Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Feuerwehr Hornau: 2019 soll neues Löschfahrzeug zum Einsatz kommen

28 Jahre lang leistete das Löschgruppenfahrzeug LF 8 der Hornauer Feuerwehr treuen Dienst. Doch vermutlich zu seinem 30. Geburtstag darf es in Rente gehen.
Können endlich das neue Feuerwehrauto bestellen: Wehrführer Bernd Bender (links) und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Benjamin Liebethal. Foto: Knapp Können endlich das neue Feuerwehrauto bestellen: Wehrführer Bernd Bender (links) und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Benjamin Liebethal.
Hornau. 

„Meine Generation ist mit dem Fahrzeug groß geworden“, sagt Bernd Bender. Und so blickt der Wehrführer der Feuerwehr Hornau dem Abschied vom derzeit 28 Jahre alten Löschgruppenfahrzeug LF 8 durchaus mit einem weinenden Auge entgegen. Aber natürlich ist die Freude groß, vermutlich 2019 einen neuen, modernen „Kameraden“ im Feuerwehrhaus an der Feldbergstraße zu haben.

250 000 Kosten

Vermutlich pünktlich zum 30. Geburtstag des alten LF 8 wollen die Hornauer ihr LF 10 beschafft haben. Mit rund 250 000 Euro Kosten rechnet die Stadt, Staatssekretär Axel Wintermeyer überreichte einen Zuschussbescheid über 54 000 Euro. Kurz zuvor hatte er in Wallau fast dreimal so viel Geld verteilt: Denn mit 157 200 Euro fördert das Land den Neubau des Feuerwehrhauses Wallau.

So weit sind die Kelkheimer noch nicht, auch wenn über einen gemeinsamen Feuerwehrstützpunkt mit den Wehren Mitte, Hornau und Fischbach längst laut gesprochen und in diese Richtung geplant wird. Bender und Kollegen sind im Stadtteil erstmal froh, den Fuhrpark modernisieren zu können. Normalerweise seien die Autos so nach 25 Jahren fällig. Doch in der Förderung gibt es eine Prioritätenliste vom Kreis. Probleme habe das LF 8 trotz seiner „Überalterung“ kaum gemacht, betont Bender. Allerdings habe es vereinzelte Einsätze gegeben, bei denen zum Beispiel die Elektrik versagte. Dann musste Ersatz aus den anderen Stadtteilen her, der ohnehin gerade tagsüber mit alarmiert wird. Insgesamt leiste der Löschfahrzeug aber sehr treue Dienste, betont Bender.

Doch der Wehrführer erhofft sich schon „einen Motivationsstoß“, wenn der Nachfolger in der Halle steht. Mit dem Förderbescheid kann die Hornauer Feuerwehr nun ihre Ausstattung genau auswählen, damit die Ausschreibung folgen kann. Das Löschgruppenfahrzeug ist zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung ausgelegt, kann bis zu neun Personen aufnehmen und verfügt über 1200 Liter Frischwasser. Bei bis zu 18 Monaten Lieferzeit wird es vor 2019 mit dem Fahrzeugwechsel aber nichts. Der Oldie, der im Herbst 1989 seinen Dienst aufnahm und 180 000 Mark kostete, soll dann über eine Plattform meistbietend versteigert werden.

Spitzenwert

Lob gab’s noch vom Minister. Der hob den Frauenanteil von etwa einem Drittel in der Einsatzabteilung und die Nachwuchsarbeit der Hornauer hervor, „ein Spitzenwert im Main-Taunus-Kreis“. Im vergangenen Jahr wurden 720 Fortbildungsstunden absolviert. 60 Mal rückten die ehrenamtlichen Retter aus, das sei doch mindestens einmal ein Dankeschön wert, so Wintermeyer. Bürgermeister Albrecht Kündiger betonte für Kelkheim, das stadtteilbezogene Denken sei wegen der mangelnden Verfügbarkeit der Wehrleute über den Tag „Schnee von gestern“. Arbeitgeber seien aber immer weniger bereit, Ehrenamtliche während der Arbeitszeit frei zu stellen.

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse