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Wohnhäuser am Carl-Orff-Weg: Blockheizkraft fürs Neubaugebiet in Münster

Von Ein Blockheizkraftwerk soll künftig in den Neubauten in Münster Wärme liefern. Darauf einigten sich jetzt die Investoren.
Bietet noch viel Platz: Das kleine Baugebiet in Münster. Das Mehrfamilienhaus im Hintergrund hat die StEG fertiggestellt. Foto: Knapp Bietet noch viel Platz: Das kleine Baugebiet in Münster. Das Mehrfamilienhaus im Hintergrund hat die StEG fertiggestellt.
Münster. 

Wohnareal, Supermarkt-Fläche, dann Sozialwohnungen und schließlich doch wieder Baugebiet, vor allem für Einfamilienhäuser: Die Fläche an der Ecke Weilbacher Straße / Industriestraße hatte der Politik in den vergangenen Jahren einiges Kopfzerbrechen bereitet und viel Diskussionsstoff geboten. Doch derzeit ist es eher still um das längst beschlossene Bauvorhaben für zwölf Wohnhäuser geworden. Während vorne an der Kreuzung ein Mehrfamilienhaus von der Städtebaulichen Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft (StEG) hochgezogen worden ist, so steht dahinter noch kein Stein auf dem anderen.

Verzögerung positiv

Ursprünglich hatte der Investor, die Ten Brinke Wohnungsbau GmbH und Co. KG, mit einem Baubeginn 2016 und einer Fertigstellung für Anfang oder Mitte 2018 geplant. Dieser Zeitplan ist zwar nicht mehr zu halten, doch Michael Mennekes, Leiter der Niederlassung Rhein-Main, ist darüber gar nicht so unglücklich. Im Gegenteil: Die Verzögerung endete mit einem für alle Seiten guten Ergebnis, sagte er dem Kreisblatt.

So sollen sie einmal aussehen: Die Reihenhäuser des Investors  sind fast alle noch zu haben. Bild-Zoom
So sollen sie einmal aussehen: Die Reihenhäuser des Investors sind fast alle noch zu haben.

Ten Brinke und die StEG hatten sich noch einmal abgestimmt, was das energetische Konzept betrifft. Sie kamen zu dem Schluss, dass eine gemeinsame Gesamtlösung sinnvoll sei. Im Resultat wird nun ein Blockheizkraftwerk errichtet, das die Süwag betreiben wird. Die künftigen Eigentümer der Wohnhäuser werden auch die Anteile am Energiezentrum erwerben. Es sei schon „eine große Herausforderung“ gewesen, die Versorgung eines Mehrfamiliengebäudes und der Wohnhäuser rechtlich sicher und passend zusammenzubringen, sagt Mennekes. Nun sieht er eine „vernünftige Lösung“.

Erschließung läuft

Die Erschließung sowie die Ver- und Entsorgung ihrer Flächen am künftigen Carl-Orff-Weg hat Ten Brinke schon vorgenommen – und nun soll es mit dem Hausbau weitergehen. Laut dem Niederlassungsleiter sei Ende 2018 die Fertigstellung angestrebt. Die Arbeiten für den Tief- und Rohbau werden derzeit vergeben. Mennekes sieht einen „ganz normalen Ablaufprozess“ und keine ärgerliche Verzögerung, er erklärt vielmehr: „Wir haben keinen Druck.“ Allerdings ist auch noch etwas zu tun: Eines der zwölf Häuser ist bislang verkauft, ein weiteres reserviert. Für den Rest gebe es eine „recht gute Nachfrage“, betont der Manager des Investors, der seinen Hauptsitz in den Niederlanden hat.

Die Gebäude, die in einer Fünfer-, Vierer- und Dreierreihe angeordnet sind, haben den üblichen modernen Standard, eine Wohnfläche von 130 bis 150 Quadratmetern und sind teils unterkellert. Die Preise liegen zwischen 549 000 und 712 000 Euro für das Reihenendhaus mit 380 Quadratmetern Grundstücksfläche.

Ten Brinke wird zudem an der Grenze zum Gewerbegebiet eine Lärmschutzwand errichten. Gemeinsam mit den Garagen und dem Blockheizkraftwerk werde dadurch eine optische und akustische Trennung geschaffen, erklärt Mennekes.

Veränderungen im Konzept hat auch die Stadt Kelkheim vorgenommen. Die StEG hat das Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen zwar gebaut, will das Objekt laut Bürgermeister Albrecht Kündiger (UKW) aber nicht halten. Ursprünglich war geplant, dort auch bezahlbaren Wohnraum für Erzieher und Pflegekräfte anzubieten. Die Einheiten würden nun am Markt zum Kauf angeboten. Mit den Einnahmen will die Stadt den Bau von weiteren notwendigen Sozialwohnungen an anderer Stelle finanzieren.

Wie berichtet, hat die Kommune neben einem Haus in Ruppertshain auch zwei neue Gebäude am Gagernring für einige Millionen Euro erworben. Eines hat die Projektgesellschaft Horn schon fertiggestellt, das andere Gebäude ist noch im Bau.

Ob die StEG künftig weiterhin als Bauherr auftritt, stellt Kündiger zumindest in Frage. Denn an der Weilbacher Straße habe sich dies nicht als Vorteil erwiesen, räumt er ein. Mit der neuen Geschäftsleitung und dem Aufsichtsrat wird die strategische Ausrichtung der Stadtentwicklungsgesellschaft noch ein Thema sein.

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