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Fischbacher Kerb: Altkerbeborsch rettet die Tradition in Fischbach

Von Die Fischbacher Kerb stand kurz vor dem Aus, der Vorsitzende des Kerbevereins, Ralf Fischer, kann sie retten – vorerst.
Nach der kurzen Auflösung haben sich wieder Kerbeborsch zusammengetan und posieren am Hanseklingerbrunnen. Nach der kurzen Auflösung haben sich wieder Kerbeborsch zusammengetan und posieren am Hanseklingerbrunnen.
Fischbach. 

Solche Schrecksekunden gab es rund um die Fischbacher Kerb schon häufiger: 1986 waren es nur noch acht Kerbeborschen, es kamen kaum mehr als 80 Leute ins Bürgerhaus, das Geld wurde knapper, das Fest stand vor dem Aus. Mit der Gründung des Kerbevereins drei Jahre später ging’s bergauf. Doch im Jahr des 25. Geburtstags 2014 war die Zahl der Kerbeburschen und -mädels schon wieder gesunken – nur 15 im Vergleich zu einer Truppe von 36 Personen im Jahr 1993. Und vor wenigen Wochen das Déjà-vu: „Der Kerbeverein bekam die Nachricht, dass sich die Kerbeborsch in Fischbach aufgelöst hatten“, berichtet Vorsitzender Ralf Fischer und weiß, was das bedeutet: „Eigentlich das Schlimmste, was an Kerb passieren kann, eine Kerb ohne Kerbeborsch – unvorstellbar.“ Seit 1975 habe es die Truppe immer gegeben.

Verstärkung gesucht

Doch Fischer, von 1987 bis 1995 selbst Kerbeborsch und seitdem Vorsitzender des Kerbevereins, ist umtriebig genug, Lösungen zu finden. „Nach vielen Gesprächen ist es dem Kerbeverein in kurzer Zeit gelungen, eine neue Truppe auf die Beine zu stellen“, kann er nun vor dem Kirchweihfest am Wochenende (siehe Info) zufrieden mitteilen. Immerhin sechs Burschen und vier Mädels sind dabei. „Schlagges“ Jan Büttner und sein „Vize“ Lars Mühle freuen sich aber im Endspurt durchaus noch über Verstärkung.

Nach der kurzen Auflösung haben sich wieder Kerbeborsch zusammengetan und posieren am Hanseklingerbrunnen. Bild-Zoom
Nach der kurzen Auflösung haben sich wieder Kerbeborsch zusammengetan und posieren am Hanseklingerbrunnen.

Dass es personell kritisch ist, habe sich im Sommer angedeutet, berichtet Fischer. Doch innerhalb einer Woche brachte der Verein die Rettung ins Rollen. „Wir haben mit Engelszungen geredet.“ Allerdings hätte sich Fischer im Ort schon mehr Unterstützung gewünscht. Denn er macht deutlich: Der Kerbeverein, der eben oft als „Saufverein“ verschrieen sei, hat weit mehr zu bieten. Ob Weihnachtsmarkt, Dorffest, Helferfest, ein Wagen beim Fastnachtsumzug – die Gruppe um Fischer ist das ganze Jahr über engagiert. Auch andere Vereine werden von den knapp 250 Mitgliedern mit Diensten unterstützt.

Aus stand kurz bevor

Doch der Nachwuchs fehlt – und Fischer kennt Gründe dafür: Neben dem grundsätzlichen Interesse gehen viele Fischbacher Jugendliche auswärts in die Schule. Und eine Fußballmannschaft mit Jungs in diesem Alter gab es zeitweise auch nicht. So kann sich der Kerbe-Nachwuchs nicht finden und formieren. Das Aus stand kurz bevor, konnte aber erst einmal abgewendet werden. Und darüber ist „Vize-Schlagges“ Jan Mühle erleichtert. Es seien nur noch vier, fünf Leute gewesen. Er war vor einigen Jahren schon einmal Kerbeborsch und habe mit den Kollegen überlegt, „dass wir das noch mal machen“. Da kam die Anfrage von Ralf Fischer gerade recht. Die alten Hasen haben somit die Tradition gerettet, würden sich aber über mehr Neulinge freuen. Denn da werde am Kerbewochenende „einiges an Arbeit“ auf die Gruppe zukommen, weiß Mühle. Er will mit seinen Kameraden fürs nächste Jahr frühzeitig die Fühler ausstrecken, damit ein starkes Team an den Start gehen kann.

Comedynacht mit Rüdiger Hoffmann zum großen Finale

Von Freitag bis Montag muss die kleine, aber feine Truppe der Kerbeborsch und -mädels die Fischbacher Kerb stemmen. Los geht es am 22.

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