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Pflegestelle: Die Diakonie fasst in der Burgstadt Fuß

50 Seniorenwohnungen entstehen in der „Müllerwies“. Demnächst ist der Spatenstich, und die Diakonie als wichtiger Mieter sucht bereits Personal.
Auf dem Gelände in der „Müllerwies“ sollen Seniorenwohnungen entstehen. Bald ist der erste Spatenstich. Foto: Hans Nietner Auf dem Gelände in der „Müllerwies“ sollen Seniorenwohnungen entstehen. Bald ist der erste Spatenstich.
Eppstein. 

Vor mehr als 20 Jahren beschäftigte die Diakoniestation Niedernhausen vier Schwestern und fünf Zivildienstleistende. Jan Henry war dort ebenfalls als „Zivi“ engagiert. Heute führt er die Geschäfte der Station, auf der inzwischen 16 Pflegekräfte und acht Betreuungshelfer arbeiten. Und die Diakonie aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wächst weiter, hat längst ihre Fühler in den Main-Taunus-Kreis ausgestreckt. In Niederjosbach und Bremthal gab es die ersten betreuten Personen, in Vockenhausen und Ehlhalten sind die Pfleger nun präsent – und aus Alt-Eppstein gibt es laut Henry bereits einige Anfragen.

Derzeit 24 Mitarbeiter

Damit ist der Boden bereitet für ein Projekt, das die Diakoniestation Niedernhausen gemeinsam mit der evangelischen Talkirchengemeinde Eppstein und einem Investor umsetzt. Wenn „In der Müllerwies“ jetzt 50 Seniorenwohnungen in drei Gebäuden entstehen, sind die Pfleger aus der Nachbarkommune mit im Boot. Die Diakonie wird in einem der Gebäude ihr Domizil einrichten, 220 Quadratmeter vom Investor anmieten. Sie wird ihre Verwaltung dorthin verlegen, zudem soll eine Wohneinheit laut Henry für besondere Treffen genutzt werden – Gruppen mit Menschen, die an Demenz leiden, oder Kurse für pflegende Angehörige.

Derzeit hat die Diakonie 24 Mitarbeiter, sucht aber bereits mit Blick auf ihr Eppstein-Projekt neue Kollegen, respektive Pflegekräfte und -helfer. Am Ende soll jeweils die Hälfte in Niedernhausen und Eppstein tätig sein, so Henry. Er führt die Geschäfte der Diakonie auf einer Viertelstelle unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Niedernhausen, und arbeitet zudem als Physiotherapeut.

Dass die Einrichtung den Stationen im Main-Taunus-Kreis Konkurrenz machen könnte, sieht Henry nicht. In Eppstein sei Schluss, weiter ausdehnen werde sich der Anbieter nicht. Da es aber in der Burgstadt nur einen Pflegedienst gibt, war die Diakonie schon nach Gesprächen mit der Talkirchengemeinde daran interessiert, diesen „weißen Fleck“ bald mit Leben zu füllen. Henry hofft, dass das neue Domizil vielleicht schon Ende 2019 bezogen werden kann.

Demnächst ist der erste Spatenstich. Auch Eppsteins Pfarrerin Heike Schuffenhauer und Matthias Werner von Stiftungsrat der Stiftung Talkirche gehen von bis zu zwei Jahren Bauzeit aus. Schuffenhauer freut sich, dass die Arbeit der Diakonie, die in Niedernhausen etwa 120 Menschen betreut, auch mit den Angeboten des in der Gemeinde neu angesiedelten Familienzentrums verknüpft werden kann. Und aktuell werde die Talkirche die Einrichtung dabei unterstützen, geeignetes Personal zu finden.

Investor aus Bad Vilbel

In der „Müllerwies“ entstehen drei viergeschossige Häuser für Seniorenwohnungen mit insgesamt etwa 4100 Quadratmetern Wohnfläche. Eine Tiefgarage ist auch geplant. Investor ist die First Climate AG aus Bad Vilbel, ein Unternehmen, das Firmen und Organisationen dabei unterstützt, Nachhaltigkeits- und Umweltschutzziele zu erreichen, aber wie in Eppstein auch neue Felder beackert. Ein Spielplatz musste für das Projekt weichen. Nach Gesprächen mit einer Bürgerinitiative und der Stadt konnte ein Kompromiss erarbeitet werden, der zwei neue Spielflächen vorsieht. Details zum Bauprojekt werden der Investor und die Gemeinde demnächst beim Spatenstich vorstellen.

(wein)

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