderne, helle Räumlichkeiten zur Verfügung. Neben den Wirtschafts- und Sozialräumen gibt es auch einen Raum der Stille für Kranke und Angehöhrige, die zur Ruhe kommen wollen und Einkehr halten möchten.

Finanzierungslücke

Da der Neubau hauptsächlich durch Spenden finanziert wurde, besteht derzeit jedoch noch eine Finanzierungslücke. So wurden bisher von den Baukosten in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro 2,1 Millionen durch Spenden erwirtschaftet. Die Geschäftsführerin der Katharina-Kasper-Hospizgesellschaft, Elisabeth Disteldorf, ist zuversichtlich, auch diese Lücke noch zu schließen. Denn nach der Eröffnung hofft sie auf weitere Spenden.

Ideelle Unterstützung

Mit einem Gottesdienst, gehalten vom Limburger Weihbischof Dr. Thomas Löhr, wurde die offizielle Feierstunde in der Kapelle eröffnet. Provinzoberin Schwester Simone begrüßte die Gäste. Der Schirmherr des Projektes, Landrat Achim Schwickert (CDU), hob in seinen Worten das Engagement der Menschen hervor, die sich finanziell aber auch ideell eingebracht hätten. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst ging es in einer Prozession zum neuen Gebäude. Die Feier wurde musikalisch gestaltet durch Hildegard Schaefer-Breit an der Orgel, Farid Eidipour an der Gitarre, Bahareh Mouzazadeh (Gesang) und die Burgkapelle Hartenfels.

(kdh)
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