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Vermisstenfall Annika Seidel aus Kelkheim: Fernsehen rollt den Fall Annika Seidel noch einmal auf

Vor 18 Jahren verschwand die junge Kelkheimerin Annika Seidel. Seitdem gibt es von dem Mädchen keine Spur. Nun kommt der tragische Fall ins Fernsehen.
Dieses Bild von Annika Seidel hat die Polizei damals veröffentlicht. Dieses Bild von Annika Seidel hat die Polizei damals veröffentlicht.
Kelkheim. 

Mehr als 4600 Menschen wurden im vergangenen Jahr in Hessen als vermisst gemeldet, darunter fast 800 Kinder. Etwa 50 Prozent der Fälle werden nach Angaben des Landeskriminalamtes in Wiesbaden innerhalb einer Woche aufgeklärt, doch viele Vermisste bleiben verschwunden. Darunter ist auch Annika Seidel aus Kelkheim, über deren Fall das Kreisblatt am „Tag der vermissten Kinder“ am 24. Mai noch einmal ausführlich berichtete. Große Hoffnungen hatten die Ermittler um Andreas Nickel, Leiter des zuständigen K 10 für Kriminaldelikte bei der Polizeidirektion Main-Taunus in Hofheim, damals nicht mehr. Neue Erkenntnisse habe es in diesem schon 18 Jahre zurückliegenden Fall nicht gegeben, hieß es.

Nun hat sich an der Sachlage nichts geändert – doch vielleicht gibt es für die Beamten einen neuen, dünnen Strohhalm, an den sie sich klammern können. Der Hessische Rundfunk stellt in einer Spezialausgabe von „Kriminalreport Hessen“ sowohl aktuelle als auch Jahre zurückliegende Fälle von spurlos verschwundenen Kindern und Erwachsenen vor. Moderator Robert Hübner präsentiert diesen Beitrag des Kriminalmagazins unter dem Titel „Vermisst!“ am Sonntag, 24. August, um 19 Uhr im HR-Fernsehen, die Wiederholung ist am Tag darauf um 23.30 Uhr zu sehen.

Dieses Bild von Annika Seidel hat die Polizei damals veröffentlicht.
Junge Kelkheimerin seit 18 Jahren verschwunden Fall Annika Seidel lässt die Ermittler nicht los

Heute ist der Tag der vermissten Kinder: Annika Seidel aus Kelkheim ist einer von vier Langzeitfällen in Hessen. Ihr Verschwinden war tragisch und mysteriös zugleich.

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Dabei ist auch der Fall von Annika Seidel aus Kelkheim. Ihr strahlendes Lächeln lässt Kriminalhauptkommissar Andreas Nickel aus Hofheim und seinen Kollegen bis heute keine Ruhe: Vor 18 Jahren verschwindet die damals elfjährige Annika Seidel aus Kelkheim spurlos – einer der mysteriösesten Kriminalfälle Hessens. Von ihrer Mutter wird Annika zum letzten Mal am frühen Abend des 10. September 1996 gesehen, das Mädchen will in einem Zoogeschäft Flohhalsbänder für ihren Hund besorgen.

 

Spuren ins Nichts

 

Verschiedene Zeugen wollen Annika an einem Auto mit möglicherweise osteuropäischem Kennzeichen und in der Nähe des Restaurants „Gimbacher Hof“ zwischen Kelkheim und Fischbach gesehen haben. Die Polizei sucht tagelang mit Hubschraubern, Hunden und Hunderten von Einsatzkräften – ohne Erfolg. Möglicherweise wurde das Mädchen Opfer eines Tötungsdeliktes, fürchtet Nickel. Annikas Mutter ist inzwischen verstorben, doch die Polizei hofft weiterhin, den Fall noch aufklären zu können. Hinweise gehen unter der Rufnummer (0 61 92) 20 79-0 an die Polizei in Hofheim. Im Studio begrüßt Hübner zu diesem Thema außerdem Sylvia Löffler vom Deutschen Kinderschutzbund Gießen.

Das Hessen-Fernsehen stellt in seiner Sendung noch drei weitere tragische Fälle vor: Timm Hartmann aus Altenstadt verschwindet vor sechs Jahren spurlos. Er wäre heute 38 Jahre alt. Ob er noch lebt, ist unklar. Am Abend vor seinem Verschwinden baut er alkoholisiert einen Unfall, am Morgen danach fährt er mit dem Fahrrad zum Friedberger Bahnhof, nimmt den Zug nach Rödelheim zur Arbeit. Doch am Abend kommt er nicht mehr nach Hause. Erst sechs Wochen später gibt es die bislang einzige Spur: Sie führt nach Südfrankreich, in den Küstenort Béziers.

Seit Ostermontag, 21. April 2014, ist Barbara Rothe (70) aus Offenbach verschwunden. Polizeihunde haben eine Spur entdeckt, die zum Offenbacher Buchrainweiher führt, doch eine Suchaktion der Polizei bleibt ohne Erfolg. Zuletzt wird Barbara Rothe an den Schrebergärten auf der Rosenhöhe gesehen.

Was ist Mirko Milberg aus Wetzlar-Dahlheim zugestoßen? Am 14. November 2013 kehrt der 70-jährige Rentner nicht von einem Zahnarzttermin zurück. Der Kroate soll Heimwehgedanken geäußert haben, lebt mit seiner Frau seit vielen Jahren in Wetzlar. Doch weder hier noch in der alten Heimat findet sich eine Spur.

Beim „Kriminalreport Hessen“ können sich die Zuschauer einmal im Monat an der Aufklärung von aktuellen Kriminalfällen beteiligen. Die nächste reguläre Ausgabe folgt am Sonntag, 14. September, um 19 Uhr.

 

(wein,hk)
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