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Bürgermeisterwahl: Stefan Anschütz will frischen Wind nach Villmar bringen

Von Der 41-jährige Finanzwirt Stefan Anschütz möchte am 4. März neuer Villmarer Bürgermeister werden. Wegen der aus seiner Sicht festgefahrenen Strukturen in der Gemeinde denkt der parteilose Seelbacher, dass ein unabhängiger Kandidat wie er an der Gemeindespitze der Kommune gut täte.
Der Seelbacher Finanzwirt Stefan Anschütz (41) kandidiert als Unabhängiger für das Amt des Villmarer Bürgermeisters. Der Seelbacher Finanzwirt Stefan Anschütz (41) kandidiert als Unabhängiger für das Amt des Villmarer Bürgermeisters.
Villmar. 

Stefan Anschütz ist fest davon überzeugt, dass er fachlich wie menschlich die richtige Wahl als neuer Villmarer Bürgermeister ist. In seinem Wohnort in Seelbach hat der 41-jährige Familienvater den Eindruck gewonnen, dass großer Unmut über die aktuelle Gemeindepolitik herrscht. Die Menschen möchten, wie Anschütz glaubt, aus dem Rathaus besser informiert und mit ihren Anliegen ernster genommen werden. Als Beispiel nennt er den ausgefallenen Villmarer Weihnachtsmarkt, der für die Ortsbewohner eine wichtige Veranstaltung sei. Es sei vom Bürgermeister falsch gewesen, den Markt im Alleingang abzusagen, obwohl es alternative Standorte gegeben hätte.

„Bin ein offener Mensch“

Anschütz sagt, er hätte von Bürgermeister Arnold-Richard Lenz (SPD) zumindest erwartet, dass er diesen Fehler einsieht und sich öffentlich bei den Bürgern entschuldigt. Wenn er Bürgermeister wäre, würde er die Kommunikation mit den Bürgern und Mandatsträgern auf alle Fälle deutlich verbessern, so der Bewerber. „Ich bin ein offener Mensch, gehe auf Menschen zu“, sagt Anschütz. „Und meine Tür im Rathaus wäre jederzeit für alle offen, die ihre Ideen und Anregungen mit mir besprechen wollen.“

Anschütz meint auch, dass Unterlagen zu Parlamentssitzungen besser aufbereitet werden müssten, damit sie für alle Interessierten auch verständlich seien. Der Kandidat sieht sich als Fachmann für die Bereiche Finanzen und Bauen, ist sich sicher, dass er die Schulden abbauen und die Infrastruktur der Gemeinde erhalten und stärken kann. Beruflich ist er schließlich Finanzwirt beim Finanzamt Wiesbaden sowie Gesellschafter des Bauunternehmens Anschütz & Dopke. Daher hat Stefan Anschütz nicht lange gezögert und sich schnell entschieden, gegen Amtsinhaber Lenz und fünf weitere Mitbewerber anzutreten.

Die für eine freie Kandidatur nötigen 62 Unterstützungsunterschriften hatte der Seelbacher in seinem örtlichen Bekanntenkreis schnell zusammen. Anschütz glaubt, dass es gut für die Gemeinde und die Bürger ist, dass er kein Parteibuch hat und darum unabhängig nach den besten Lösungen für die Zukunft der Gemeinde schauen könne. Mit Blick auf die schwache Bilanz des Lahnmarmor-Museums meint er, dass Villmar als Marmorabbau- und -verarbeitungsort deutlich professioneller als bisher vermarkten werden müsse. Beispielsweise würde er an alle Schulen der Region Freikarten verteilen. Wenn es den Vertretern der Einrichtungen und den Schülern dort gefalle, dann kämen die Schulen mit anderen Klassen auch wieder.

Auch der Rad- und Wanderweg entlang der Lahn müsste nach Meinung des 41-Jährigen besser vermarktet werden als bisher. Man könnte seiner Meinung nach am Lahnufer zum Beispiel Events stattfinden lassen, die nicht nur die Einheimischen ansprechen würden. Kosten für so etwas müssten auch nicht immer an der Gemeinde hängenbleiben, sagt Anschütz. Als Unternehmer wisse er, wie er Geschäftsleute ansprechen und von diesen Unterstützung für Projekte bekommen könnte. Außerdem wisse er, wie man an öffentliche Fördertöpfe für die Umsetzung von Ideen kommen könne.

Vieles ginge laut Stefan Anschütz aber auch, ohne dass die Gemeinde Geld ausgeben muss. Am Brunnenplatz könnte zum Beispiel ein Café von Senioren für Senioren entstehen, auch um den Ortskern zu beleben. Touristen würden sich sicher auch über ein frisches Stück Apfelkuchen im Freien freuen, ist er sich sicher.

Anschütz will aber auch das ehrenamtliche Engagement in den Ortsteilen stärker würdigen, vor allem der Feuerwehren. Schließlich profitiere die Gemeinde davon. Aus dem eigenen Dorf weiß er, wie viel die Menschen für die Allgemeinheit zu tun bereit seien, wenn man sie nur richtig anspreche. Das hat er bei der Gestaltung des Seelbacher Dorfplatzes gesehen oder der Gestaltung der Außenspielfläche beim örtlichen Kindergarten. Anschütz ist außerdem für die Einführung eines Seniorenrates. Viele ältere Mitbürger hätten Zeit und Lust, sich zu betätigen. Mit Ideen könnten sie etwas für ihre Generation bewegen – genauso wie das Villmarer Jugendparlament sich schon zu einer tollen Sache entwickelt habe.

„Gemeinde mit Zukunft“

Wegen seiner guten Infrastruktur und der schönen Natur sei Villmar eine Gemeinde mit Zukunft. Um sie attraktiver zu machen, will er die Betreuungsangebote für Kinder optimieren und öffentliche Plätze als Treffpunkte gut in Schuss halten. Die zentrale Lage Villmars und die guten finanziellen Rahmenbedingungen sind für ihn auch gute Argumente, um neue Betriebe für eine Ansiedlung in Villmar zu gewinnen. Klug zu wirtschaften, um Schulden abzubauen, heißt für ihn, für neue Projekte auch mal stärker bereits vorhandene Gebäude zu nutzen. „Man muss nicht für alles teure Neubauten hinstellen“, sagt der Kandidat.

Für Anregungen der Bürger ist Stefan Anschütz offen. Er ist unter Telefon (01 75) 5 26 98 86 sowie über seine Webseite www.stefan- anschuetz.de erreichbar.

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