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Bauprojekt an Massenheimer Landstraße: 9,6-Millionen-Euro-Projekt war nicht unumstritten

Von Es gab lange und heftige Diskussionen, doch schließlich wurde beschlossen: Stadt und Josefsgesellschaft stemmen als Bauträger ein Doppel-Projekt.
An der Massenheimer Landstraße entstehen eine Kindertagesstätte sowie mehrere  Wohnungen. Foto: Hanms Nietner An der Massenheimer Landstraße entstehen eine Kindertagesstätte sowie mehrere Wohnungen.
Hochheim. 

Mehrere Träger bauen für mehrere Generationen: An der Massenheimer Landstraße legten die Stadt und die Josefsgesellschaft gemeinsam den Grundstein für einen Gebäudekomplex aus Kindertagesstätte und Seniorenzentrum. Darüber hinaus soll dort betreutes Wohnen angeboten werden.

Auf einer Fläche von 1078 Quadratmetern lässt die Stadt für rund 4 Millionen Euro eine Kita errichten. Insgesamt 86 Kinder sollen ab dem Herbst 2018 in fünf Gruppen betreut werden. Von den Kosten entfallen jedoch nur etwa 2,7 Millionen auf die Tagesstätte. Im Obergeschoss der Kita entsteht zusätzlich ein Wohnprojekt mit ambulanter Betreuung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Neben sieben betreuten Wohnplätzen sollen zwei Wohnungen für die Helfer eingerichtet werden.

Die Stadt finanziert den Bau des Wohnprojektes, das nach der Fertigstellung in die Trägerschaft der Antoniushaus GmbH übergeben werden soll. Die Entscheidung über einen Träger für die Kindertagesstätte ist noch nicht gefallen. Das Land Hessen unterstützt die Maßnahme mit Zuschüssen in Höhe von 686 000 Euro.

Das Kita-Gebäude geht architektonisch sozusagen in ein Seniorenzentrum sowie in das sogenannte Quartierhaus über. Auf den rund 6011 Quadratmetern entstehen fünf Wohngruppen mit Appartements für jeweils 14 Bewohner. Das Gebäude soll Gemeinschaftsbereiche für Aktivitäten in der Gruppe beherbergen. Senioren können außerdem in zwölf Tagespflege-Plätzen aufgenommen werden. Darüber hinaus bietet die Einrichtung Betreutes Wohnen für 14 Personen in zehn Einzelappartements und zwei Doppelappartements.

Das Quartierhaus soll weitere Begegnungsmöglichkeiten schaffen wie etwa eine Kapelle, einen Treffpunkt der Generationen und ein öffentliches Begegnungscafé. Das Konzept sieht Kontakte zur benachbarten Kita vor. Die Gesamtkosten für Quartierhaus und Seniorenzentrum liegen bei rund 9,6 Millionen Euro. Die Josefsgesellschaft – Träger des Antoniushauses – wird diese Baumaßnahme zu großen Teilen finanzieren. Hinzu kommen Mieteinnahmen und Fördermittel des Bistums Limburg.

Dr. Theodor-Michael Lucas, Vorstandssprecher der Josefsgesellschaft, betont die Einmaligkeit des Projektes: „Die Zusage der Stadtverordnetenversammlung, uns diese Aufgabe zu übertragen, ist für uns auch eine Bestätigung, dass die Arbeit des Antoniushauses in der Region Anerkennung genießt.“

Austritt aus der Fraktion

Dabei verlief die Entscheidung der Stadtverordneten für die Josefsgesellschaft vor zwei Jahren alles andere als eindeutig und reibungslos. Bei der Suche nach einem Träger kam es zum Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Josefsgesellschaft und DRK. Drei Stimmen gaben letztlich den Ausschlag. Weil die stellvertretende CDU-Chefin Elke Reichenbach für die Josefsgesellschaft und damit gegen ihre Fraktion stimmte, kam es zum Streit. Reichenbach verließ nach Vorwürfen von einigen CDU-Stadtverordneten die Fraktion sowie die Partei.

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