Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Homburg 10°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Provisorische Kinderbetreuung: Verdacht auf Schimmelpilze: Kita zu, 60 Kinder aufgeteilt

Von Die Kindertagesstätte St. Johannes im Montabaurer Stadtteil Horressen ist bis auf Weiteres geschlossen. Grund dafür sind Schimmelpilze in einem Gruppenraum und ein möglicherweise schadhafter Fußbodenkleber. 60 Kinder sind betroffen.
Die Kita St. Johannes in Horressen ist bis auf Weiteres geschlossen. Foto: Anken Bohnhorst-Vollmer Die Kita St. Johannes in Horressen ist bis auf Weiteres geschlossen.
Horressen. 

Die Kindertagesstätte St. Johannes in Horressen wurde Anfang vergangener Woche geschlossen, weil „unklar ist, ob diese Stoffe auch im Staub und der Raumluft zu finden sind.“, teilt die Stadt Montabaur auf ihrer Homepage mit.

„Um einer möglichen Gesundheitsgefährdung der Kinder vorzubeugen und detaillierte Untersuchungen durchführen zu können, ließ das Landesjungendamt auf Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes die Einrichtung vorläufig schließen“, erklärt die Stadt weiter.

Der Stadt gehört das Gebäude. Träger der Einrichtung, in der zuletzt 60 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren betreut wurden, ist die katholische Kirchengemeinde St. Peter in Ketten. Deren Kita-Koordinatorin Katharina Klein betont, die Eltern seien umgehend per E-Mail über die Schließung informiert worden, und die Mehrheit der Eltern hätte kurzfristige Betreuungslösungen gefunden. Das sei in ländlichen Regionen einfacher als in Großstädten, sagt Klein. Dennoch habe man gemeinsam mit der Stadt, dem Kreis, der Gesundheits- und Jugendbehörden sowie der Feuerwehr für sechs Kinder eine Notversorgung finden müssen. Die Kleinen wurden in der vergangenen Woche im nahe gelegenen kommunalen Kindergarten in der Waldschule untergebracht und dort von den Erzieherinnen der Kita St. Johannes betreut. Schließlich habe man den Kindern neben dem spontanen Wechsel der Räumlichkeiten nicht auch noch einen Wechsel ihrer Bezugspersonen zumuten wollen.

Pfarrheim umfunktioniert

Seit gestern werden die Kinder, die den Kindergarten nur halbtags besuchen, in einem Raum im Pfarrheim untergebracht. Die Tageskinder gehen in die Kita der Waldschule, weil hier auch die Möglichkeit der Mittags- und Nachmittagsversorgung besteht, sagt Kita-Koordinatorin Klein. Damit sei die Situation zumindest vorerst entschärft. Denn mehrere berufstätige Eltern seien ratlos gewesen, wo sie ihr Kind tagsüber betreuen lassen sollen. Dass man jetzt eine rasche und unproblematische Lösung realisieren konnte, sei auch der „guten Zusammenarbeit aller Einrichtungen“ zu verdanken.

Trotzdem handelt es sich nach Einschätzung der Koordinatorin um ein Provisorium, dessen Dauer man allerdings nicht absehen könne. „Bis Weihnachten können wir die Räume auf jeden Fall nutzen.“ Wie weit die Untersuchungen der zuständigen Behörden und Baubiologen dann gediehen und ob alternative Unterbringungsmöglichkeiten für die Kindergartenkinder gefunden worden sind, lasse sich derzeit nicht sagen. Auf einem kurzfristig anberaumten Informationsabend sollen die Eltern unterrichtet werden. Der Stadtrat will sich in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag mit dem Thema beschäftigen.

Regelmäßige Prüfungen

Vorwürfe aus den Reihen des Ortsbeirats, dessen Mitglieder angeblich schon vor Monaten auf die Schimmelproblematik hingewiesen haben, weist Katharina Klein zurück. Die Räume der Kindertagesstätte seien regelmäßig überprüft, die bestehenden Testate stets bestätigt worden. Zuletzt wurde im Frühjahr dieses Jahres eine derartige Unbedenklichkeitserklärung ausgestellt, sagt Klein. „Sonst hätte wir gar keine Betriebserlaubnis gehabt.“

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse