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SV-Mitglieder wollen die vereinseigene Halle behalten

Die Turnhalle des SV Eppenrod: Hier muss in den kommenden Jahren nicht unerheblich in Gebäude und Ausstattung investiert werden. Die Turnhalle des SV Eppenrod: Hier muss in den kommenden Jahren nicht unerheblich in Gebäude und Ausstattung investiert werden.
Eppenrod. 

Vorerst erledigt hat sich in Eppenrod die Übernahme der Turnhalle durch die Gemeinde. Ein Hallenausschuss soll sich künftig um die Geschicke des Gebäudes kümmern.

So einfach, wie es sich der Vorstand vorgestellt hatte, ging es im Dezember vergangenen Jahres nicht. Die Überlegung, das Bauwerk, das in Eppenrod den Zweck eines Dorfgemeinschaftshauses erfüllt, in die Obhut der Ortsgemeinde zu übergeben, ließ sich nicht durchsetzen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entschied sich eine Mehrheit nach breiter Diskussion gegen die Pläne – die Halle sollte unter der Regie des Sportvereins bleiben. „Wer die Halle hat, hat die Macht“, äußerte sich der frühere Vorsitzende Thomas Hitschler drastisch, aber verständlich. Allerdings hat derjenige auch die Kosten und den Aufwand . . .

„Es war uns wichtig, neben der enormen finanziellen Herausforderung für den Verein die Überforderung des Vorstandes darzulegen. Eine Entlastung ist dringend erforderlich“, schrieb Vorsitzender Manuel Nink im Januar an Ortsbürgermeister und Gemeinderat. Das sei zwar ein vereinsinternes Problem, könne aber schnell zum Problem für die gesamte Dorfgemeinschaft werden, wenn die Aufrechterhaltung der Halle durch den Verein nicht mehr gewährleistet werden könne. „Von diesem Punkt“, so heißt es in dem Schreiben, „sind wir nicht so weit entfernt.“

Als „zielführende Lösung“ schlug der Vorstand einen Hallenausschuss vor, der Investitionsmaßnahmen autark plane und überwache. Nink: „Ich stelle mir vor, dass der Vorstand dabei nur ganz vereinzelt in die Planung und später natürlich zwingend zur abschließenden Entscheidung eingebunden wird.“ Der Ausschuss solle Investitionsbedarf feststellen, Kosten ermitteln, einen Zeit- und Finanzierungsplan aufstellen und dem Vorstand zur Entscheidung vorlegen. Weitere Aufgabe sei die Überwachung der Durchführung. Für den Verein sollen Winfried Mäncher, Frank Mäncher, Theo Buhs und Thomas Hitschler dem Ausschuss angehören.

Begrenzte Mittel

Im Brief an Ortsbürgermeister Oliver Lankes schreibt der Vorsitzende weiter: „Erforderlich ist, dass die Ortsgemeinde in Form des Bauausschusses von Beginn an involviert ist, um spätere Diskussionen über Notwendigkeit, Ausmaß und Umfang der Investitionen zu vermeiden.“ Schließlich, auch das geht aus dem Brief hervor, „wird die Gemeinde einen Teil der Investitionsmaßnahmen fördern müssen. Unsere Eigenmittel sind begrenzt.“

Dass sich der Vorstand zur Übergabe veranlasst sah, fasste Nink im Dezember vor den Mitgliedern zusammen: In den nächsten Jahren müssen vermutlich mehr als 70 000 Euro für Heizung, Fenster, Türen, Bestuhlung und Außenanstrich des Anbaus aufgebracht werden. Abgesehen von der „natürlichen“ Belastung der Vorstandsmitglieder und der dauerhaften finanziellen Belastung des Vereins fehlt für Baumaßnahmen die Fachkompetenz.

Ein in der Versammlung erzielter Kompromiss wurde in der Zwischenzeit in die Tat umgesetzt: Verein und Ortsgemeinde ermittelten bei einer Ortsbesichtigung den zweifellos vorhandenen Investitionsstau und stuften die anstehenden Maßnahmen zeitlich ein. Arbeiten am Dach der Turnhalle (5400 Euro) sollen sofort erledigt, Fenster und Tor an der Parkplatzseite (1500 Euro) sowie der Austausch der Eingangstür (3000 Euro) möglichst zeitnah erneuert werden. Eine weitere zeitnahe Aufgabe ist die Dämmung der 300 Quadratmeter großen Zwischendecke (5000 Euro). Bereits ausgetauscht wurde der Brenner der Heizung im Hallenanbau. Noch ermittelt werden müssen Kosten für die Heizung im Hallenvorraum, eine kurzfristige Maßnahme, und für den mittelfristigen Austausch der Hallenheizung.

Unter den 20 Punkten der Investitionsliste tauchen behindertengerechter Eingang mit Wetterschutz, Anstrich von Fenstern und Fassade, Ergänzung der Lüftungsanlage, Austausch Leuchtstoffröhren, Renovierung von Treppenhaus, Umkleide- und Duschräumen sowie Wirtschaftsraum und Küche, Einbau einer Behindertentoilette und schließlich das Thema Bestuhlung auf. 30 000 Euro müssten mittelfristig in Tische und Stühle investiert werden.

(hbw)
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