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Rettershof: Das sind die Pläne fürs Restaurant am Schlosshotel

Von Im Frühjahr 2019 soll das Lokal für österreichische, böhmische und deutsche Küche eingeweiht werden. Damit wird ein Schandfleck Geschichte sein.
Abrisshaus in der Schnee-Idylle: Das alte Gebäude wird weichen, das Schlosshotel (im Hintergrund) bekommt einen neuen Nachbarn. Bilder > Foto: Knapp Abrisshaus in der Schnee-Idylle: Das alte Gebäude wird weichen, das Schlosshotel (im Hintergrund) bekommt einen neuen Nachbarn.
Fischbach. 

Mal ein knuspriges Backhendl, ein original Wiener Schnitzel oder Krapfen und Knödel in allen Variationen – wenn Daniela Schwarz und Hans-Jürgen Laumeister in Österreich unterwegs sind, dann schwören sie auf die Spezialitäten des Nachbarlandes. Und so ist ihre Antwort auf die Frage, warum sie am Rettershof ein Restaurant für österreichische, böhmische und deutsche Küche etablieren wollen, ganz einfach: „Wir essen’s gerne“, sagt Schwarz, die mit ihrem Partner das Schlosshotel seit 2012 betreibt. Und die nun vom Aufsichtsrat der städtischen Rettershof GmbH grünes Licht für ihr Neubauprojekt bekommen haben.

Offiziell soll für rund 1,2 Millionen Euro unterhalb des Schlosses ein „Multifunktionshaus“ entstehen. Ein Titel, der dem Duo Schwarz/Laumeister nicht wirklich gefällt, doch ein Name für das Restaurant fehlt noch. Eine Mehrfach-Nutzung für Gastronomie und eine Kochschule soll das Markenzeichen werden. Gerade bei Koch-Events sehen die Pächter eine große Nachfrage. Es gebe Tagungen, bei denen Kochen Teil des Programms sei. Doch mit der Hauptküche im Schlosshotel sei es nicht mehr zu meistern, betont Laumeister. Der Betrieb laufe so gut, dass es kaum noch Kapazitäten gebe. Im nächsten Jahr ist das Haus schon komplett für Hochzeiten ausgebucht.

Tennisplatz muss weg

Das war ein Anlass für die Pächter, sich nach Alternativen umzusehen. Der andere Grund für das Neubau-Projekt ist aus Stein, fällt jedem Gast bei der Ankunft sofort ins Auge – und zwar negativ: Gleich links am Aufgang steht ein altes, heruntergekommenes Gebäude, das nicht mehr genutzt wird. Eine Sanierung wäre zu aufwendig, weiß Laumeister. Deshalb wurde der Abriss angeregt. Mit dem Haus muss auch der einzelne Tennisplatz dort weichen. Der werde vom Hotel fast nicht mehr frequentiert, so Laumeister. Einige Hobbyspieler sind zwar über das Aus für die kleine Sportanlage nicht glücklich – es gebe aber genug Kapazitäten in anderen Tennisclubs, teilte die Stadt dazu schon mit.

Glas-Holz-Kontrast

Daniela Schwarz und Hans-Jürgen Laumeister sind froh, dass es losgehen kann. Sie sind mit der Stadt seit einigen Jahren im Gespräch und haben ihr ein Konzept vorgelegt, das die Gremien überzeugt hat. Ein vergleichbares Restaurant gibt es nach ihrer Auskunft höchstens in Frankfurt. Sie streben „gute, hohe, frische Handwerkskunst“ im neuen Lokal an. Das „Retters“ oben im Schlosshotel soll dann der feineren Küche vorbehalten sein. Es soll ein Gebäude in L-Form mit viel Glas und Holz entstehen. Das ist mit dem Denkmalschutz abgesprochen, der den baulichen Kontrast zum Schloss aus Stein angeregt hat.

Innen soll es etwa 65 Sitzplätze, außen zwischen 80 und 100 geben. Das Duo denkt auch schon an Veranstaltungen, wie eine ansprechende Hüttengaudi oder Après-Ski-Party mit Eisbar. Für all das sollen die Parkplätze auf dem gesamten Rettershof-Gelände ausreichen. Die Eröffnung möchten Schwarz und Laumeister gerne im Frühjahr 2019 feiern, der Startschuss fürs Bauen soll erst nach der Hochzeits-Saison im Herbst 2018 fallen. Die Pacht der Betreiber beider Häuser wird dann nach oben angepasst.

Bürgermeister Albrecht Kündiger (UKW) ist bei dem Vorhaben Transparenz sehr wichtig. Deshalb hat er es nun im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. „Eine grundlegende Ablehnung gab es nicht“, betont er. Allerdings habe es schon noch ein paar Ergänzungen und Nachfragen gegeben. So dürfe das neue Haus nicht in starke Konkurrenz zum zweiten Rettershof-Lokal „Zum fröhlichen Landmann“ treten. Das wolle er noch einmal prüfen, hat Kündiger zugesagt.

Danach dürfte es dann in die Auftragvergabe gehen. Eine fest installierte Bühne im Garten des Schlosshotels ist noch nicht Bestandteil des Projektes. Laut Kündiger muss geprüft werden, ob diese Variante bei wenigen Veranstaltungen im Jahr Sinn ergäbe. Der Auf- und Abbau einer mobilen Bühne war aber stets recht teuer. Vielleicht könne auch die Fläche für mehr Zuschauer vergrößert werden. Samt Gestaltung der Gartenfläche waren dafür etwa 100 000 Euro veranschlagt.

Noch eine Baustelle: Beim Reitbetrieb im Hofgut müssen die Pferdeboxen den rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst und vergrößert werden. Dadurch fallen einige Stellplätze weg, so Kündiger.

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